Nun ist es endlich soweit, die Editors die Zweite. Klappe auf, für grosses Kino. Jeder weiss, das Album Nr. 2 immer schwer ist für eine Band, doch diese Hürde nehmen die Editors mit Bravour. Wärmer als sein Vorgänger präsentiert sich an end has a start, was sicherlich auch am Producer Garret Lee liegt, der schon Größen wie Bloc Party und U2 produzierte. Musikalisch ist es eine Mischung aus Referenzen wie R.E.M., Joy Division, The Killers, Interpol und was weiss ich nicht alles, aber trotzdem sehr eigenständig und schon gar nicht kopiert. Die Jungs wissen was sie tun, sie drängen sich nicht auf, nein man muss die Scheibe schon öfter hören. Und dann entfaltet sie sich wie ein Schmetterling im Dunkeln. Das Album handelt viel vom Tod, ist aber nicht depressiv, wie der Titel schon sagt: Ein Ende ist auch immer ein Anfang und wie recht sie haben. Besondere Titel hier heraus zu heben, wäre ungerecht, da alle Songs eine ähnlich hohe Qualität haben. Wenn ich müsste, würde ich Smokers Outside The Hospital Doors, Bones und Spiders nehmen. Das Digipack ist im übrigen wunderschön und stimmig vom Cover angefangen über die gut verarbeitete Qualität (wie so Art Buch). Ich hoffe das voreingenommene Leute endlich aufhören, diese Band als billige Interpolkopie abzutun. Die Editors haben dieses mal das bessere "Interpol"-album aufgenommen, in knapp 2 Wochen werdet ihr es sehn, wer vorne liegt. Neben Bloc Partys A Weekend in the City, eines meiner absoluten Highlights dieser Jahr. Wer noch unschlüssig ist, sollte mal auf die myspacesite der Band schauen, dort kann man sich das komplette Album anhören.