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Nichts tun | Die Kunst, sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen | Jenny Odell | Buch | 296 S.
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★2
4 ★3
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion13.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist absolut faszinierend und liefert unglaublich wertvolle Einblicke in die moderne Aufmerksamkeitsökonomie. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für tiefgründige Themen interessiert.
Redaktion13.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet interessante Einblicke in die aktuelle Aufmerksamkeitsökonomie, allerdings ist die Umsetzung etwas vage und nicht tiefgehend genug für eine umfassende Fachliteratur.
Ich schreibe schon lange keine Rezensionen mehr, aber jetzt muss es doch einmal sein. Denn dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Eine wunderbare kleine Perle, die nichts Geringeres als eine Einladung ins wirkliche Leben darstellt - und mit bezaubernden und animierenden Beispielen nicht nur einen Vorgeschmack bietet, sondern genau dieses Gefühl - wieder die Fülle des Lebens zu kosten, mit allen Sinnen - direkt in den Leser hinein katapultiert.Aber der Reihe nach. Was ist denn eigentlich das Problem oder der Anlass dieses Buches? Jeder von uns kennt es auf irgendeine Weise: man hängt ständig am PC oder Mobiltelefon, ist von diesen kleinen Kisten besessen und möchte ihnen durch endlose Recherchen, Vergleiche, Klicks, likes etc. fortwährend irgendetwas abringen und optimieren, zumeist sich selbst. Man versucht förmlich, das Leben hiermit zu generieren und merkt überhaupt nicht mehr, dass man sich jedoch tatsächlich immer weiter vom echten Leben entfernt. Hierdurch verkümmert die Wahrnehmungsfähigkeit im Außen und echte tiefgründige Begegnungen mit Freunden im Rahmen von guten Gesprächen werden immer seltener."Nichts tun" ist in dieser Situation eine Einladung, innezuhalten und sich zurückzubesinnen. Auf seine kindliche Neugier und all seine Sinne in all ihrer Breite und Tiefe, mit denen die Fülle des Lebens so unendlich viel besser gefühlt, erfahren und genossen werden kann - als online. Mehr möchte ich nicht verraten, doch ich verspreche Ihnen, dass Sie schon auf den ersten Seiten merken werden: Ja, da ist etwas dran, das ist elementar und nicht nur wieder ein neues Buch zum Thema Zeit- und Selbstmanagement. Es ist ein Schlüssel zum echten Leben.
ein bisschen zu westlich. voll wisenschaftlich verschwurbelt. Wobei wirklich nichts-tun zur Verblödung führt. Wie heist der Spruch aus dem Altenheim? Trainiere es oder verliere es. So bin ich für Pausen da es Freizeit ja nicht gibt. Weil gammeln ja auch keine Erholung ist, Erholung ist Anspannung und Entspannung.
Der Titel „NICHTS TUN“ ist zunächst einmal der Hammer. Er steht so wunderbar quer zu all der Gehetztheit und der Über-Power modernen Daseins. Der Kauf des Buches ist sicher zunächst ein Sehnsuchts-Griff, ein: Genau – das will ich. Raus. Ruhe. Und dahin entführt die Autorin Jenny Odell ihre Leser*innen auch. Behutsam, poetisch, künstlerisch, philosophisch, nachdenklich…Die Lektüre ist ein (anspruchsvoller) Spaziergang. Odell lässt die Lesenden teilhaben an ihrer subjektiven Sicht der Dinge. Sie setzt ihre Meinung – nicht wissenschaftlich umfänglich, vielmehr als Schriftstellerin und Künstlerin ausschnitthaft, exemplarisch, bunt. Mit wachem Blick für alles, was sie umgibt. Gegen Überstimmulation, Technikwahn, Beschleunigung und süchtig machende digitale Klickköder positioniert sie echte Aufmerksamkeit, Umkehr, Muße, Teil-Rückzug, Ehrfurcht, Innehalten, Bioregionalität, Raum und Zeit.Auf 280 Seiten legt Odell damit scheinbar aus der Mode gekommene andere Karten auf den Tisch. Philosophische Happen. Vogel- und Rosenmeditationen zur Entschleunigung. Übungen in Aufmerksamkeit. Rückinstandsetzung. Ihr Plädoyer fürs „Nichts-Tun“ ist gleichwohl Aktion, ein politischer Akzent gegen die kalte überbordende Strebe-oder-Stirb-Atmosphäre.Das Buch war für mich in vielerlei Hinsicht lesenswert, gehaltvoll und überaus anregend. Aber nach der zehnten Einrede gegen die (böse) Aufmerksamkeitsökonomie, hätte ich mir doch etwas fundiertere Kritik gewünscht und nicht nur Gedankenspaziergänge, paraphrasierte Texte, ein Happen hier und ein weiteres (amerikanisches) Stimmungsbild dort. Aber ich möchte diesen wirklich großen Wurf nicht kleinreden. Dieses Buch reißt einen heraus aus dem zerstörend-hektischen Immer-so-weiter-Trott. Ein Lob auch an die Übersetzerin Annabel Zettel.
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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026 14:10 Uhr.