Nach einiger Recherche zum Thema FODMAP bin ich auf dieses Buch gestoßen.Besonders gefällt mir, dass am Anfang des Buches das Prinzip FODMAP nochmal ausführlich erläutert wird und dabei wirklich hilfreiche Tipps für den Alltag gegeben werden. Auch wird erklärt, warum man am Anfang eine Eliminationsphase braucht und was man während dieser Zeit tun und essen kann. Oder eben nicht essen darf.Obwohl es vor allem während der Eliminationsphase erstmal viele Einschränkungen gibt, wird ein Speiseplan vorgeschlagen, der für jeden Tag ein anderes Gericht vorsieht. Da entsteht auf jeden Fall keine Langeweile!Ansonsten sind die 170 Rezepte sehr abwechslungsreich und leicht bis mittelschwer nachzukochen. Bisher ist mir alles gelungen, obwohl ich beim Kochen manchmal zweifelte, ob diese oder jene Kombination aus Zutaten wirklich gelingen und schmecken kann.Abschließend gibt es im Buch auch eine recht genaue Zuordnung verschiedenster Lebensmittel anhand der "FODMAP-Verträglichkeit". Man kann eigene, "alte" Gerichte also problemlos umgestalten.Einziger (kleiner) Nachteil des Buches ist, dass es keinerlei Nährwertangaben für die einzelnen Gerichte gibt. Das hätte ich mir für ein spezielles Ernährungsbuch gewünscht.
Wer an Reizdarm leidet und seine Ernährung umstellen möchte, für den lohnt es sich dieses Buch zu kaufen. Es hat viele gute Rezepte, nach denen ich immer wieder koche. Manche schmecken mir nicht, aber es ist auf jeden Fall ein guter Start, seine Ernährung umzustellen. Theoretischen Teil finde ich auch in Ordnung: verständlich und nicht zu kompliziert. Mehr Wissen würde mir auch nichts bringen. Seitdem ich Tipps aus dem Buch nutze, sind meine Beschwerden viel weniger geworden. Nur Menüplan finde ich etwas komisch. Nach diesem Plan zu essen, geht es meiner Meinung nach bei Berufstätigen nicht. Also musste ich meinen eigenen Plan machen.
Ich habe dieses Buch gekauft um gebündelt zu erfahren was das Fodmap Konzept ist und wie ich es umsetzte.Der Preis schien mir im Vergleich zu den anderen Büchern sehr hoch, jedoch ist zu bedenken, dass manch ein Kochbuch genauso viel kostet.Das Buch lässt sich gut lesen.48 Seiten sind über das Konzept, ab Seite 49 bis Seite 238 sind nur Rezepte.Im Anhang ist eine Lebensmitteltabelle.Es wird aber auch auf Seite 41 darauf hingewiesen, dass es die aktuellsten Daten zu den Tabellen auf der Internetseite der Monash University bzw. deren "Low FODMAP Diet App" gibt.Gliederung:Am Anfang wird auf das Konzept grob eingegangen, die Lebensmittelpyramide zur allgemeinen Ernährung vorgestellt, das Krankheitsbild des Reizdarm-Syndroms erläutertIn diesem Zuge werden einige Krankheiten genannt, die ähnliche Symptome verursachen, wie zum Beispiel "gynäkologische Krankheiten". (vgl. S.12)Hier hätte ich mir eine Erläuterung gewünscht, da gynäkologische Krankheiten doch sehr umfangreich sein können.Die folgenden Seiten über "Das Bauchhirn", die Verdauung und auch über Mikrobiotika bieten einen guten Einblick, wie unser Darm funktioniert und wie er aufgebaut ist.Unter dem Aspekt "Probiotika, Präbiotika und Nahrungsfasern" hat mich sehr gestört, dass bei Präbiotika gesagt wird, dass sie nicht zu empfehlen sind, aber überhaupt nicht darauf eingegangen wird warum sie nicht zu empfehlen sind. (S.18)Im Anschluss werden häufig gestellte Fragen knapp beantwortet.Unter anderem wird gesagt, dass Männer häufiger Stuhlgang als Frauen haben.Aber es wird wieder nicht erläutert.Danach wird dann endlich auch das Fodmap Konzept erklärt. (vgl.S. 21)Unter anderem wird gesagt, was Fodmap überhaupt heißt.Jedoch wird nirgendwo im Folgenden gesagt, was genau Disaccharide und Monosaccharide sind.Ich bin der Meinung, dass man nach dem Lesen eines solchen Buches in der Lage sein sollte anderen zu erklären, was denn genau Fodmaps sind und dafür sollte man auch die Begriffe kennen.Auf der Seite im Anschluss wird die Fodmap-arme und die Fodmap-reiche Ernährung im Bezug auf den Darm anhand eines Schaubilds gezeigt. (vgl. S 22)Allerdings sind in dem Schaubild Begriffe enthalten, die vorher noch gar nicht erläutert worden sind, wie zum Beispiel Polyole.Generell gibt es zu den Schaubild nur zwei Sätze, die das Bild beschreiben.Ich hätte mir gewünscht, dass dies etwas ausführlicher erklärt worden wäre, oder der Text darüber mehr Bezug auf die Grafik nehmen würde (z.B. in der Grafik haben wir diesen Vorgang so und so dargestellt).Danach bekommen wir einen kleinen Einblick, was Fruktose, Laktose, Polyole, usw sind.Es wird auf die Eliminationsphase eingegangen und auch die richtige Zusammenstellung der Mahlzeiten erklärt. (vgl. S. 23-26)Danach werden wieder Fragen zu Klassikern beantwortet: z.B Was ist mit Dinkel, Gluten usw.Unter der Rubrik Alkohol wird gesagt, dass Hochprozentiger Alkohol die Verdauung verlangsamt und Bier ihn ankurbelt. Hier hätte mich interessiert warum das so ist. (vgl. S.29)Danach werden Tipps zu der Eliminationspahse gegeben und es ist ein beispielhafter Wochenmenüplan für zwei Wochen ist vorzufinden. (einer auch für Vegetarier) ( vlg. S. 30-36)Danach wird wieder auf die verschiedenen Phasen der Fodmap Diät hingewiesen, es geht um Langzeiternährung usw. (S.36-40)Es wird wieder knapp auf Fragen eingegangen. (vgl. S.41-42)Bevor es zu den Rezepten geht, können wir noch ein paar Erfahrungsberichte lesen.Was diese mir aufzeigen sollen, ist mir unklar. Außerdem ist in einem ein Tippfehler.Vor den Rezepten bekommen wir noch einige Hinweise zu den Rezepten und dann geht es auch endlich los mit Kochideen.Diese sind in Frühstück, Take From Home, Einfach alltäglich, Nicht alltähglich und Süßem unterteilte.Es gibt Fodmap-arme und Fodmap-reduzierte Rezepte.Es gibt viele Bilder, es werden Tipps, Hinweise und Variationen angegeben.Hier hätte ich mir noch eine Liste gewünscht, was für Zutaten man aus den persönlich gewohnten Rezepten wie ersetzten kann.Zusammenfassung:Pro:- Übersichtlich gestaltet- guter Lesefluss- bietet einen kurz und knapp einen Einstieg- viele Rezepte, die alltagstauglich und nicht fremd sind- bietet alles für die praktische UmsetzungCon:- viele Wiederholungen- bietet nur sehr grobes Hintergrundwissen- drückt sich oft sehr ungenau aus / erläutert mir manches zu wenig- ist relativ teuerFazit:Für jeden, den es um die praktische Umsetzung von Rezepten geht, ist dies sicherlich ein tolles Buch mit dem nötigsten Hintergrundwissen!Man kann es ganz gut als "Kochbuch mit nebenbei Hintergrundwissen zur Anwendung" beschreiben.Für die, die aber auch die biologischen Hintergründe in ihren Körper verstehen wollen und sich lieber selbst ihre Rezepte zusammenstellen, ist dies nur ein netter Einstieg in das Thema mit einigen interessanten Inspirationen.