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EAN 9783100702159
Warum wir philosophieren müssen: Die Erfahrung des Denkens
Warum wir philosophieren müssen | Die Erfahrung des Denkens | Gert Scobel | Buch | 586 S. | Deutsch
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion23.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare und inspirierende Lektüre, die philosophische Gedanken auf eine sehr zugängliche Weise vermittelt und zum Nachdenken anregt. Gert Scobels Perspektive hilft wirklich dabei, die Verbindung zwischen Philosophie und unserem konkreten Leben zu verstehen.
Gert Scobel hat mit seinem Buch "Weisheit" bewiesen, wie er komplexe und komplizierte Systeme erklären kann. Dieses Buch ist sehr tief und nicht leicht zu lesen aber extrem lesenswert. Man muss Teile mehrfach lesen und man brauch Zeit und Musse.
So kann man mit einem Mann wie Scobel nicht umgehen. Wer sich dazu entschließt ein langes Buch zu schreiben, folgt immer einer heißen Grundidee. Die möchte ich zu suchen raten. Ich habe mir das Buch trotz Klopapierkritik gekauft, weil ich mich als Absolvent der esoterischen Schule Rudolf Steiners frage, wie langstilige Denker, wie Gerd Scobel es schaffen, Korriphäen wie Wolf Singer als ihr Spielkartenpüppchen zur Lenkung der öffentlichen Meinungsbildung nach ihrer begrenzten Geistesart mal eben herzuzaubern, ich dagegen als Anthroposoph auf Facebook keine Freundschaftsanfrage hinkiege. Mir ist meine Seligkeit im denkerischen Quantensprung zuwider geworden und bin mein frisches Brotsein satt. Warum muss ich ruhig sein und Gerd nicht? Das frage ich mich. Nach 33 Seiten habe ich eine Antwort. Wie kann man jungen Heißspornen ein vergilbtes Buch von 1894 zur Freiheitsfrage von Rudolf Steiner hochmanisch ans Herz legen und von höchster Wissenschaft sprechen ohne heute seinen, ihm damals unbekannten, Denkbruder Edmund Husserl zu kennen? Da muss man doch einen Knall haben. Mit fetteren Scheuklappen kann man ja gar nicht durchs Leben laufen! Was ich sagen will. Jedes Buch, aufmerksam gelesen hat seinen Wert. Man muss nur - richtig lesen können.
Gert Scobel geht in seinem Buch der Frage nach, was es mit dem Denken eigentlich auf sich hat. Er bedient sich dabei sowohl neuesten physiologischen und neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen, wirft aber auch einen Blick in die Denktraditionen des Abendlandes und – hier liegt sein zweiter, besonderer Schwerpunkt – östlicher, besonders buddhistischer Weisheitslehren. Den Leser fordert er dabei an manchen Stellen zu Selbstexperimenten auf, so zum Beispiel, wenn er ihm Anweisungen zu besonders genussvollen und aufmerksamen Essens von Schokolade gibt und ihn auffordert zu analysieren, was er dabei genau empfindet. Und natürlich wird auch versucht die Frage zu klären, was das eigentlich ist, „Philosophie“.Das Buch ist leider, leider eine Enttäuschung für mich gewesen, denn es hat mich über weite Strecken hin einfach gelangweilt. Das lag nun aber nicht daran, dass ich schon alles, was Scobel hier so schreibt, schon tausendmal vorher irgendwo anders gelesen hätte, sondern daran, dass dem Buch irgendwie das Herz fehlt. Der Autor verliert sich in einem Gestrüpp von Nebengeschichten und Abschweifungen und es gelingt ihm deshalb nicht, mich zum Wesentlichen des gewählten Themas zu führen. Das aber erwarte ich von einem populärwissenschaftlichen Werk. Scobel schreibt sozusagen zu sehr in die Breite und dabei geht dann eben die Tiefe verloren. Vielleicht rührt daher auch mein Gefühl beim Lesen des bloß Nachgeredeten, statt des vom Autor auch selbst Erfassten (das Buch ist geradezu gespickt mit zum Teil recht langen Zitaten – auch das erwarte ich so nicht in einem populärwissenschaftlichen Werk, sondern dass der Autor auch ein bisschen mehr Selbst formuliert und mir schwierige Gedanken in eigener Sprache vermittelt). Was ich dem Autor aber so gar nicht verzeihen kann, ist, dass er besonders im ersten Teil des Buches immer wieder und zuhauf philosophische Begriffe in altgriechischer Schrift und Sprache niederschreibt – auch wenn er sie dann übersetzt, möchte ich die Begriffe auch selbst „hören“ - was natürlich nur möglich ist, wenn man altgriechische Schrift auch entziffern kann. Was damit der Autor wohl dem Durchschnittsleser sagen möchte, der kein Altgriechisch beherrscht und sich durch solche „Leerstellen“ quälen muss? Schließlich fand ich, dass der Buddhismus zu ausführlich dargestellt wird, und zwar das immer noch so, dass ich mich recht wenig für ihn erwärmen konnte. Das wiegt um so schwerer, da mir der Grundgedanke des Autors, der immer mal wieder durch die ganzen Abschweifungen hindurchschimmert, nämlich dass wir uns darum bemühen sollten, Denken und Fühlen irgendwie in Einklang zu bringen, im Grunde sehr sympathisch ist.
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Letzte Aktualisierung: 13.10.2026 14:17 Uhr.