Nerds: Eine Popkulturgeschichte: Außenseiter - Überflieger - Massenphänomen (Beck Paperback)
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EAN 9783406774461

Nerds: Eine Popkulturgeschichte: Außenseiter - Überflieger - Massenphänomen (Beck Paperback)

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1050108
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Nerds | Eine Popkulturgeschichte | Annekathrin Kohout | Taschenbuch | Beck Paperback | 272 S. | 2022

Bewertungen & Erfahrungen

3,5 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 27.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet einen interessanten Einblick in die Popkulturgeschichte der Nerds und behandelt relevante Aspekte der Außenseiter und Massenphänomene. Allerdings empfand ich die Darstellung einiger Aspekte als etwas zu spezifisch.
Pantoffeltier 18.06.2023 amazon.de
Annekathrin Kohut nimmmt sich die Figur des Nerds vor, sieht sich an, wie sich der Begriff/die Figur entwickelt hat, in Filmen aufgegriffen wurde und denkt darüber nach, wie seine Zukunft aussieht.Das ist auf jeden Fall spannend, denn die Figur des Nerds ist stark mit der Entwicklung von Computertechnologie verknüpft. Nerds sind meist begabte oder fleißige, aber sozial und körperlich schwache Streber- oder Außenseitertypen. Später kommt dann die Aussicht hinzu, dass sich im Berufsleben das Blatt wendet und die ehemaligen Loser nun erfolgreich werden. Besonders in den 80er Jahren folgt die Entwicklung des Nerds vom systemkonformen Streber zum Computerpionier, als aus Jugendlichen, die in ihrer Garage an Computern schraubten und Programme schrieben, Milliardäre wurden.Die Autorin zeigt auch, dass hinter dem manchmal als rebellisch und unangepasst verstandenen Verhalten der Filmfigur Nerd oft die Sehnsucht nach Reichtum, Erfolg bei Frauen und Statussympolen steckt. Viele gerade ältere Filme sagen mir nichts, das machte es etwas schwer den Ausführungen zu folgen. Ich kenne die Nerdfigur vor allem aus späteren Serien wie "The Big Bang Theory" und hätte auch andere Serien/Filme noch wichtig gefunden, wie beispielsweise "Mr. Robot". Ich würde bei "How to sell drugs (fast) online" auch nicht Gerda als Nerd etikettieren, sondern Kira. Vermutlich bezieht sich die Autorin nur auf die erste Staffel. Im Grunde genommen verändert sich also das Studienobjekt der Autorin noch während sie darüber schreibt und macht eine genaue Definition und gerade einen Blick auf die Jetztzeit schwierig.Die Abgerenzung zwischen Nerd, Geek, Streber und Hacker ist meiner Meinung nach auch kaum zu machen und dann noch Youtube und Instagram und die Figur des alten weißen Mannes reinzunehmen, überfrachtet es.Das wird dann vor allem am Ende etwas knirschig, wenn Kohout versucht einen Zukunftsausblick zu wagen und die Kritik an Misygonie und Rassismus im It-Mileu und seiner Darstelllung aufgreift.Das war mir dann teilweise zu viel Meinung für ein wissenschaftlich gemeintes Buch. Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass hier einfach Diskussionspotential ist. Ich sehe durchaus, dass "The Big Bang Theory" von ziemlich problematischen Witzen lebt, die man heute vielleicht in den USA nicht mehr so schreiben würde.Auf jeden Fall eine interessante Lektüre für an Kulturwissenschaft (vor allem Filmen) Interessierte.
Amazon-Kunde 18.06.2023 amazon.de
...was mir gut gefallen hat.Bei den (dem?) letzten Kapitel(n) kam die heute unvermeidliche Pflichtübung in der Analyse, die bei diesem Thema irgendwie deplaziert wirkt. Habe aufgehört weiterzulesen.
Frank HRo 18.06.2023 amazon.de
Zufällig stieß ich durch einen Link innerhalb einer News App auf einen Podcast zu diesem Buch.Unterhaltsam finde ich den Ansatz eines "Parforce-Ritts" durch die Kulturgeschichte des Nerdtums.Jeder kennt schließlich die erfolgreichen Biographien von Steve Jobs (eigtl. kein Nerd), Steve Wozniak (ein echter Nerd), Bill Gates, Mark Zuckerberg oder Elon Musk (etwas nerdig). Und sicher auch die Sitcom "Big-Bang-Theory" mit seiner gelungenen Karikatur der gängigen Stereotypen: Der Nerd, der obwohl mit überragenden (vermeintlich männlichen) Begabungen wie logisch-analytischem Scharfsinn, hoher technischer Affinität oder kreativem Problemlösungs-Denken ausgestattet, bei Frauen meist doch den Kürzeren zieht, da er sozial und körperlich ungelenk auftritt und mit der sportlich-attraktiven männlichen Konkurrenz nicht mithalten kann.So wurde ich also bereits durch den Podcast neugierig auf das Buch.Allerdings fiel mir auch auf, dass die Autorin bei der Beantwortung der dort gestellten Fragen einige Male etwas unsicher und teilweise auch sprachlich manchmal etwas unbeholfen wirkte.Dies spiegelt sich an einigen Stellen auch in dem Buch wider. Erwartungen an einen kulturwissenschaftlichen Anspruch werden hier möglicherweise nicht immer erfüllt, vielleicht ist das aber auch bei diesem populärwissenschaftlichem Buch gar nicht beabsichtigt.Interessant, wenn auch diskussionswürdig, ist die Entwicklung des Begriffs und Phänomens bis in die aktuelle Zeit. Die Kulturwissenschaft selbst gehört wohl heute nach landläufiger Vorstellung zu den typischen Nerdfächern, während wiederum die Einführung in die Programmierung selbst im diesbzüglich rückständigen Deutschland beinahe schon Standard in unteren Schulklassen und IT im allgemeinen sehr weit verbreitet ist.Ob aber Influencerinnen, Youtuber (oder Krypto-Tuber o.ä.) allen Ernstes noch als Ausdifferenzierung des ursprünglichen Nerdbegriffs begriffen werden können, muss doch bezweifelt werden. Hier besteht vielleicht in der Kulturwissenschaft die Gefahr, willkürlich Begriffe und Zusammenhänge etablieren zu wollen, die in der Realität nicht mehr zu finden sind, nur um weiterhin ein beschreibendes Modell rechtfertigen zu können.Unglücklich und dabei auch etwas altbacken und unsymphatisch wirkt doch der irgendwie verkrampfte feministische Blick auf die angebliche toxische Männlichkeit der unmännlichen Nerds, durch die weiblichen Aspiranten jeglicher Zugang und Aufstieg zu erfolgreichem Nerdtum bis in die heutige Zeit erschwert wird.Das erinnert mich ein wenig an Jutta Ecksteins akrobatische Logik, die feststellte, dass in den USA die Zahl der Informatik studierenden Frauen schneller wuchs als die der Männer, dann aber drastisch zurückging, als Anfang der 80er Jahre die PCs den Einzug in die Haushalte hielten. Da diese sich angeblich nur an Jungs und Männer gerichtet hätten, hätten jene einen Vorteil im Studium gehabt, woraufhin weibliche Studenten angeblich das Gefühl entwickelten, dies nicht aufholen zu können und sich dann anderen Studien zuwendeten.Eine erstaunlich absurde subjektive Verzerrung in der Wahrnehmung von Vorgängen in der Wirklichkeit. Zum Glück werden Mädchen und Frauen heute jedenfalls stark gefördert, wenn es darum geht, ihre Interessen in den MINT-Fächern und-Berufen zu verfolgen, und sollte sich am Ende doch erweisen, dass insgesamt betrachtet Affinitäten, Interessen und Fähigkeiten nicht vollkommen unabhängig vom biologischen Geschlecht sind, so wäre das ja wertfrei zu beurteilen statt es dann ggf. zu leugnen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf,. Wichtig ist und bleibt aber, dass beide Geschlechter die gleichen Bildungschancen und Zugangsmöglichkeiten haben.Hiervon abgesehen aber bietet das Buch viele unterhaltsame und interessante Einblicke in dieses populäre Thema.
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