Mein zwanzigstes Jahrhundert - Ludwig Marcuse Taschenbuch
Bildquelle: preigu.de

Preisverlauf (90 Tage)

Tiefstpreis: 15,00 € Trend
Stabile Preise
Der Trend beruht auf den letzten 14 Tagen des Preisverlaufs und ist keine Vorhersage. Gezeigt wird je Tag der niedrigste Preis aller bei uns gelisteten Shops — Angebote, die wir nicht erfassen, sind nicht enthalten.
Browser-Benachrichtigung bei PreissenkungWir melden uns, sobald es günstiger wird als heute (15,00 €) — höchstens einmal am Tag. Ohne E-Mail, ohne Konto, jederzeit abbestellbar. Amazon-Angebote sind ausgenommen. Datenschutz
Hinweis: Amazon-Preise sind in der Preisverfolgung bzw. im Preisverlaufsgraphen nicht enthalten. Wir versenden keine Benachrichtigungen zu Produkten über Amazon.
Bücher EAN 9783257201925

Mein zwanzigstes Jahrhundert - Ludwig Marcuse Taschenbuch

Hersteller: Diogenes  ·  MPN: 562/20192
3,5/5,0 (2 Bewertungen)
Günstigster Preis
15,00 €
inkl. MwSt.
Verfügbar bei buchserien.de Versand: k.A.
Bei 2 Anbietern im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 17.10.2026 10:15 Uhr
Bei buchserien.de kaufen — 15,00 € Verfügbar · inkl. MwSt. · Versand k.A. Alle 2 Angebote vergleichen ↓

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Diogenes
EAN
9783257201925
Hersteller-Artikelnr.
562/20192
Kategorie
Bücher
Ø Bewertung
3,5 / 5,0 (2 Bewertungen)
Günstigster Preis
15,00 € (buchserien.de)
Anbieter im Vergleich
2 Shops

Produktbeschreibung

Mein zwanzigstes Jahrhundert | Auf dem Weg zu einer Autobiographie | Ludwig Marcuse | Taschenbuch

Bewertungen & Erfahrungen

3,5 von 5,0
2 Bewertungen
5 ★ 1
4 ★ 0
3 ★ 0
2 ★ 1
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

euripides50 03.03.2024 amazon.de
Zuerst ein Witz. Als Student habe ich mich immer gewundert, warum Herbert Marcuse manchmal mit seinem zweiten Vornamen als Ludwig zitiert wird. Es dauerte etwas, bis ich bemerkte, dass es sich um zwei Personen handelte und dass es durchaus möglich ist, den gleichen Nachnamen zu haben. sich aber in seinen Geisteshaltungen diametral voneinander zu unterscheiden. Ein größerer Gegensatz als der zwischen dem neonmarxistisch-freudianischen Betonkopf Herbert Marcuse und dem freien Geist Ludwig Marcuse ist kaum vorstellbar. Das merkte ich aber erst, als ich schon etwas älter war.Die vorliegende Autobiographie von Ludwig Marcuse liest man ohnehin besser in fortgeschrittenem Alter, weil viele der Einsichten, die sie formuliert, dem juvenilen Tunnelblick stark wiederstreben werden. Gerade weil Ludwig Marcuse ein Mann des Maßes und des Abwägens war, weil er im Theater sowohl Ludwig Feuchtwanger wie Otto Strasser grüßte, hat er sein Leben lang zwischen allen Stühlen gesessen. Als einflussreicher liberaler jüdischer Theaterkritiker hat er 1933 bei der Machtergreifung der Nazis Deutschland verlassen müssen, als hofierter Staatsgast der totalitären Sowjetunion ließ er sich aber anders anders als Andre Gide und Heinrich Mann nicht so leicht blenden. Als Emigrant in Sanary sur Mer und in Kaliforniern beobachtete er die führenden Gestalten der Emigrantenkultur mit scharfem, unbestechlichem Blick. Und am Beispiel Brechts lernte er schnell etwas, was man den leisten Intellektuellen ins Stammbuch schreiben sollte. Gerade die, die ständig von der Moral palavern, mögen es gar nicht, sie am eignen Anspruch zu messenAber wenn die Ideologien, die rechtstotalitären wie die linkstotalitären, die Menschen, die ihnen folgen, notwendig deformieren - woran sollte man sich halten? Marcuse antwortet: an die Personen, an die Vorbilder, die ihre Prinzipien mit dem eigenen Leben beglaubigt. In dieser Hinsicht war Carl von Ossietzky, dem das Buch ein liebevolles Portrait widmet, für Ludwig Marcuse ein echtes Vorbild. Auf der anderen Seite gilt aber auch: "Nichts ist wichtiger als die Einsicht, wieviel Unfrieden von Pazifisten ausgehen kann" (S.136). Und an einer anderen Stelle heißt es. "Friede, das ist vielleicht der stärkste Köder, mit dem ein Angreifer sein auserkorenes Opfer fangen kann."(S.163) Was denn nun? Ossietzky oder der tätige Widerstand? Antwort: mal so, mal so, denn die Wahrheit chargiert, verbirgt sich tarnt sich mit ihrem Gegenteil und residiert auf keinen Fall immer auf der Seiten des Mainstreams. In dieser Hinsicht fand ich bemerkenswert, was Marcuse am Ende seines Buches über den „Mut“ schreibt. Luther war demnach in Worms gar nicht so mutig, denn über ihn hielten die mächtigen deutschen Fürsten schützend ihre Hand. Mutig ist dagegen nur der, der allein steht und seine Meinungen trotzdem artikuliert. "Unter liberalen Pazifisten hat man Mut, wenn man für Krieg nicht nur Generäle und Waffenfabrikanten verantwortlich macht", schreibt Marcuse und: "Unter Marxisten hat man Mut, wenn man Dialektik nicht für göttlich hält." (S.387) Unter heutigen Bedingungen könnte man hinzufügen: Unter Zeitgeistprotestanten beweist der Pfarrer Mut, der im Zusammenhang mit der Islamdebatte daran erinnert, dass es für einen Christen nur über Jesus den Weg zur Erlösung gibt, denn er wird von seinen Kollegen mit einer Anzeige wegen –Volksverhetzung gemobbt.Vielleicht ist die tastende Suche nach der Wahrhaftigkeit, an der Ludwig Marcuse den Leser über fast vierhundert Seiten teilhaben lässt, der kostbarste Ertrag des vorliegenden Buches. Dass es, wie immer bei Ludwig Marcuse, in einem geschliffenen Stil geschrieben ist, setzt diesem kleinen literarischen Juwel die Krone auf. Und das umfangreiche Personenregister am Ende des Buches macht „Mein zwanzigstes Jahrhundert“ endgültig zu einer Kulturgeschiche der ganz besonderen Art.
Gerald Mackenthun 03.03.2024 amazon.de
Ludwig Marcuse (1894-1971) war deutscher Philosoph und Schriftsteller, der von den Nazis vertrieben längere Zeit in den USA verbrachte. Ihn zeichnet ein breites literarisches, philosophisches und politisches Interesse aus und er war mit wichtigen Personen des Kulturlebens bekannt. In seinem literarischen Schaffen orientierte er sich hauptsächlich an den Schriftstellern des 19. Jahrhunderts sowie den Expressionisten des 20. Jahrhunderts. Daraus resultierten beispielsweise seine Publikationen über Ludwig Börne, Heinrich Heine, August Strindberg und Georg Büchner. Weiterhin veröffentlichte er zwei Autobiografien, von denen dies eine ist.Man sollte meinen, dass er Interessantes zu erzählen hat. Doch leider ist seine Sprache und sein Stil dazu völlig ungeeignet. Sein Charakter ist offenbar stark von einem Narzissmus geprägt, der es ihm nicht erlaubt, den Leser sozusagen an die Hand zu nehmen, um ihn durch seine Erlebnis- und Gedankenwelt zu führen. Stattdessen drückt er sich umständlich aus, lässt wichtige Informationen beiseite und setzt offenbar Kenntnisse zu seinem eigenen Lebensweg beim Leser voraus. Wer diese nicht hat, bleibt verwirrt zurück. Darüber hinaus ist auch sein Schreibstil unbeholfenen und eigenwillig. Oftmals erschließt sich der Sinn schon allein des Satzbaus wegen nicht. Man spürt die Sucht, originell zu sein. Marcuse mag ein interessanter und wichtiger Zeitgenosse sein, die Lektüre seiner Autobiografie kann ich nicht empfehlen.
Preisvergleich
2 Angebote gefunden
1
buchserien.de
Verfügbar Versand: k.A.
Aktualisiert: 17.10.2026 10:14 Uhr
15,00 €
inkl. MwSt.
Zum Angebot
2
preigu.de
Verfügbar Versand: k.A. 1-2 Werktage
Aktualisiert: 17.10.2026 10:15 Uhr
15,00 €
inkl. MwSt.
Zum Shop

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Letzte Aktualisierung: 17.10.2026 10:15 Uhr.

Weitere Produkte von Diogenes
Weitere Produkte in „Bücher“
Alle in Kategorie →