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EAN 9783150000038
Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen: Textausgabe mit Anmerkungen/Worterklärungen – Lessing, Gotthold Ephraim – Deutsch-Lektüre – 3 (Reclams Universal-Bibliothek)
Lessing, Gotthold Ephraim - Deutsch-Lektüre - 3 EAN: 9783150000038 Farbverschnitt: Generell werden die Bücher ohne Farbverschnitt geliefert, auch wenn die Abbildungen einen Farbverschnitt zeigen. Erscheinungsjahr: 2000 Produktform: Kartoniert Titel der Reihe: Reclam Universal-Bibliothek#3# Autoren: Lessing, Gotthold Ephraim Seitenzahl/Blattzahl: 172 Keyword: Schullektüre Gotthold Ephraim Lessing Nathan der Weise; Deutschunterricht Gotthold Ephraim Lessing Nathan der Weise; Sekundarstufe Gotthold Ephraim Lessing Nathan der Weise; Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing Nathan der Weise; Drama Gotth old Ephraim Lessing Nathan der Weise; Ringparabel; Weltreligionen; Literatur Epoche Aufklärung; Deutsch Abitur NRW; Deutsch Abitur Nordrhein-Westfalen; Deutsch Abitur Saarland Fachschema: Deutsche Belletristik / Dramatik, Drehbuch~Achtzehntes Jahrhundert Fachkategorie: Lyrik, Poesie, Klassische Dramen und Dramen (vor 1900) Region: Europa Zeitraum: 18. Jahrhundert (1700 bis 1799 n. Chr.) Thema: Verstehen Text Sprache: ger Verlag: Reclam Philipp Jun., Reclam, Philipp Länge: 156 mm Breite: 99 mm Höhe: 11 mm Gewicht: 94 gr Genre: Belletristik Herkunftsland: DEUTSCHLAND (DE)
Bewertungen & Erfahrungen
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6 Bewertungen
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Redaktion10.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Nathan der Weise ist ein wahrhaft ergreifendes und tiefgründiges Werk der deutschen Aufklärung, das man unbedingt lesen sollte. Die Darstellung von Toleranz und menschlicher Würde ist zeitlos und beeindruckend.
Redaktion10.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Nathan der Weise ist ein tiefgründiges und bewegendes Gedicht, das die Themen Toleranz und religiöse Gleichheit hervorragend behandelt. Die Anmerkungen zu den Worterklärungen bereichern das Verständnis des Textes sehr.
Der Jude Nathan kehrt von einer Reise zurück nach Jerusalem und erfährt, dass seine Tochter Recha von dem Tempelherrn vor einem Feuer gerettet worden ist. Nathan macht sich auf seine Suche, um ihm zu danken, doch der Tempelherr vertritt anfangs Züge des Antisemitismus und will mit Nathan nichts zu tun haben. Recha ist in den Tempelherrn verliebt, doch Nathans Gesellschafterin Daja erzählt dem Tempelherrn über die wahre Herkunft von Recha und letztendlich werden große Zusammenhänge zwischen den Figuren deutlich..."Nathan der Weise" ist natürlich ein Klassiker aus der literarischen Epoche der Aufklärung. Lessing hat dieses Werk geschrieben, um dem Fragmentstreit mit dem Pastor Goeze zu trotzen, der Lessing fortan verbot weiter frei zu schreiben und seine Arbeiten so der Zensur unterliefen. Das dramatische Gedicht ist aufgeteilt in fünf Aufzüge und die jeweiligen und teils zahlreichen Auftritte. Lessing hat noch das ursprüngliche Schema beibehalten mit Einhaltung von Zeit, Ort und Handlung, doch die Orte innerhalb eines Aufzugs wechseln von Auftritt zu Auftritt. Charakteristisch ist hier auch das Benutzen des Blankverses und der Kern des Gedichts bildet die Ringparabel, die nach der Frage der wahren Religion, also Christentum, Judentum oder Islam, um Antwort sucht und Nathan so vor der Figur des Sultans Saladin seine Frage in eine Geschichte, eine Parabel, umwandelt. Lessing verfasste dieses Werk, um sich dem Verbot für das Schreiben von religiösen Schriften zu widersetzen und vertritt also den Deismus und Humanismus, die er in diesem Werk mit der Figur des Nathan und der Geschichte allgemein zum Ausdruck bringt.Ich kann "Nathan der Weise" jedem nur ans Herz legen, ich finde die Geschichte und die Absichten dahinter noch lange nicht so staubig und trocken wie das Werk "Iphigenie auf Tauris" von Goethe, wobei ich sagen muss, dass ich Goethe als Dichter dennoch liebe, da er mich mit "Die Leiden des jungen Werther" vollends überzeugt hat. "Nathan der Weise" ist absolut nicht schwer zu lesen, zumal im Anhang vielerlei Anmerkungen und "Übersetzungen" stehen, die damalige Begriffe erklären, die im Drama vorkommen. Somit kann ich dieses klassische Werk auch Jugendlichen empfehlen und wenn man den Stoff in der Oberstufe noch dazu behandeln kann, dürfte man es als Geschenk erachten, dass einem die deutsche Literatur so nahe gelegt wird mit allen möglichen Erklärungen und Interpretationen, um das Verständnis hierfür zu erleichtern und nicht zu erschweren, und man somit dieses Meisterwerk und rebellische Arbeit gegen die Zensur damals, in literarischer Form durch Lessing, nicht als Zwang ansehen muss.~Bücher-Liebhaberin~
Nathan der WeiseWer "den Nathan" unvoreingenommen und unbelastet liest, wird ihn (und alle anderen Personen der Handlung) lieben.In Lessings Geschichte begegnen einem zwar Idealbilder von Menschen, die aber dennoch menschlich - und dadurch auf eine geradezu liebenswürdige Art glaubwürdig und symphatisch sind.Trotz der berechtigten Annahme, dass sich die erzählte Geschichte so nie zugetragen haben kann, wird dennoch ein großes Maß an Ehrlichkeit erzielt, nicht zuletzt dadurch, dass man erkennt: "Ja, so sollte es sein, so sollten Menschen miteinander umgehen" und in einem selbst wächst beim Lesen eine Sehnsucht nach solchen einerseits guten, andererseits dennoch menschlichen Idealen.Man möchte zu Saladin hingehen und ihm für seine Toleranz danken, möchte Nathan für seine Weisheit anerkennend auf die Schultern klopfen.Wenn vom "Nathan" gesprochen wird, reduziert man ihn selbst heute noch zumeist auf die Ringparabel, mit der in den letzten 2 Jahrhunderten die Lehrer ihre Schüler peinigen durften. Doch es wird Zeit, den Nathan zu entmystifizieren:Die Ringparabel ist nichts anderes, als eine Geschichte in der Geschichte, (eben über einen Ring, einen Fingerring) und nichts Geheimnisvolles oder gar schwer verständliches.Wer jedoch den ganzen Nathan aufmerksam liest, wird zugeben, sogar ganz ohne die Ringparabel wäre es zu Recht Weltliteratur!Die große Leistung Lessings ist es immer wieder, große Themen von Weltbedeutung auf eine zutiefst menschliche Ebene zu reduzieren, wodurch es m.E. überhaupt erst möglich wird, sich solchen Themen nutzbringend zu nähern. Lessing will Menschen nachdenklich machen aber er tut das - fast augenzwinkernd - auf eine Weise, dass man in ihm keinen Schulmeister mit dem drohenden Zeigefinger sieht, sondern er liefert uns eine Geschichte, die in uns Schlussfolgerungen für unsere eigene Denk- und Handlungsweise erzeugt. Wer Lessing mit Herz und Verstand liest, kann am Ende gar nicht anders, als ihm zustimmen.Auch "Nathan, der Weise" sollte Schul-Pflichtlektüre in allen Ländern der Erde sein.
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Letzte Aktualisierung: 07.10.2026 18:17 Uhr.