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EAN 9783311300328
Der letzte Zug nach Schottland (Ein Fall für Alan Grant)
Inspector Alan Grant von Scotland Yard reist mit dem Zug nach Schottland. Gemeinsam mit einem alten Schulkameraden will er in den Highlands eine Auszeit nehmen, die herrliche Landschaft genießen und sich von der, im Wortlaut seines Arztes, 'Überarbeitung' erholen. Kurz vor der Ankunft beobachtet Grant, wie es dem Schaffner im Abteil nebenan nicht gelingen will, einen Mitreisenden zu wecken - der Mann ist tot! Fast freut sich Grant ein bisschen, einmal nicht zuständig zu sein. Doch beim ersten Frühstück im Hotel fällt ihm eine Zeitung in die Hände, die er im Zug eingesteckt haben muss und die o ffenbar dem Toten gehörte. Ein rätselhaftes Gedicht, zwischen die Meldungen gekritzelt, weckt Grants detektivisches Interesse. Ob sich anhand der Handschrift und der merkwürdigen Verse etwas über die Identität des Mannes herausfinden lässt? Was als munterer Zeitvertreib beginnt, wird allmählich zu einer umfassenden Ermittlung, bei der Grant nicht nur das Gedicht entschlüsselt, sondern schließlich auch die Wahrheit über den Mord aufdeckt. EAN: 9783311300328 Farbverschnitt: Generell werden die Bücher ohne Farbverschnitt geliefert, auch wenn die Abbildungen einen Farbverschnitt zeigen. Erscheinungsjahr: 27.07.2023 Produktform: Leinen, Gebunden Titel der Reihe: Ein Fall für Alan Grant## Autoren: Tey, Josephine Übersetzung: Allié, Manfred Seitenzahl/Blattzahl: 336 Keyword: Scotland Yard; Alan Grant; Highlands; Agatha Christie; Mord im Orientexpress; Queen of Crime Fachschema: Englische Belletristik / Kriminalroman~Schottland / Roman, Erzählung~Schottland Fachkategorie: Thriller / Spannung, Kriminalromane und Mystery Region: Schottland Thema: Entspannen, Nervenkitzeln Text Sprache: ger Originalsprache: eng Verlag: Oktopus, OKTOPUS by Kampa Länge: 189 mm Breite: 122 mm Höhe: 32 mm Gewicht: 398 gr Genre: Belletristik Autor: 9783311300359 Herkunftsland: DEUTSCHLAND (DE)
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion21.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein charmantes und atmosphärisches Buch, das die Reise nach Schottland sehr lebendig darstellt. Die Geschichte ist spannend und gut geschrieben, allerdings sind einige Details etwas vage.
Alan Grants Chef Bryce hatte ihn darin bestätigt, nach seinem psychischen Zusammenbruch einige Wochen in Schottland beim Angeln zu verbringen. Der Londoner Ermittler liebt die Gegend um Clune südlich von Inverness und hat beste Beziehungen, weil seine Cousine Laura dort mit Mann und Sohn lebt und ihn aufnehmen wird. Laura ist mit Alans Jugendfreund verheiratet und versucht bei jedem Besuch, Alan zu verkuppeln. Sein jüngerer Cousin (Neffe?) vergöttert ihn, so dass dem gemeinsamen Angelabenteuer im Turlie nichts entgegensteht. Als Leser könnte man sich an diesem Punkt bereits wundern, wie selbstverständlich und verständnisvoll alle Beteiligten mit Alans Psychischer Erkrankung umgehen – in einer Handlung, die vor 1952 spielt. Ob Laura Kriegsversehrte betreut hat oder früher in der Psychiatrie gearbeitet? Dass Alan sich so zurückhaltend und häppchenweise zu seiner Situation äußert, heizte für mich die Spannung in Josephine Teys 6. Band der Alan-Grant-Serie gehörig an. Ich befürchtete, dass er mindestens auf dem Weg in eine psychiatrische Klinik oder zum Antritt einer Haftstrafe unterwegs war …Kurz vor Ankunft des „Flying Highlanders“ am Ziel wird jedoch in einem Erster-Klasse-Abteil ein Toter gefunden, der etwas zu zügig von Angehörigen in Frankreich als der Mechaniker Charles Martin identifiziert wird. Grant hat vom Fundort des Toten unbewusst eine Zeitung mitgenommen, auf die jemand handschriftlich einen Gedichtanfang vom „singenden Sand“ gekritzelt hat. Der Fall und die Textzeile lassen den Urlauber nicht wieder los, der inzwischen nicht mehr verbergen kann, dass er bei der Army „gedient“ hat und in der Gegenwart als Inspector bei Scotland Yard arbeitet. Mit „einem Verstand wie eine Rechenmaschine“ und dem Talent, seine Gedanken fließen zu lassen, gibt er den idealen Ermittler. Grant erhält Rückenwind, als sich auf seine Kleinanzeige hin ein alter Freund des Toten meldet – nur hat der ihn unter einem anderen Namen gekannt. Beide fühlen sich verpflichtet, dessen Schicksal aufzuklären, indem sie der Frage nachgehen, warum er nach Schottland reiste und wer von seinem Tod profitieren würde. Alans Beschäftigung mit dem Singenden Sand wird bald zur Obsession, führt jedoch noch lange nicht zur Lösung des Falls.FazitMit Alan Grant hat Josephine Tey bereits in den 50ern des vorigen Jahrhunderts den Typ des psychisch belasteten einzelgängerischen Ermittlers geschaffen, im Gegensatz zu den bis dahin im Kriminalroman gewohnten selbstbewussten wie effektiven Star-Ermittlern. Zu einer Zeit, als man täglich noch mehrere Zeitungen las, Leserbriefe an die Zeitung schrieb, wie anonyme Mitteilungen an die Polizei, dauerten Grants Ermittlungen allein deshalb ihre Zeit, weil er das Kursbuch wälzen und sich per Eisenbahn und Fähre auf den Weg zu Zeugen begeben musste.Über Grant wird vieles nur angedeutet, das man sich beim Lesen selbst zusammenreimen muss. In ihrem aufschlussreichen Nachwort erläutert Val MacDermid, dass sie selbst von Tey gelernt habe, über den reinen Kriminalfall hinaus im Krimi Einstellungen und Entwicklungen anzudeuten, an denen ihr liegt. Das Verhältnis zwischen Alan, Laura und Tommy können als Beispiel für ungewohnte Rollenmuster stehen, die Figur der verwitweten Zoe, wie auch Beziehungen zwischen weiteren Figuren, die in den 50ern höchst ungewöhnlich gewesen sein müssen. Josephine Teys Krimiserie kann als Meilenstein in der Kriminalliteratur gesehen werden. Mit Val MacDermids Interpretation im Ohr eine ungewöhnliche Zeitreise in die 40er und 50er Jahre.Die Ausgabe1952 im Original erschienen, deutsch bei Dumont 1988 und 2000 als „Der singende Sand“Dieser 6. Band ist der 3. neu bei Oktopus erschienene.
Alan Grant ist Inspector bei Scotland Yard, und er leidet wegen chronischer Überarbeitung an Panikattacken. Da hilft nur eines: raus aufs Land, ins beschauliche Schottland, wo seine Verwandten als Schafzüchter leben und wo er seiner Leidenschaft fürs Angeln in klaren Gebirgsbächen nachgehen kann.Das Landleben bekommt ihm, die Landschaft lässt ihn zur Ruhe kommen, und als auch noch eine verwitwete Gräfin auftaucht und ihn Amors Pfeil streift, überlegt er sogar, den Dienst zu quittieren und auf immer in diesem gesunden Landstrich zu bleiben.Wie gut, dass ihm ein Mord dazwischenkommt! Alan Grant muss keine Sekunde überlegen, die Prioritäten sind eindeutig, und er macht sich an die Arbeit. Dabei begegnet er ausgesprochen skurrilen Charakteren, die die Autorin mit nur wenigen Pinselstrichen liebevoll-ironisch skizziert. Ein besonders liebenswerter Charakter ist ihr mit dem kleinen Patrick gelungen, ein eigenwilliger und doch einnehmender kleiner Junge. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn sie über die schottische Geschichte, das Essen auf den Hebriden und andere Eigentümlichkeiten schreibt.Ein großes Vergnügen ist die wohltuend klare Sprache der Autorin. Ihre Landschaftsbeschreibungen sind frei von jedem Kitsch und auch nicht langatmig, aber trotzdem entstehen im inneren Auge des Lesers Bilder der herben Landschaft auf den Hebriden und der schottischen Highlands. Ihr schwarzer Humor in Verbindung mit dezent-ironischen Formulierungen machen das Lesen zu einem Vergnügen.Alan Grant ist einer der Ermittler, die ihre Fälle mit Überlegungen und Schlussfolgerungen lösen. So findet er auch den Bösewicht, aber leider fehlen die Beweise. Und daher greift die Autorin zu dem unschönen Kunstgriff und lässt den Bösewicht seine Taten und seine Motive selber erklären. Schade, dass der Autorin keine andere Möglichkeit eingefallen ist.Trotzdem: ein Wohlfühlbuch!
Englische Romane und englische Krimis gehören zu meiner absoluten Lieblingslektüre.Meine Favoriten bei den Kriminalromanen sind mit Abstand Dorothy Sayers und dann Agatha Christie.Der letzte Zug nach Schottland ist der erste Roman von Josephine Tey den ich lese und ich war , wegen der allgemein guten Bewertung, sehr gespannt darauf.Leider wuden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.An der durchaus guten Geschichte und auch an dem symphatischen Inspektor Grant liegt es nicht sondern eher an den doch sehr starken Vorurteilen der Autorin.Über die Hebriden und vor allem deren Bevölkerung schreibt sie mit ausgesprochener Verachtung.Anders kann man es nicht ausdrücken. Die Menschen dort sind zu allem zu dumm. Zum Feuer machen, zum Kochen, zum Backen, ja sogar zum Singen sind sie noch zu dumm.Lillian Beckwith, eine englische Autorin, die jahrelang auf den Hebriden lebte und über diese und die Menschen dort schrieb, ( ungefähr zur gleichen Zeit in der dieser Roman geschrieben wurde) tat das aber immer mit Respekt und nicht mit einer solchen Verachtung.Auch die Behauptung dass es keinerlei Unterschied im gegenseitigen Respekt zwischen dem Adel und der restlichen Bevölkerung gäbe und nur der Mittelstand untereinander Vorurteile hege, halte ich doch für etwas unglaubwürdig.Den Piloten der OCAL bescheinigt Josephine Tey zwar dass sie als Piloten die Besten sein müssen um dort zu arbeiten, aber ansonsten sind sie durch die Bank eher unterbelichtet, was sie in der Person des Tad Cullen sehr deutlich macht. Diese ist zwar liebenswürdig und nett aber abgesehen davon doch eher ziemlich dumm.Fazit: Eine recht gute Krimiautorin die allerdings bis zur Halskrause durch Vorurteile geprägt wurde.Die Beurteilung durch Val McDermid im Nachwort finde ich zu positiv. Nicht nur aus den genannten Gründen.
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