****REZENSIONSEXEMPLAR****Inhalt:Wir beginnen die Geschichte mit Oliver, der am Dellecher Collgege (Shakespeare-) Schauspiel studiert. Wir begleiten ihn und die anderen 6 SchülerInnen seines Jahrgangs durch das vierte Jahr. Doch ist es schwer, die eingefleischten Rollen nur auf der Bühne zu lassen und so verschmelzen sie privat auch schon fast mit ihnen. Doch welches Drama kommt ohne Tode aus? So finden auch sie einen ihrer Freunde tot im See wieder. Was nun? Können die anderen weiterhin in ihrer Rolle bleiben oder drohen die Geheimnisse die Found Family zu zerbrechen?Meine Meinung:Wo soll ich beginnen? Es ist mit glaube ich noch nie so schwergefallen, eine Rezension zu verfassen. Das Buch ist einfach so großartig, so vielschichtig, dass ich Angst habe, meine Worte könnten nicht ausreichen. Und wahrscheinlich werden sie dem Buch auch nicht mal ansatzweise gerecht.Es liest sich gleichzeitig wie ein Roman und wie ein Theaterstück und das auf die perfekteste Art und Weise. So ist die Geschichte auch in Akten und Szenen aufgeteilt. Zu Beginn jedes Aktes erleben wir Oliver in seinen 30ern, der wegen Mordes an einem seiner Freunde im Gefängnis sitzt, herauskommt und seine Geschichte in den folgenden Szenen erzählt. Es ist Dark Academia meets Murder Mystery. Denn so wie die Geschichte startet ist man sich eigentlich ziemlich sicher, dass Oliver unschuldig ist. Wir versuchen herauszufinden, wer es war, ob Oliver wirklich schuldig ist und wer eigentlich stirbt. Doch die Geschichte hat so einen extrem gut gemachten Fokus auf die Freundesgruppe, dass man schnell vergisst, dass dies eigentlich das Ziel ist. Man fiebert mit den Charakteren mit. Hofft und bangt, doch immer wieder nagt die Erkenntnis an einem, dass ein Mord geschieht und was es wohl damit auf sich hat. Die Charaktere sind extrem gut ausgearbeitet. Man fühlt sich schon fast wie ein Teil der Gruppe, so nah kommt man jedem einzelnen von ihnen. Wir lernen die Hintergrundgeschichten kennen, die Ziele und Träume, die Liebschaften und Geheimnisse, die jeder einzelne von ihnen in sich trägt. Wir sehen die Probleme, Rollen wieder abschütteln zu können, was die akademische Welt für Auswirkungen hat und haben einen großen Einblick in die Welt des Theaters, vor allem Shakespeare betreffend. Die Freunde spielen und studieren Shakespeare nicht nur, sie leben und atmen Shakespeare. Sie verschmelzen mit den Rollen und finden sich in ihrem eigenen kleinen Drama wieder. Wenn man Shakespeare mag, wird man dieses Buch lieben. Die Charaktere unterhalten sich teilweise in Zitaten miteinander. Man fühlt regelrecht die ganze aufgesetzte Art der Gruppe, ohne dass das Buch aufgesetzt wirkt. Die Autorin ist so wortgewandt und man merkt, dass sie die Dramen und das Theater versteht und selbst Teil der Welt des Theaters war.Besonders beeindruckend war, wie die eingefleischte Freundesgruppe, die wie Familie für einander war, langsam Risse bekommt. Wie die Geheimnisse jedes einzelnen langsam durchsickern und die Dynamik der Gruppe, die sich nach und nach verändert.Das Ende hat mich zerstört. Die letzten paar Seiten waren einfach nur… wow. Ich möchte gleichzeitig mehr haben, MUSS mehr haben. Andererseits weiß ich, dass das Ende Perfektion war und das Ende bleiben muss.Fazit:Wenn ihr Shakespeare und Dark Academia mögt, dann lest es! Es ist zu meinem Lieblingsbuch geworden und ich kann es kaum erwarten, es erneut zu lesen!