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EAN 9783406777349
Der Sozialismus der Zukunft: Interventionen (Beck Paperback)
Der Sozialismus der Zukunft | Interventionen | Thomas Piketty | Taschenbuch | 232 S. | Deutsch
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★3
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2 ★0
1 ★1
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion21.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine absolute Pflichtlektüre für alle, die sich für die Zukunft des Sozialismus interessieren, und bietet eine tiefgründige und faszinierende Analyse von Pikettys Denken. Die Perspektive ist unglaublich aufschlussreich und begeistert jeden Leser.
Redaktion21.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein tiefgründiges und wichtiges Werk, das eine hervorragende Einführung in die sozialistische Theorie bietet, allerdings ist es für den Laien anspruchsvoll.
Thomas Piketty ist vor allem für sein großes Werk der "Kapitalismus im 21. Jahrhundert" bekannt, in dem er sehr ausführlich die Entwicklung sozialer und ökonomischer Ungleichheit beschreibt. Dieses Werk ist keine einfache Kost und der Leser wird dort mit viel Statistik und Wirtschaftstheorie konfrontiert.Anders verhält es sich nun mit dem kleinen gut 230-seitigen Band "Der Sozialismus der Zukunft". Hier hat der C.H. Beck Verlag einige von Pikettys Artikeln aus verschiedenen Zeitungen zusammengefasst, die zwischen 2016 und 2021 entstanden sind. Es handelt sich dabei mehr um politische und journalistische Arbeiten, die deutlich einfacher zu verstehen sind und so der Leserschaft Pikettys Denken leichter vermitteln sollen.Der Band präsentiert in drei Abschnitten knapp 50 recht kurze Texte, selten länger als fünf Seiten.Die in diesem Band versammelten Texte von Thomas Piketty erfüllen voll und ganz das Versprechen des Klappentextes: Mit knappen und verständlichen Worten bekommt der Leser einen Eindruck des Denkens dieses Autors auch ohne seine großen Hauptwerke durcharbeiten zu müssen.Da es sich um Artikel zu verschiedenen Anlässen handelt ist die Bandbreite der Themen recht groß, auch wenn sie sich natürlich immer um die große Frage drehen, wie Ungleichheit entsteht und was gegen sie getan werden kann. Was bei einer solchen Textsammlung nicht ausbleibt sind Redundanzen. So wird der Leser immer wieder dieselben Problematiken und Argumente zu lesen bekommen, aber dafür auch immer auf sehr konkrete Anlässe der jüngsten Vergangenheit bezogen und auch oft mit politischen Forderungen des Autors, die in seinen großen wissenschaftlichen Publikationen hinter der Analyse eher zurücktraten.So bekommt der Leser tatsächlich einen guten, wenn auch keinen tiefgehenden Eindruck von Pikettys Arbeit und Denken. Das ist mehr als ausreichend, um sein Denken einzuordnen und für sich selbst seine Schlüsse zu ziehen. Aber es ist auch ein guter Einstieg, falls der Leser Interesse hat tiefer in dieses Denken und Forschen einzutauchen.So oder so lohnt die Lektüre, sowohl für Interessierte, die zum ersten Mal Piketty lesen als auch für jene, die die großen Werke schon kennen, aber mehr über die politischen Aspekte seiner Forschungsergebnisse lesen wollen.
Die Vermögenskonzentration ist das größte soziale Problem derzeit und richtet massiven Schaden an. Sie führt zur schlechten Versorgung von 50% der Bevölkerung mit Bildung, Lebenschancen, gesunder Nahrung, Gesundheit und Lebenschancen. Die reflexartige Verteufelung von Vermögenssteuern als „Sozialismus“ führt unsere Gesellschaft in die Sackgasse und stresst die Umwelt, auf die die Unterversorgten keine Rücksicht nehmen können, weil sie ums Überleben kämpfen. Die utopische Lösung, dass technische Innovation ein fröhliches „Weiter So“ ermöglicht, scheitert an der Begrenztheit des Planeten und seiner Ressourcen.Piketty hat ein einfaches Gegenmittel: Durch Besteuerung großer Vermögen kommt der Staat in die Lage, jedem Jungbürger ein Startkapital von 120.000€ als Sozialerbschaft auszuzahlen, mit der er ein Unternehmen gründen, eine Wohnung kaufen oder seinen Lebensplan aufbauen kann. Dies setzt große wirtschaftliche Kräfte frei und befeuert den Aufbau der Kreativitäts-Gesellschaft, die wir brauchen, um die Zukunft zu meistern. Wenn nicht nur die Kinder von Reichen erben, sondern jeder Staatsbürger, führt dies zur Umverteilung von Macht und Einfluss von wenigen Milliardären auf die gesamte Bevölkerung. Den Superreichen bleibt immer noch genug, doch die Reichensteuer führt zu einer echten Chancengleichheit aller Bürger.Diese Idee habe auch ich in meinem Buch „Die Diktatur des Geldes“ propagiert, die Konzepte von Christian Felber und Stephan Schulmeister gehen in die gleiche Richtung. Das Tolle an Piketty ist, dass er alle Argumente der Umverteilungsgegner mit wissenschaftlicher Akribie widerlegt und nachweist, dass Wohlstand und Entwicklung mit Verteilungsgerechtigkeit korrelieren. Im 20 Jhdt. ging die Vermögenskonzentration etwas zurück, dies befeuerte den Fortschritt durch Bildungsaufschwung und Unternehmergeist der großen Massen. Seit der Reaganomics steigt die Geldkonzentration wieder an und die Welt versinkt in unlösbaren Problemen, da zu viele Bevölkerungsgruppen mangels Geldes aus der Problemlösungsgemeinschaft ausgeschlossen werden. Es braucht aber die Kreativität aller 8 Mrd. Menschen, um die Zukunftsprobleme zu bewältigen, sonst geht die Menschheit unter.Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Diktatur des Geldes. Die Lügen des Finanzkapitalismus“
Der Kommunismus ist immer gescheitert und wird es auch weiterhin tun. Pikety versucht hier jedoch einmal mehr die immer unfunktionale und menschenverachtende Idee des Sozialismus wieder aufleben zu lassen. Einfach nur lachhaft.
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Letzte Aktualisierung: 10.10.2026 18:13 Uhr.