Der europäische Traum: Vier Lehren aus der Geschichte (Beck Paperback)
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EAN 9783406733802

Der europäische Traum: Vier Lehren aus der Geschichte (Beck Paperback)

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1197373
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Der europäische Traum | Vier Lehren aus der Geschichte | Aleida Assmann | Taschenbuch | 224 S.

Bewertungen & Erfahrungen

3,0 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★ 1
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 27.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Ein informatives Buch, das die Bedeutung des Sternenkreises als Symbol der EU erklärt, allerdings könnte die Darstellung etwas detaillierter sein.
Redaktion 27.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine hervorragende und tiefgehende Quelle für alle, die sich für die europäische Geschichte und die Bedeutung des EU-Symbols interessieren. Die Darstellung ist sehr informativ und begeistert mich.
Redaktion 27.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Interessant.
Schneider 14.10.2023 amazon.de
Dieses Geschichtswerk leidet wie so häufig bei Amateurhistorikern daran, dass es im historischen Zeitraum zu kurz springt. Will sagen: Eine deutsche Geschichte der Neuzeit ist ohne die Zerschlagung des alten Deutschen Reiches durch Napoleon und die Versuche, es wenigstens halbwegs zu restituieren, nicht zu verstehen. Das Deutsche Reich seit 1871 war ein Teilerfolg, allerdings ohne die in Jahrhunderten zugehörigen österreichischen Reichsteile. Dennoch reüssierte die Neugründung und rief sogleich die britischen Eliten, darunter Churchill, auf den Plan, wie man das Deutsche Reich als Konkurrenten ausschalten könnte. Gesagt getan. Was dann folgte, war eine einzige, politisch verhängnisvolle Demütigung der Deutschen. Die Folge war der Aufstieg der Nazis mit den bekannten Folgen. 98% der Deutschen hatten aber mit den Verbrechen nichts zu tun bzw. wurden für einen Eroberungskrieg missbraucht. Wer erinnert sich der Millionen deutscher Gefallenen? Was ist mit der Erinnerungskultur für diese Opfer?
Amazon_Kunde 14.10.2023 amazon.de
Vorweg: Eine Rezension mit nur einem Stern ohne „authentifizierten Kauf“ zu einem politischen Buch ist auf Amazon leider oft reine „Meinungsmache“ oder einfach Schädigung der Bewertung eines Werks, das dem Rezensenten nicht passt. Der Verfasser dieser Besprechung hat vorliegendes Werk eher aus Zufall andernorts erstanden und sich bei der doch recht intensiven Auseinandersetzung teils so geärgert, dass er auf die Probleme des Werkes auch an dieser Stelle hinweisen wollte. Es sollte jedoch hoffentlich aus dem Detailgrad der Besprechung klar werden, dass das Buch wirklich gelesen wurde…Zum Inhalt: Die emeritierte Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaften Aleida Assman hat in Folge der Zuerkennung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ vorliegendes Werk verfasst (S.10) in dem sie, basierend auf vier großen Lehren, die sie aus der der Geschichte ableitet, den „europäischen Traum“ als „selbstkritisches Leitbild der EU“ entwickeln will, der einen Rückfall in die „Albträume und Traumata“ der Vergangenheit vermeiden und den „Traum einer gemeinsamen friedlichen Zukunft“ ermöglichen soll (Klappentext vorn). Assmann „[…] möchte […] eine Perspektive anbieten, die in der historischen Darstellung bisher noch nicht zum Tragen kommt, und das ist die Frage nach dem kollektiven Selbstbild der EU und der Rolle, die dabei der Erinnerung ihrer Mitgliedstaaten spielt oder spielen kann.“ (S.13)Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, der Erste geht der Frage nach: „Kann man aus der Geschichte lernen?“ und beantwortet diese mit vier Lehren. Der Zweite stellt diese Lehren und Schlussfolgerungen der Autorin daraus an Hand von Fallbeispielen dar.Die vier Lehren sind: 1. Friedenssicherung – Wie aus Erzfeinden kooperierende Nachbarn werden; 2. Die (Wieder-)Herstellung von Rechtsstaatlichkeit oder der Umbau von Diktaturen in Demokratien; 3. Historische Wahrheit und Aufbau einer deutschen Erinnerungskultur sowie 4. Die Wiederentdeckung der Menschenrechte. Diese werden an Hand der Frage nach möglichen europäischen Gedenktagen, der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, den Umgang mit den beiden deutschen Diktaturen (in Deutschland) und dem Erinnern und Vergessen in Bezug auf den spanischen Bürgerkrieg, die Rolle der 68er bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, einer vergessenen deutschen Migrationsgeschichte und anderen abstrakteren Konzepten von der Autorin näher behandelt. Dadurch möchte Assmann ihre Vorstellungen verdeutlichen und die Leserschaft von ihrem Ansatz überzeugen, „[…] die vier Lektionen, die die Europäer [aus Assmanns Sicht, Anm.] gelernt haben, als gemeinsames Erbe ins leere Zentrum des europäischen Sternenkreis hineinzuschreiben.“ (S.188).Zur Kritik: Der Text verwendet zwar Endnoten als Quellennachweise, ist aber mehr ein politischer Essay mit starken historischen Bezügen, denn ein Sach- oder gar Fachbuch. Dies ist an sich nichts verwerfliches, im Gegenteil, kann ein solcher doch die Diskussion anregen und dem Leser Standpunkte näher, oder überhaupt zur Kenntnis bringen, die ihm bis dahin fremd waren.Das Problem mit dem „europäischen Traum“ ist – vermutlich aus einem mangelnden Bewusstsein –, dass er nicht als ein einen Standpunkt vorstellenden und argumentierenden Text angelegt ist, sondern als eine Belehrung bzw. Erläuterung, von der man niemand mehr überzeugen muss, weil es sich um eine einzige und nicht wirklich zu hinterfragende Wahrheit handelt. Dabei sind viele der Ausführungen jedoch so kursorisch und ungenau, dass man sich fragen muss, ob die Autorin teils einfach die ersten Gedankengänge und Überlegungen stehen hat lassen, ohne diese zu vertiefen und zu hinterfragen, oder ob sie bewusst eine oberflächige Interpretation abgeliefert hat, die zwar für manchen gut in den Zeitgeist passen mag, aber vom poltisch-polemischen teils ins propagandistische kippt. So schildert Assmann die Geschichte der EU (S.13-20) als eine Antwort auf die „Erfahrung von Gewalt und Zerstörung nach 1945“ – ein durchaus beliebter Topos – blendet aber die Rahmenbedingung und andere Faktoren (Teilung Europas, beginnender Kalter Krieg, Gründung der NATO etc.) fast vollkommen aus. Dies alles hat an der „Friedensperiode“ und Entwicklung bis 1990 (fast) keinen Anteil, denn ansonsten würden die Überlegung und das Argument, dass allein die EU Europa befriedet hat nicht mehr so stark wirken. (Davon abgesehen – diese Spekulation sei gestattet –, dass es der Autorin wohl nicht ins Weltbild passen würde, dass gerade der Umstand, dass fast alle europäischen Staaten einem von zwei Militärbündnissen angehörten ebenso einen stabilisierenden und über die Jahre befriedenden Effekt gehabt haben dürfte).Ein weiteres Problem an dem der Text leidet ist, dass er nicht in sich geschlossen ist. Manche Dinge und Beispiele wirken eher beliebig beigefügt, so als hätte Assmann Themen, die sie gerade beschäftigten oder die gerade während des Verfassens aktuell waren, aufgegriffen und auch noch in den Text gepackt, egal ob sie wirklich einen klaren Bezug zum Text haben oder nicht. Das Ende des Textes ist hierfür ein gutes Beispiel, als es auf den letzten Seiten vor dem Epilog (S. 177-183) plötzlich um das „Koloniale Erbe Europas“ geht. Dies kann man selbstverständlich bei derartigen Betrachtungen mitdenken, doch nicht in der Kürze und scheinbaren Beliebigkeit wie es hier passiert.Eine, wohl für viele Leser in Deutschland nicht sofort augenscheinliche Eigenschaft des Textes ist, dass es auf mehreren Ebenen ein sehr „deutsches Buch“ ist. Ein Umstand, der ob des Themas und der erklärten Zielsetzung der Autorin nicht einer gewissen Ironie entbehrt. Assmann bezieht sich zwar immer wieder auf (kleinere) Beispiele aus anderen europäischen und einigen nicht-europäischen Staaten, doch im Kern geht es immer nur um die deutsche Geschichte, deutsche Taten und den deutschen Umgang mit der eigenen Vergangenheit, aus dem aber sodann für ganz Europa, ja für die ganze Menschheit allgemein gültige Lehren abgeleitet werden. Dies ist insofern amüsant, da es dazu führt, dass die Autorin, welche die EU als Einhegung und langfristige Lösung des ‚Problems Nationalstaat‘ (Zuspitzung des Rezensenten), nämlich gerade des deutschen sieht, offenbar die in manchen Ländern und Kreisen verbreitete Lesart der EU als deutsches Herrschaftsprojekt nicht wahrnimmt und daher darauf auch mit keinem Wort eingeht. Auf Grund des eher oberlehrerhaften, schon moralisch keinen Widerspruch erlaubenden Tonfalls, in dem das Buch verfasst ist, könnte man zu dem Schluss kommen, dass hier letztendlich einmal mehr „am deutschen Wesen [moderner Ausprägung] die Welt genesen soll“…Kurz erwähnt sei, weil besonders irritierend als Detailbeispiel noch der Umstand, dass selbst die im Titel des Buches enthaltene Referenz ungenau bzw. eigentlich falsch verwendet wird: „Der [titelgebende] europäische Traum“ ist ausdrücklich als Pendant zum „amerikanischen Traum“ gebildet und wird „[…] als ein gemeinsames Leitbild des Denkens und Handelns für die Nationen der EU vorgeschlagen, die miteinander in einer Geschichte der Gewalt verbunden sind.“ (S.9) Der „amerikanische Traum“ wird sodann auf Seiten 75 und 76 konkret beschrieben und zwar wie folgt: „Die Utopie des wird den Amerikanern nicht als Individuen versprochen: Jeder und jede, der und die sich in dieser Gesellschaft nur richtig anstrengt, kann es zu etwas bringen und vom Tellerwäscher zum Präsidenten aufsteigen.“ Hier werden von Assmann zwei ‚Glaubenssätze‘ der USA vermengt, nämlich „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ und „Jeder kann Präsident der USA werden“. Zweiterer soll die demokratische Grundverfassung verdeutlichen, ersterer, den Inhalt des klassischen amerikanischen Traum, dass jeder durch harte Arbeit/Ideenreichtum ein besseres Leben erreichen kann. Beide stehen natürlich symbolisch für (politische bzw. ökonomische) Chancengleichheit. [Dass sich diese Glaubensätze nicht in der Realität widerspiegeln, ist evident.] Nun ist eine Kombination der beiden durchaus möglich, sogar ohne den Sinngehalt zu zerstören. Doch erscheint es auf Grund der Einbindung in den Text (zumindest in den Augen dieses Rezensenten) nicht als bewusste Entscheidung, gar als stilistischer Kniff mit dem die Autorin etwas verdeutlichen oder besonders elegant ausdrückt wollte, sondern mehr wie Schlampigkeit oder – und das würde es nicht besser machen – als ob die Autorin hier Publikum testet...Alles in allem ist Aleida Assmanns „Der europäische Traum – Vier Lehren aus der Geschichte“ eine politische Kampfschrift, die man eigentlich als Pamphlet bezeichnet muss. Auf Grund des Textes und einiger Anmerkungen im Vorwort könnte man zu der Vermutung kommen, dass das Werk sehr schnell und ohne größere Reflexion und Prüfungsprozesse geschrieben wurde. Der Rezensent fragt sich ernsthaft, ob es in dieser Form von CH Beck auch akzeptiert worden wäre, wenn es jemand mit einem weniger gewichtigen Namen verfasst hätte. Die wenigsten werden wohl nach Einschätzung dieses Rezensenten aus der Lektüre einen größeren Gewinn ziehen. Allerdings ist der Rezensent überzeugt, dass das Buch das Potenzial hat, eines Tages für die Geschichtsforschung ein wichtiges Zeitdokument zu sein, das exemplarisch für die Denkweise und Weltsicht einer erklärten intellektuellen Elite eines gewissen Alters und Milieus steht, die aber weitgehend schon sehr entrückt wirkt.
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