Die Bevölkerung ist sich nicht bewußt, dass die Regierung und die Notenbank, mit ihrer planwirtschaftlichen Finanzpolitik, sie in eine ausweglose Sackgasse manövriert hat. So besteht die vorherrschende Meinung, dass nach der Aufhebung des staatlich diktierten Lockdowns, sich die Wiederaufnahme des Wirtschaftsaufschwungs ungehindert fortsetzen würde. Tatsächlich war die Pandemie nicht der Grund, sondern lediglich der Auslöser einer sich längst angekündigten Wirtschaftskrise. Diese gründete sich bereits auf das Jahr 1971, in welchem der Goldstandard, von US- Präsident Nixon, aufgekündigt wurde und seitdem ein System von unbegrenzter Geldschöpfung aus dem Nichts (sog. Fiat Geld) betrieben wird. Dies führte zu einer Anhäufung von Fehlallokationen, am Ende dessen Prozess wir nun angelangt sind.Zwischenzeitliche, gewaltige ökonomische Einbrüche, wie die Finanzkrise in den Jahren 2007/2008, hatten bereits das Potenzial, das gesamte Finanzsystem kollabieren zu lassen. Mit gewaltiger Geldschöpfung, ohne werthaltige Grundlage, wurde die Krise wohl nicht gelöst, sondern lediglich in die weitere Zukunft verschoben.Die Pandemie, 12 Jahre später, wird als Vorwand genutzt, um das kollabierende System mit weiteren Gelddosen künstlich am Leben zu erhalten. Mittlerweile werden in Deutschland ca. 550.000 Firmen als sog. Zombieunternehmen geführt, d.h. diese sind noch nicht einmal dazu in der Lage, die Zinsen auf die horrenden Schulden zu erwirtschaften. Somit kann die Frage nach höheren Zinsen lediglich rhetorischer Natur sein und entlarvt den Fragesteller als einen der Wohlstandsillusion unterliegenden Ahnungslosen.*Jegliche Anhebung des Zinssatzes würde das Kartenhaus der Überschuldung von Staaten, Unternehmen und Verbrauchern in sich zusammen fallen lassen und die Illusion von erspartem Vermögen jäh als buchhalterische Luftnummer einer sozialistisch-planwirtschaftlichen Politik beenden.Welchen Wert hat eine Währung, dessen Geld mit einem Knopfdruck aus dem Nichts erzeugt werden kann, für welches keine Leistung erbracht werden muss und für welches kein werthaltiges Mittel hinterlegt ist? Es ist Schuld- oder Scheingeld, welches nach getilgter Schuld, sich wieder in Nichts auflöst und somit auch Null Wert besitzt.Der Politik ist es bislang gelungen, durch wohl gestreute Staatspropaganda, die Bürger und Märkte in dem Glauben zu lassen, dass nicht die betriebenen Inflationspolitik für die Wohlstandsvernichtug ursächlich ist, sondern ein plötzlich auftretendes, externes Ereignis in Form eines sog. "Schwarzen Schwans".Die Geschichte lehrt uns, dass solche Ereignisse eine Vermögensumverteilug ungeahnten Ausmaßes verursacht. Es können Vermögen vernichtet, oder geschaffen werden, je nachdem in welcher Weise der Einzelne dazu in der Lage ist, das zukünftige Geschehen zu antizipieren und sich entsprechend auszurichten.. Hierbei ist die Entwicklung einer finanziellen Intelligenz von Nöten, um die Krise als Chance zu nutzen. Die inflationäre Geldpolitik wird Geldvermögen als das offenlegen als was sie sind, lediglich ein Schein. So wurden die Kriegskredite des 1. Weltkriegs, in Höhe von 164 Mrd. Papiermark, nach vollzogener Währungsreform, mit 16,4 Pfennig in Rentenmark bezahlt.Bargeld auf dem Bankkonto unterliegt gleich mehreren Risiken. Zum einen reduziert sich sein Wert durch die negative Realverzinsung der "Finanziellen Repression", zum anderen ist es dem Insolvensrisiko des Bankhauses ausgeseetzt. Juristisch gehört das eingezahlte Geld nämlich der Bank und nicht dem Kontoinhaber, dieser gewährt der Bank einen Kredit und besitzt lediglich einen Rückzahlungsanspruch, welcher im Härtfall erst einmal durchgefochten werden muss. Darüber hinaus erhebt die Bank nun auch noch perspektivisch, für den ihr vom Kontoinhaber eingeräumten Kredit, eine Gebühr namens "Verwahrentgelt"; eine kreative Ausdrucksform des "Neusprech" der schönen neuen Welt.Es ist ein Paradigmenwechesel angebrochen. Anlageinstrumente, welche über Jahrzehnte funktionierten, sind nun zur Geldvernichtungsmatrix mutiert. Der Anleger muss zum Investor werden, um sein Vermögen zu schützen und zu mehren. Durch finanzielle Intelligenz gelingt es , das Geschehen einzuordnen und für sich die richtige finanzielle Ausrichtung zu finden.Marc Friedrich stellt hierzu Anlageinstrumente vor. Diese verbindet sämtlichst eine Eigenschaft, sie sind nicht wie das Geld unbegrenzt vermehrbar, sondern in irgend einer Form begrenzt oder limitiert auf der Erde vorhanden. Sollte man für diese Produkte einen Namen finden, wäre Sachwert oder Realwert passend. Diese " Hard Assets" erhalten den Wert nicht nur nominal, sondern real, daher gehend auch die Namensgebung. Durch die richtige Postitionierung und Ausrichtung des Portfolios, kann der einzelne, die zukünftige, epochale Vermögensumverteilung vorteilhaft zu seinen Gunsten nutzen. Durch das bloße Festhalten an vermögensillusorischen Geldwerten, besteht die Gefahr einen Komplettverlust zu erleiden.Wie die Werke zuvor, liest sich das Buch leicht und informativ. Marc Friedrich versteht es, mit unterhaltsam, lockerer Sprachkultur einen in sich komplexen Themenbereich verständlich zu vermitteln.* Ein Zinsanstieg ist möglich wenn die Inflationsrate deutlich zu steigen beginnt. Die Notenbanken werden den Zinssatz allerdings immer unter der Inflationsrate halten, um die Bürger über die Inflationssteuer zur Kasse zu bitten und sich so zu Entschulden
Das ist mein drittes Buch von Marc Friedrich, das ich wieder in wenigen Tagen gelesen habe. Er behandelt darin die Coronapandemie nur am Rande, was mir gut gefällt. Der Punkt ist, dass die Krise durch Corona nur beschleunigt wurde, begonnen hatte sie bereits!Sehr wichtig ist das Kapitel über die Zyklen, durch die sich die Geschichte bewegt. Wirtschaftliche Auf- und Abschwünge sind nur ein Aspekt davon, das stellt Marc Friedrich gut zusammengefasst dar. Krisen sind immer Katalysatoren für notwendige Veränderungen. Jeder spürt, dass große Umwälzungen in Gang sind!Besonders gut gefällt mir Herrn Friedrichs stets positive Grundhaltung. Völlig zu unrecht wird als teilweise als "Crashprophet" betitelt, deren Voraussagen nicht zutreffen würden. Jeder der Augen und Hirn hat kann sehen, dass diese Entwicklungen uns bevorstehen und teilweise in Gang gekommen sind!Sein ehrliches Ansinnen ist es, möglichst vielen Menschen dabei zu helfen, gut durch diese Krise zu kommen, sowohl mental als auch finanziell. Die Deutschen sind nicht grade für gescheites Verhalten in Sachen Geldanlage bekannt. Umso wichtiger ist es, die Gefahren (und die Chancen!) beim Namen zu nennen: Raus aus Lebensversicherungen, überteuerten Immos und Aktien (außer bestimmten Branchen, wie z.B. Minen). Rein in Sachwerte, aber immer wohl informiert und diversifiziert. Die Zyklen lehren, dass eine neue Ära für Sachwerte angebrochen ist.Besonders für Bitcoin bricht Herr Friedrich die Lanze: Dies sei die wichtigste, einzigartige Chance, Vermögen aufzubauen. Es lohnt sich, sich Bitcoin genauer anzuschauen. Auch, wenn wir alle nicht wissen, wie die Geschichte ausgeht, sind die Chancen gigantisch. Nur sollte man niemals alles auf eine Karte setzen!Ein kleiner Kritikpunkt, der mir auch schon bei früheren Büchern aufgefallen ist: Marc Friedrich wiederholt sich leider zu häufig. Klar, durch Wiederholungen lernt man und man kann hoffen, dass die Kernaussagen bei möglichst Vielen hängenbleiben. Aber für jemanden, dem die Grundaussagen nicht vollkommen neu sind, ist es teilweise etwas ermüdend. Dennoch: Ein wichtiges und sehr gut zu lesendes Buch!Danke Marc! :-)