Hautière, Regis: Die Waise von Perdida
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EAN 9783962191177

Hautière, Regis: Die Waise von Perdida

Hersteller: Splitter Verlag  ·  MPN: 1180857
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Produktbeschreibung

Die Waise von Perdida | Regis Hautière | Buch | 112 S. | Deutsch | 2020 | Splitter Verlag

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Hemeraner 21.11.2024 amazon.de
Perdida ist eine lebensfeindliche Welt, aber noch siedlungswürdiger als die anderen Planeten im System auf dem Bergbau betrieben wird. Der Schmuggler Max besucht eine ihm befreundete Familie. Die Frau bittet er mitzukommen, doch die lehnt dankend ab. Für wenige Monate können sie ihre Behausungen nicht verlassen sondern müssen sich verschanzen. Dann kommen nämlich die Hornissen. Wie die Heuschrecken auf der Erde begibt sich der Schwarm auf Nahrungssuche, danach kann man fast die Uhr stellen. Es handelt sich um große Fleischfresser, absolut tödlich. Max muss verschwinden, als sich die planetare Polizei dem Planeten nähert. Bevor er aber aufbricht gibt ihm die Mutter des 4jährigen Claudi ein Transmitter-Ei mit. Es handelt sich um einen Prototyp, mit dem es möglich ist in Echtzeit durch den Subraum zu kommunizieren.Im Orbit wird Max von der Polizei beschossen und gerät in eine Raumanomalie. Auf dem Planeten hingegen spitzen sich die Ereignisse auch zu. Die Hornissen sind früher als geplant gekommen. Auf sich allein gestellt befindet sich das Kind in einer feindseligen Welt. Indes gabelt Max zwei Passagiere auf: Martin und seine hübsche Verlobte Belle. Nur mit Hilfe des Eis versucht Max Claudi vor Gefahren wegzumanövrieren. Dabei hilft ihm der alte Silbad, der einst auf Perdida lebte...Als ich gelesen habe, dass es eine Comic Umsetzung von "Die Waise von Perdida" geben wird und ohne Bilder zunächst beworben wurde, musste ich mich vergewissern, dass es kein Zufall war. Perdida lautete der Namen eines Planeten in einem SF Klassiker aus den 80ern "Die Herrscher der Zeit", damals im Kinderprogramm absolut fehlbesetzt. Denn der Film war etwas für Erwachsene, gewalttätig, traurig und am Ende ziemlich verwirrend. Der Comic beruht wie der Film auf einer Romanvorlage, beschreitet aber vollkommen andere Wege. So wird das Planetemsystem anders als im Film nie verlassen. In Tragik steht der Comic dem Film in nichts nach. So hat Claudis Haustier hier in einem dramatischen Moment eine tragende Rolle, die für ihn lebensnotwendig wird und zu Tränen rührteIm Internet habe ich andernorts eine Rezension gelesen von jemanden, der den Comic überhaupt nicht kapiert hat. Er hat sich an der rassistischen Bemerkung "Mulatte" hochgezogen und erwartete wohl mitten in der Handlung eine Auseinandersetzung mit dem Begriff. Er ritt so darauf herum, dass er den Band nicht mehr weiterlesen wollte. Das ging sogar so weit, dass der Verlag darauf reagiert hat. Das war nicht nur kurzsichtig sondern auch extrem dumm. Ich muss nicht alles haarklein wie ein Kleinkind erklärt bekommen um hier zu sehen, dass das keine Saubermann SF ist. Hier gibt es keine Sternenflotte. Hier gibt es eine Polizei, die hier wie wohl im Film auch totalitäre Tendenzen hat. Da werden Gefangene als Strafarbeiter eingesetzt und wenn die Ressourcen ausgebeutet sind zum Verrecken zurück gelassen. Das ist eine dreckige aber auch glaubhafte Fortführung heutiger Mentalität.Die Zeichnungen sind modern, die Kleidungsstücke der Protagonisten haben mir selbst nicht so gefallen. Sie wirkten für raumfahrende Personen zu unpraktisch, für die Siedler ging es noch. Mir hat der Doppelband ansonsten sehr gut gefallen.
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