Unerhörte Auswahl vergessener Wortschönheiten aus Johann Jakob Sprengs gigantischem im Archive gefundenen seit 250 Jahren unveröffentlichten Deutschen Wörterbuch - Johann Jakob Spreng Nicolas Fink Gebunden
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Unerhörte Auswahl vergessener Wortschönheiten aus Johann Jakob Sprengs gigantischem im Archive gefundenen seit 250 Jahren unveröffentlichten Deutschen Wörterbuch - Johann Jakob Spreng Nicolas Fink Gebunden

Hersteller: Spreng, Johann Jacob & Fink, Nicolas  ·  MPN: 1142819
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Produktfakten auf einen Blick

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Spreng, Johann Jacob & Fink, Nicolas
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9783946990475
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Redaktion 29.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Klasse!
N. Warszawski 31.05.2024 amazon.de
Der Deutsch-Schweizer Johann Jacob Spreng versucht vor 250 Jahren erfolglos, ein deutsches Wörterbuch zu verfassen, was erst 100 Jahre später den Gebrüdern Grimm gelingen soll. Wie sehe unsere deutsche Sprache heute aus, wenn Spreng der Durchbruch gelungen wäre?Die bisher unveröffentlichte Sammlung Sprengs beschränkt sich auf eine wunderbare Auswahl. Doch auch hier sind Grenzen gefordert. Der Rezensent hat bisher nur die ersten sieben Buchstaben geschafft! Deshalb beschließe ich, jeden Tag – genauer: jede Nacht - höchstens eine Seite zu genießen, um die spannende Freude zu wahren. Es folgt nun eine nicht nur zufällige Auswahl.Bereits im Vorwort erfahren wir, was uns bisher vorgehalten worden ist. Statt die „Akademie“ würden wir heute eine „Erzschule“ besuchen. „Mathematiker“ heißen „Wisskünstler“. „Professoren“ werden zu „Hochlehrer“ und statt Studenten – mir graut es vor „Studierenden“ - spricht man von „Zuchtsöhnen“ oder bei Bedarf von „Zuchttöchtern“. Aus „Schüler*innen“ werden „Zuchtkinder“! Wäre das nicht wunderschön?„Apfel“ klingt gut, „Aballo“ klingt besser! Hört sich „Antorf“ nicht wunderbarer an als „Antwerpen“? Selbst die Politik würde gewinnen, wenn es statt „mit Mehrheit abschaffen“ „abmehren“ hieße! „Angstmann“ klingt schauriger als „Scharfrichter“! Wer zöge „anstraussen“ nicht „überfallen“ vor? Selbst „Augenspiegel“ und „Barille“ klinken tausendmal angenehmer als „Brille“.„Beinkrümme“ statt „Rachitis“, „belieben“ statt „sich paaren“: Welch ein wunderbarer Segen! Ein „Bierbrunn“ ist eine „Brunnenquelle“, die nach Bier schmeckt. Herrlich. Soll es damals in Island gegeben haben. Selbst „Bindeisen“ hat mehr Reize als „Verlobungsring“. „Blauen“ bedarf keiner Übersetzung. „Blutzapf“ klingt besser als „Tyrann“. Ein „Bobo“ ist ein nutzloser Mann.Wäre „Cocodrill“ nicht schöner als „Krokodil“?Es liegt auf der Hand, dass der Biss einer „Durstschlange“ Durst verursacht. Zugegeben, „Ekelname“ klingt schlimmer als „Schimpf-“ oder gar „Spitzname“, dafür ehrlich. Aber „eigenköpfig“ klingt sicherlich viel besser als „eigensinnig“! Einbringen = Mitgift, logisch.Als Letztes: „Gegenfüßer“? Richtig: Antipod!Wäre es nicht herrlich gewesen, wenn es Johann Jacob Spreng gelungen wäre, sein gesammeltes Wissen zu verbreiten. Der Leser des Wörterbuches wird mit Wehmut erfahren, was den meisten Deutsch Sprechenden entgeht. Das Buch spricht alle an, die an der heutigen deutschen Sprache verzweifeln.
lesestress 31.05.2024 amazon.de
„Verfaulwitzen: durch Faulwitz oder Betrieb unnötiger Geschäfte das Nötige versäumen“ – heute heißt es Prokrastinieren. Aber warum eigentlich?⠀Im 18. Jahrhundert versuchte der Baseler Gelehrte Johann Jacob Spreng ein deutsches Wörterbuch zu verfassen – leider erfolglos. Denn obgleich er sein Leben dem Zusammentragen der Wörter widmete, scheitert das Projekt zu seinen Lebzeiten an fehlenden Subskribenten für die Finanzierung. 100 Jahre später erscheint ein Standardwerk – das Wörterbuch der Deutschen Sprache – zusammengetragen und aufgeschrieben durch die Gebrüder Grimm. Sprengs Lebenswerk jedoch, das das umfassendste Nachschlagewerk der deutschen Sprache werden sollte, gerät in Vergessenheit und bleibt 250 Jahre lang unentdeckt und unveröffentlicht. Der Germanist Heinrich Löffler hat diesen Schatz nun wiederentdeckt und gehoben.⠀Wie würde die deutsche Sprache heute aussehen, wenn die Finanzierung damals erfolgreich gewesen wäre? Ein Blick in „Eine unerhörte Auswahl vergessener Wortschönheiten aus Johann Jakob Sprengs gigantischem, im Archive gefundenen, seit 250 Jahren unveröffentlichten deutschen Wörterbuch“, dem liebevoll und wunderschön gestalteten Band aus dem Verlag Das Kulturelle Gedächtnis, schafft erste Eindrücke und eröffnet linguistisch völlig neue Perspektiven: Von Aballo (Apfel), über Cocodrill (Krokodil) und Leckerzweig (Süßholz), bis Zipfler (Schmarotzer).⠀Nicht nur für Sprachliebhaber*innen: Dieses Buch lädt zum Schmökern ein. Gefragt ist der schweifende Blick, der eher zufällig auf einem Begriff landet, sich dabei an den kunstvoll verschnörkelten Versalien orientierend, die die einzelnen Kapitel eröffnen. Mit dem Finger über die Seiten zu gleiten, dabei einzelne Wörter nicht zu suchen, aber trotzdem zu finden – wie in einem Spiel. Viele Wörter sind zudem so schön und anschaulich, dass der Wunsch entsteht sie sofort wieder flottzumachen und zu benutzen. Das ist gelebte Linguistik, so macht Sprache Spaß!⠀Dieses Wörterbuch ist ein wahres Highlight und ein unverhoffter Schatz – unbedingte Lese- und Schmökerempfehlung!
Hudeldu 31.05.2024 amazon.de
Wunderbar gestaltetes Werk, das, kurz und prägnant, wichtige Wörter aus Sprengs Riesenwerk (teilweise krude und interessante,nie gehörte Wörter) aufführt. Auf die Herausgabe des Manuskripts des Gesamtwerks, (Spreng als beeindruckender Vorläufer der Gebr. Grimm) im Herbst wird gespannt gewartet.
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