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Kleine Geschichte des Geldes | Vom Mittelalter bis heute | Michael North | Taschenbuch | 255 S.
Bewertungen & Erfahrungen
4,3 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★2
4 ★4
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion10.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessantes Buch, das die Grundlagen des Geldes auf eine zugängliche Weise erklärt, allerdings finde ich, dass einige weiterführende Analysen fehlen.
Redaktion10.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Taschenbuch ist eine wunderbare und tiefgründige Besinnung auf die Grundlagen unseres Geldes, besonders relevant in unserer heutigen Zeit. Ich habe es sehr begeistert und empfehle es jedem, der sich für dieses Thema interessiert.
Redaktion10.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Im Alltag merkt man, dass man mit diesem Buch einen tieferen Einblick in die Ursachen des Geldmangelns bekommt. Die Struktur der Darstellung ist für das Lernen gut zu verstehen und die Textmenge lässt sich gut in einer Lesesitzung bewältigen. Die Druckqualität und die Bindung halten das Buch in Ordnung.
"Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, dass sie kein Geld haben" ( Tucholsky). Nach Lektüre dieses ebenso sehr guten Buches, hat man zwar auch nicht mehr Geld, dafür weiss man nun aber mit "feinsten Gründen", worum genau es sich dabei handelt und ob eine "Notverordnung" unserem Geldmangel wirklich Abhilfe schaffen könnte, wie Tucholsky augenzwinkernd konstatierte.
Die "Kleine Geschichte des Geldes - Vom Mittelalter bis heute" (Becksche Reihe 1895 - 2009) von Michael North, Professor für Geschichte an der Erst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, ist unter Vernachlässigung der eigentlichen Entstehung des Geldes ein Überblick über die Entwicklung des Geldes und dessen Umfeld von der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, wo allerdings die Finanzkrise unserer Zeit offenbar nicht mehr berücksichtigt werden konnte. Nach den mittelalterlichen Anfängen wird in 7 Kapiteln die europäische Geldgeschichte dargestellt. Das 1. Kapitel behandelt die kommerzielle Revolution und die Ausbreitung der Geldwirtschaft - in Form des Münzgeldes. Der Ausdruck kommerzielle Revolution - in Anlehnung an den Ausdruck industrielle Revolution - bezieht sich auf die grundlegenden Veränderungen der Geschäftsmethoden und der Handelsorganisationen insbesondere der italienischen Kaufleute im 13. Jahrhundert. Das 2. Kapitel hat die Edelmetallknappheit und die monetäre Kontraktion zum Thema. Die europäische Edelmetallproduktion versiegt, es wurden weniger Münzen produziert. Da die Geldversorgung der Wirtschaft auf den Edelmetallen beruhten, kam es zu Liquiditätskrisen und wirtschaftlicher Depression (kommt uns heute irgendwie bekannt vor). Im 3. Kapitel folgen die Ausführungen über amerikanisches Silber und eine "Preisrevolution". Die Edelmetallknappheit wurde durch den Import von Gold und Silber aus Afrika und Amerika beseitigt. Das und Kreditinnovationen durch Bank- und Handelshäuser ("Zeitalter der Fugger") hatten natürlich negative Auswirkungen auf das Preisniveau. Das 4. Kapitel widmet sich der "Kipperkrise", einer Münzvermehrung bei gleichzeitiger Verschlechterung der Münzen mit den Folgen Inflation und monetärem Chaos, und der Entwicklung diverser Kreditpapiere in verschiedenen Ländern. Den Münzreformen der Entwicklung des Papiergelds ist das 5. Kapitel gewidmet. Die Etablierung des internationalen Goldstandards und das Entstehen des modernen Bankwesens wird im 6. Kapitel dargestellt. Kapitel 7 ist auf die Krisen und die Stabilisierung des Weltwährungssystems im 20. Jahrhundert fokussiert. Die Geschichtedes Geldes endet für die Leser 1997/98. Die Finanzkrise unserer Zeit ist nicht berücksichtigt. Somit kann der letzte Satz des 7. Kapitels durchaus als prophetisch bezeichnet werden: "Die stärkere Kontrolle nationaler Finanzmärkte ist daher eine unabdingbare Voraussetzung für die Wiederherstellung von Vertrauen und internationaler Stabilität. Ein weiterer Schritt wäre die Internationalisierung der Finanzaufsicht, die über eine EU-Behörde hin zur globalen Kontrolle der wichtigsten Finanzinstitute der Welt führen müsste." Insgesamt ein interessant zu lesendes Buch über die Geschichte das Geldes, wobei für einen Überblick z.T. zu viel auf Details eingegangen wird.
Stolz und etwas verärgert stelle ich gegen Ende des ersten Kapitels fest, dass ich dieses Buch schon einmal gelesen hatte. Stolz, weil ich meinem Gedächtnis noch immer mehr vertrauen kann als Hinweisen eines Verlags - verärgert, weil ich unter "Originalausgabe" etwas anderes verstehe als eine Neuauflage. Denn außer zwei angehängten kurzen Kapiteln und einem anderen Titel entspricht dieses Buch der Originalausgabe von 1994, die in meiner Bibliothek steht. Zumindest was den Text betrifft. Denn aus unerfindlichen Gründen wurden die Bilder und Illustrationen weggelassen. Der Korrektheit halber muss ich erwähnen, dass der Autor in seinem halbseitigen Nachwort von einer Neuauflage seines Buches "Das Geld und seine Geschichte" spricht, das inzwischen vergriffen ist und damals mit dem identischen Klappentext angepriesen wurde. Ob mich das Adjektiv "lebendig" schon vor 15 Jahren störte, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls beweisen andere Autoren, dass man die Geschichte des Geldes auch lebendiger vermitteln kann.Der Untertitel gibt den Betrachtungsraum des Autors klar bekannt. Michel North setzt beim Mittelalter ein und kommt am Schluss des siebten Kapitels in der Gegenwart an. Die sechseinhalb Seiten zur aktuellen Krise der Finanzmärkte sind zwar ein nettes Supplement, erklären aber wesentliche Zusammenhänge mit dem Vorhergehenden nur ungenügend. Obwohl der Autor kein ausgebildeter Ökonom ist, sondern Osteuropäische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Slavistik studierte, kennt er sich in der Welt der Währungen und Tauschmittel bestens aus. Inhaltlich vermögen also seine Ausführungen so zu überzeugen, dass sich die Lektüre lohnt. Nur muss der Leser eben eine ähnliche Vorstellung von Lebendigkeit haben wie der Klappentexter, wenn er formal nicht enttäuscht werden will. Kommt hinzu, dass auch das Layout nicht eben sinnlich ist.Mein Fazit: Dieses Taschenbuch ist die Neuauflage des gebundenen Werkes "Das Geld und seine Geschichte" aus dem Jahre 1994, in dem der Text allerdings noch durch Illustrationen und Bilder aufgelockert wurde. Dieser Verlust kann durch die wenigen Seiten nicht aufgewogen werden, in denen Entwicklungen der letzten 15 Jahre beschrieben werden. Für vier statt drei Sterne habe ich mich nach anfänglichem Zögern entschieden, weil der Leser für einen vernünftigen Preis viel Information und eine Alternative zum Buch "Der Aufstieg des Geldes. Die Währung der Geschichte" von Niall Ferguson erhält.
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Letzte Aktualisierung: 10.10.2026 18:13 Uhr.