Die Stimmen aus der Unterwelt: Bob Dylans Mysterienspiele (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung)
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Bücher EAN 9783406688768

Die Stimmen aus der Unterwelt: Bob Dylans Mysterienspiele (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung)

Hersteller: Verlag Becksche Verlagsbuchhandlung  ·  MPN: 1256364
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Produktfakten auf einen Blick

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EAN
9783406688768
Hersteller-Artikelnr.
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Kategorie
Bücher
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Farbe
White
Gewicht
0.441 kg
Breite
23 mm
H├Âhe
224 mm
Länge
150 mm

Produktbeschreibung

Mit „Love and Theft“ Liebe und Klauen dem Album von 2001 begann Bob Dylans Spätwerk. Die darauf und den dann folgenden Alben versammelten Songs deuten die Gegenwart nicht nur als apokalyptischen Totentanz sondern brachten Dylan auch den Vorwurf des Plagiats ein: Waren die Texte nicht allesamt zusammengeklaut montiert aus Versatzstücken die er der amerikanischen Musiktradition und der Weltliteratur von Homer und Ovid über Shakespeare bis F. Scott Fitzgerald entnommen hatte ohne auch nur ein einziges davon nachzuweisen? Was als Inspirationsmangel eines alternden Künstlers erscheinen könnt

Bewertungen & Erfahrungen

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4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 19.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Das gebundene Set ist eine schöne Sammlungsarbeit mit interessanten Musikstücken, allerdings ist die Qualität der Bindung etwas nachbesserungswürdig.
Willi Winzig 07.06.2023 amazon.de
Wer wissen will, warum Dylan den Literaturnobelpreis erhalten hat, lese dieses Buch und andere Werke von Detering über his Bobness.
Lesefreund6203 07.06.2023 amazon.de
„Bei Dylan hat Ovid den Blues“.Natürlich ist das so, offenkundig, dass Dylan seit 2001 mit „Love and Theft“ externe Quellen eben offensichtlich mitverarbeitet. Poesie aus 3 Jahrtausenden, könnte man sagen. Wobei natürlich in jeder kreativen Tätigkeit auch immer das Werk anderer mitschwingt, meist nur nicht so erkennbar und klar.Und natürlich ist das so, dass Dylan, wie immer, überwiegend schweigt und mehr als ein paar Stichworte hier und da nicht vorliegen, um Einblick in seine konkrete Ideen zu geben. Und inzwischen, konsequent, zu einem weiteren, noch offeneren „Covern“ sich entfaltet hat mit der Hinwendung zu altem, amerikanischen Liedgut, zu Frank Sinatra und anderen Größen dieser Zeit (was Detering zum Ende des Buches hin ebenso kongenial in eine erkennbare und dylaneske Entwicklungslinie stellt).Rastlos eben, in einem einzigen, kreativen Prozess, nie der gleiche, manchmal in der Sackgasse, einer, der seine Songs, gerade die erfolgreichen, immer wieder neu angeht, der sagt, dass die besten Fassungen seiner Songs „irgendwo Live“ mal stattgefunden haben.Etwas genauer aber lohnt es sich schon, gerade auf dieses „Spätwerk“ mit seinen vielen Bezügen zur Poesie der Welt zu schauen. Denn nach den Anfangsjahren und dem zunehmend sicheren Umgang mit Wort und Stil, mit dem einpacken von ganzen Geschichten in Gedichte und Songs Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, eröffnet sich in den Jahren nach 2001 noch einmal, anders, aber in ganzer Wucht, die poetische Kraft Dylans, der Sog der Texte, das Herstellen von Kontexten über die Jahrhunderte hinweg, kongenial in Musik dann umgesetzt.Shakespeare und Tennesse Williams, Alice im Wunderland, der große Gatsby, Shakespeare, Mark Twain, die Bibel, voller Anspielungen, Übernahmen, voller fremder Fragmente der Literatur, düstere Themen mit spielerischer Musik, leicht und schwer und immer wieder mit faszinierenden Texten, einer Sprache, die seit über 50 Jahren nicht aufhört, staunen zu lassen.Intensiv arbeitet Detering nun bei seiner Betrachtung von allen Seiten her zwei Hauptanliegen Dylans heraus, die in diesem Werk seit 2001 die entscheidenden Weichen gestellt haben (und vorher bereits sich hier und da bei Versuchen, Werken, Ansätzen angedeutet haben).Zum einen zitiert Dylan „alte“ und „ältere amerikanische“ Literatur, um die Gegenwart damit als Satyre Spiel zu spiegeln, eine Gegenwart, in der den „Zerfall aller bisherigen Ordnungsvorstellungen“ entdeckt (und eben als „apokalyptischen Totentanz“ auf seine Weise zu Gehör bringt).Zum anderen lässt Dylan seine Songs davon sprechen, dass aus einem „monologischen Block“ (die Thematik seiner einzelnen Songs zwischen 79 und etwa 2001) nun das dialogische Zulassen, eine Öffnung „den anderen“ gegenüber, die Erschaffung einer textlich „polyphonen Song-Kunst“ in den Mittelpunkt rückt.Plastisch hervorragend weist Detering dies an den beiden völlig anderen Textfassungen von „Gonna change my way of thinking“ von 1979 und dem Song von 2003 in der Neufassung. Vereinfacht gesagt wurde aus dem strikten, 1979 biblisch orientierten Dylan der offen, neugierig schauende, sich mit den poetischen Linien der Zeit verbindende Dylan, der damit der Welt neu und breiter begegnete. Mit durchaus düsterer Attitüde in den Texten und zugleich eher spielerischer Leichtigkeit in der Musik.Mysterienspiele eben, die auf einer hintergründigen Ebene der Welt den Spiegel vorhalten. Einer Eben, die sich erst beim zweiten, dritten und vierten lesen und hören der Songs zunehmend in ihren Motiven erschließt.Ein wenig steif in der Sprache, eher wissenschaftlich denn populär im Stil, spürt man die große Sachkunde Deterings und seine Leidenschaft für Dylan und seine Kunst durchweg im Buch und findet fundierte und miteinander in Beziehung gesetzte Interpretationen, die für den Lesers Dylans Denken und Werk seit 2001 breit erschließen.
nomos 07.06.2023 amazon.de
lesbar, aber ziemlich langfädig. dass Dylans Liebeslyrik ein Zeugnis für "Petrarkismus" sein soll, ist fraglich, Zitate aus Gedichten Petrarcas als "Beweis" genügen nicht, auch nicht die "Ambivalenz" von irdischer und himmlischer Liebe.
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