Das Buch "Der Astrologe - eine gänzlich unwahre Geschichte" von JGH Hoppmann hat mir sehr gefallen. Es ist ein spannendes Buch, welches seine Spannung bis zum Ende hält. Die Geschichte ist nicht nur etwas für astrologisch interessierte Leser, sondern auch für all diejenigen, welche ein fesselndes, unterhaltsames Buch lesen möchten. Die Kombination von Astrologie und Triller kannte ich bis jetzt noch nicht, empfand aber beim Lesen die Mischung als gelungen.In der Geschichte geht es um die Liebe zwischen Evi und Max, um rätselhafte Morde durch Giftbriefe, um ein Planetenfest und um den Astrologen Scultetus und die Astrologie. Außerdem geht es um eine Reise von Scultetus und Max, seinem Bodyguard, durch Europa und Nordafrika und um das Lösen von Geheimnissen. Am Anfang der Geschichte verstehen Max und Evi noch kaum etwas von Astrologie, am Ende wissen sie schon etwas mehr davon.Gut fand ich auch in diesem Buch, wie sich die Menschen selbst entlarven, was man über sie so erfährt und wie sie sind. Sehr berührend fand ich die Textstellen zu Evis Uromi.Ich fand auch gut, wie aus wenigen unterschiedlichen Menschenansammlungen bedrohliche Szenen entwickelt worden sind und wie diese Szenen wieder aufgelöst wurden. Auch wie eine solche Entgleisung von Menschen in dieser Geschichte von offizieller Seite verharmlost wurde, als ob sie gar nicht stattgefunden hätte. Es geht in diesem Buch also auch um die Manipulation von Menschen und Menschengruppen. Im Verlauf dieses Romans erfährt man von Scultetus auch einiges über wichtige Persönlichkeiten in der Geschichte der Astrologie. Diese Informationen werden während der Geschichte immer mal mit eingestreut.Ein wichtiges Zitat aus diesem Buch lautet für mich: "Ein echter Astrologe strebt nach Wahrheit, zeigt dem Klienten Berufung und Lebensaufgabe ... Wofür ein Mensch im Grunde gemeint, weshalb er hier auf Erden ist!" Dieses Zitat zeigt zum Beispiel, welche Aufgaben ein Astrologe im Sinne des Autors auf dieser Welt hat und wie er sich Verhalten soll.Der Roman ist mit einem ironischen Unterton geschrieben, mit dem sich der Autor zu aktuellen Themen äußert. Er spricht wichtige europäische Themen, wie zum Beispiel den Euro, die Verteidigung der Länder, die Arbeit von Geheimdiensten, die Arbeit der Europäischen Zentralbank usw. an.Das Buch handelt von 9 Tagen über den Jahreswechsel 2019 / 2020. Es ist in 102 kürzere Unterkapitel aufgeteilt, so dass man öfter am Ende eines jeden eine Pause einlegen kann, ohne mitten in einem unterbrechen zu müssen. In dem Buch gibt es viele Szenen, bei denen man nicht schon vorher ahnt, wie es weitergehen wird. Man wird vom Fortgang der Geschichte immer wieder überrascht.Abschließend kann ich sagen, dass ich es nicht bereut habe, dieses Buch zu lesen. Ich fand es wirklich gut und freue mich schon darauf ein weiteres Buch dieses Autors zu lesen.
Bei diesem Buch haben mich das Cover und der Bezug zur Astrologie neugierig gemacht.Ich bin mir sicher, dass dieses Buch sehr polarisiert. So wie es auch schon das Cover darstellt. Entweder man klappt es nach den ersten 50 Seiten genervt und verwirrt zu oder man findet Gefallen an den skurrilen Figuren.Es fällt mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten und die richtigen Worte zu finden, weil es ganz anders war als ich erwartet habe. Die Astrologie spielt eine Rolle, aber nicht dominierend in der Handlung und die Hauptprotagonisten waren keine Sympathieträger. Das ist aber nicht als Kritik zu werten. Das Buch ist für mich kein richtiger Thriller, aber ich weiß auch nicht, welchem Genre es am ehesten entspricht. Vielleicht: Roadtrip mit Krimielementen und KlamaukZur Handlung: Es geht u.a. darum eine Mordserie aufzuklären und den Starastrologen Scultetus in Sicherheit zu bringen. Scultetus und sein Bodygard Max, ein kriegstraumatisierter Polizeischüler, machen sich auf den Weg und hetzen von Station zu Station. Dabei lernen wir einige Gegenden im europäischen Hinterland kennen. Der Autor hat viele interessante, historische Details und verschiedene Anspielungen in die Handlung eingearbeitet. Ich bin nicht sicher, ob ich alles verstanden habe.In einem zweiten Handlungsstrang geht es um die Bächereifachverkäuferin Evi, die in Dresden beim Planetenfest unerwartet in die höchsten Kreise aufsteigt. Evi ist die Freundin von Max und das Pärchen hat es faustdick hinter den Ohren.Im Zentrum der Erzählung geht es viel um die europäische Idee und den Euro als Gemeinschaftswährung. Wie sieht das Geburtshoroskop der Euro-Währung aus?