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Sanctuaries are political spaces. Particularly in regions heavily affected by environmental destruction and historical violence, sanctuaries function as sites of social selection, where access to safety and rescue is not arbitrary but guided by economic and political considerations. The calculation of emergency lay-bys on highways, the authorization of industrial and military infrastructures, or the recognition of victim status and need for protection all follow a logic of survival and letting die. In this essay, Laurin Mackowitz examines sanctuaries as border spaces in which social inequality , ecological destruction, and historical violence intersect with a politics of withdrawal and immunization. Drawing on historical, literary, and contemporary sites of refuge, the essay demonstrates the spatial configurations in which threat and retreat, fear and security, victimhood and refuge mutually reinforce one another against the horizon of social and ecological crises. At the same time, the essay shows that sanctuaries may also be understood as utopian remnants before a dystopian horizon and be conceived as sites of reflection, reconciliation, solidarity, or resistance.; Zufluchtsorte sind politische Räume. Besonders in Gebieten, die stark von Umweltzerstörung und historischer Gewalt betroffen sind, sind Zufluchtsorte Schauplätze sozialer Selektion, wobei der Zugang zu Sicherheit und Rettung nicht willkürlich, sondern von wirtschaftlichen und politischen Überlegungen geleitet ist. Die Kalkulation von Pannenbuchten auf Autobahnen, die Genehmigung von industriellen und militärischen Infrastrukturen oder die Anerkennung von Opferstatus und Schutzbedürftigkeit gehorchen einer Logik des Überlebens und Sterbenlassens. In diesem Essay untersucht Laurin Mackowitz Zufluchtsorte als Grenzräume, in denen soziale Ungleichheit, ökologische Zerstörung und historische Gewalt sich mit einer Politik des Rückzugs und der Immunisierung verknüpfen. Anhand von historischen, literarischen und zeitgenössischen Schauplätzen zeigt der Essay, in welchen Räumen sich Bedrohung und Rückzug, Angst und Sicherheit, Opferrolle und Zuflucht vor dem Horizont gesellschaftlicher und ökologischer Krisen gegenseitig verstärken. Gleichzeitig wird gezeigt, dass Zufluchtsorte als Orte der Reflexion, der Versöhnung, der Solidarität oder des Widerstands konzipiert werden und inwieweit Zufluchtsorte auch als utopische Reste inmitten dystopischer Verhältnisse verstanden werden können.
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Letzte Aktualisierung: 21.10.2026 14:29 Uhr.