Oliver Twist oder Der Werdegang eines Jungen aus dem Armenhaus (Reclam Taschenbuch)
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Lesen & Literatur EAN 9783150206317

Oliver Twist oder Der Werdegang eines Jungen aus dem Armenhaus (Reclam Taschenbuch)

Hersteller: Reclam Philipp Jun.  ·  MPN: 1185857
3,6/5,0 (5 Bewertungen)
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Produktfakten auf einen Blick

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Reclam Philipp Jun.
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Produktbeschreibung

Oliver Twist oder Der Werdegang eines Jungen aus dem Armenhaus | Charles Dickens | Taschenbuch

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 14.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Als klassisches Werk bietet der Roman interessante Einblicke in die soziale Ungerechtigkeit der damaligen Zeit, wenngleich die Erzählweise für manche Leser etwas schwerfällig ist. Die Geschichte selbst ist tiefgründig, aber die Umsetzung könnte moderner sein.
Redaktion 14.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Der Klassiker ist inhaltlich sehr tiefgründig, aber die Darstellung der Kindheit ist für manche Leser etwas zu düster. Die Reclam-Ausgabe ist zwar historisch wertvoll, bietet aber nicht die moderne Lesbarkeit.
Redaktion 14.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Klassiker
Shlomo-One 21.05.2024 amazon.de
Axel Monte hat den Roman neu übersetzt, und, er hat es richtig gut gemacht. Frisch, dramatisch, drehbuchhaft, und sehr angelsächsisch. Wo vormalige deutsche Übersetzungen hilflos hinter der Eleganz der Dickensschen Formulierungen zurückbleiben und diese in gestelzte, um Witzigkeit bemühte Ungetümer verwandelten (teilweise mit gräßlichem bayerischem Dialekt?!), stellt sich die neue, zeitlos anmutende Übersetzung als äußerst lesbar - mit großem Suchtfaktor - und doch authentisch dar.Zur Story: Oliver wird im Armenhaus einer englischen Kleinstadt geboren, der Vater ist unbekannt, die Mutter stirbt unmittelbar nach der Geburt, nachdem sie Ihr Kind noch einmal gesehen hat. Olivers Kindheit ist, vorsichtig formuliert, trostlos. Er flieht mit 9 Jahren aus Armenhaus nach London, gerät in eine Bande jugendlicher Taschendiebe und fällt dem Hehler Fagin in die Hände, der ihn zum Dieb ausbilden will. Nach zahlreichen Verwicklungen wird schließlich Olivers Identität geklärt und es kommt zum Happy End.Für mich persönlich kaum lesbar sind die ausführlich geschilderten Exzesse körperlicher und amtlich ausgeübter Gewalt an Kindern in den etwa ersten 150 Seiten sowie die Selbstgerechtigkeit, Häme, korrupte Gewissenlosigkeit und der Sadismus der die Kinder in den Armen - und Waisenhäusern befehligenden Amtspersonen gegen Ihre Schutzbefohlenen, für den "sensitive reader" schwere Kost. Dickens schildert - wie immer meisterhaft - Spielarten und Subtypen aggressiven Verhaltens, ein leider glaubwürdiges Zeugnis der Gefühlskälte und des perversen Machtbewußtseins der Verantwortlichen. Vermuteter Wahrheitsgehalt: 100%.Mit 14 habe ich dieses Buch nicht verstanden, jetzt, 20 Jahre später, verstören mich die abstoßenden Gemeinheiten, die sich selbst unterhaltende Spirale von Gewalt, Schmutz und Elend und die düstere, trostlose Umwelt, in der sterbende, zur Rede kaum noch fähige, endlos lange gequälte Kinder als "verstockt und verderbt" angeschrien und geprügelt werden. Heutzutage würde man es Folter nennen. Demgegenüber steht eines der wirkungsvollsten Stilmittel von Dickens: die entwaffnende, fast schon besänftigende Ironie, mit der die Bösen und Schlechten beschrieben werden und der meisterhafte, unerreichte Spannungsbogen, den Dickens von Kapitel zu Kapitel dem Leser schenkt. Oliver Twist kann, auch wenn man keinen Urlaub hat und nicht arbeitslos ist, zügig in einer Woche durchgelesen werden.Etwas überzeichnet und wirklichskeitsfremd geschildert ist die Welt der Ganoven, der kleinen Verbrecher, die nur wenige Jahre älter als Oliver sind, aber nicht ein einziger läßt sich sich herab, sich mit ihm anzufreunden oder zu solidarisieren, andererseits: Wer der Unterste und Kleinste in einer Reihe von unterdrückten und abhängigen Kindern ist, warum sollte man sich an ihm nicht auslassen?Die von manchen Rezensenten bemängelte Passivität Olivers (die erlernte Hilflosigkeit eines misshandelten Kindes) und die Kritik an der plötzlichen, nach all dem Schrecken naturgemäß fast unglaubwürdige Wendung zum Guten kann ich nicht nachvollziehen, welches alternative Ende ist denn stattdessen vorstellbar? Ein Ende mit Olivers Tod wäre doch allzu frustrierend gewesen, oder? Glücklicherweise wendet sich alles zum Guten.Der Eindruck hingegen, das Dickens in seinen Schilderungen der Armenwelt des 19. Jahrhunderts mutmasslich nicht übertrieben hat, hinterlässt natürlich einen sehr bitteren Nachgeschmack an diesem ansonsten wundervollen Buch.
callisto 21.05.2024 amazon.de
Ich habe das Buch vor ca. 10 Jahren schon einmal gelesen und meine Meinung hat sich nicht geändert. Ich habe immer noch Probleme mit der Story, den Protagonisten und überhaupt der Weltsicht, die hier teilweise vermittelt wird.1. Willst Du ein gehorsamen, perfektes, höfliches, frommes Kind, dann gib ihm keine Liebe, misshandel es, lass es hungern (OK, das verlängert das Leben, wenn man konstant die Kalorienzufuhr kontrolliert, sieht man in Japan), schlag es.2. Die Gene bestimmen den Charakter. Ein Kind "edler" Herkunft erkennt man sofort an seinem Aussehen (Naja, anchestry loss halt, bzw. Inzucht, einen Habsburger hat man wirklich sofort erkannt), und auch schlimmste Bedingungen können ein so edles Wesen nicht unkenntlich machen. Wer somit in der Gosse lebt und schlechte Dinge tut, tja, das liegt wohl an den Genen.OK, das Buch hat durchaus auch fortschrittliche Aspekte:Uneheliche Beziehungen und uneheliche Kinder werden hier rehabilitiert und akzeptiert, zumindest von den Hauptpersonen.Was Fagin angeht, für mich ist er nicht der Bösewicht, als den viele ihn ansehen. Ohne hin, wäre Oliver in den Straßen Londons alleine umgekommen. Er hat den Jungen gerettet und zum Teil seiner Bande gemacht. Fagin tut vieles, um die Mitglieder seiner Crew zu schützen. Ja, er ist ein Verbrecher, aber er ist für seine Leute da und ganz ehrlich, was für eine Wahl haben diese Leuten denn?Die Figuren sind zweidimensionale Archetypen, besonders Oliver ist eine männliche Marina (Shakespeare- Pericles). Marina ist so super rein, dass sie, als sie als Sexarbeiterin arbeiten soll, die Freier zum Zölibat überredet. So auch das Straßenkind Oliver, so rein, dass selbst Einbrüche in seiner Gegenwart schieflaufen. Er zieht das Gute magisch an.Die Verkettung der Zufälle und der Personenkonstellationen sind.... extrem. Autoren sagen ja häufig, dass manche Dinge aus dem RL so unwahrscheinlich sind, dass sie einem keiner glauben würde. Man könnte also argumentieren, dass gerade diese Häufung von Verkettungen das Ganze schon wieder realistisch macht. Mir ist das aber zu viel Zufall, zu konstruiert, das kann man nicht mal mit Quantenverschränkung erklären. Obwohl, damals waren die Menschen viel weniger mobil und es gab auch viel weniger Menschen, solche Konstellationen waren also durchaus wahrscheinlicher als sie heute wären.Ich mag das Buch nicht. Das liegt einfach ein dem kleinen Mr. Perfekt, der mir mit seinem sensiblen Werterhgehabe extrem auf die Nerven geht. Wegen jedem Sch... fällt er in ohnmacht oder fängt an zu beten! Hallo, der ist 9, ein Grundschüler, so verhält sich kein normales Kind. Und wenn doch, dann wird es zum Gespött der Gleichaltrigen.Auch diese Racheaktionen zum Schluss. Warum nicht Transportation für Fagin?
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