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EAN 9783406777400
Wegbereiter der deutschen Demokratie: 30 mutige Frauen und Männer 1789-1918
Dieses Buch porträtiert Frauen und Männer, die für die Freiheit, für Menschen- und Bürgerrechte in Deutschland gekämpft haben. Zu ihrer Zeit oft unterdrückt, waren sie doch zukunftsweisend und schufen das politische Fundament unserer Republik. Es sind bewegende Biographien - erzählt von bekannten Autorinnen und Autoren -, die zusammen ein lebendiges Panorama der Demokratiegeschichte in Deutschland von der Französischen Revolution bis zur Gründung der Weimarer Republik ergeben. Das «Nie wieder» ist nach Vernichtungskrieg und Schoah zu Recht der Kern der deutschen Erinnerungskultur. Aber die B undesrepublik erklärt sich nicht allein ex negativo. Wer verstehen will, wie Deutschland nach dem Zivilisationsbruch von 1933 bis 1945 zur Demokratie zurückgefunden hat, muss auch seine Demokratiegeschichte kennen. Ihr fehlt bis heute der Platz, der ihr im kollektiven Gedächtnis der Deutschen und im Traditionsverständnis der Republik gebührt. Dieses Buch macht auf spannende Weise deutlich, wie reich und vielfältig, auch widersprüchlich unsere eigene demokratische Vergangenheit ist. Mit Beiträgen von: Sabine Appel, Hans-Peter Becht, Wilhelm Bleek, Christopher Clark, Michael Dreyer, Sabine Freitag, Ute Gerhard, Jürgen Goldstein, Ewald Grothe, Rüdiger Hachtmann, Kirsten Heinsohn, Irina Hundt, Christian Jansen, Alexander KoSenina, Norbert Lammert, Dieter Langewiesche, Herfried Münkler, Paul Nolte, Heribert Prantl, Hedwig Richter, Julius H. Schoeps, Susanne Schötz, Werner Schulz, Jörg Schweigard, Barbara Sichtermann, Frank-Walter Steinmeier, Barbara Stollberg-Rilinger, Dietmar Süß, Uwe Timm, Volker Ullrich und Kerstin Wolff. Eine Geschichte der Demokratie in Deutschland in Biographien 30 Frauen und Männer, die für unsere Demokratie wichtig sind Ein erinnerungspolitisches Statement des Bundespräsidenten
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Zugegeben, man muss sich schon ein wenig für die deutsche Geschichte interessieren, aber toll, was einem dann geboten wird. Jedes Kapitel schildert einen Lebenslauf verschiedener Menschen beginnend mit Ende des 18. Jhr. und chronologisch folgen.Alle waren sie wichtig für die Entwicklung der deutschen Demokratie, die sich wirklich nicht von heute auf morgen entwickelte, sondern manche Rückschläge ertragern musste.Viele dieser Namen und viele der Autoren kannte ich nicht und ich bin froh, dass diese Wissenslücken ein wenig geschrumpft sind... zumindest habe ich nun von der "Mainzer Republik" gehört, die zwar nur kurzlebig war, aber doch der erste Versuch einer Demokratie, der nicht nur die Oberschicht angehörte.
Wer wäre besser geeignet als der deutsche Bundespräsident, einen Sammelband über Deutschlands Demokraten herauszugeben, in der die besten Historiker einen roten Faden zeichnen, wie mutige Männer und Frauen die Demokratie erkämpften. Seit 1789 die Ideale der französischen Revolution nach Deutschland schwappten und durch Napoleon auch in neue politische Ordnungen gegossen wurden, forderten mutige Deutsche Wahlrecht, Gleichheit und Freiheit. Ich greife hier nur 2 Männer heraus, die mich besonders beeindruckt haben:Robert Blum war der führende Revolutionär der Revolution von 1848. Geboren in Köln erlebte er seinen politischen Aufstieg in Leipzig, überzeugte durch sein Rednertalent und seine Schriften, in denen er die Ideale der kommenden Gesellschaft als kommunizierende Gefäße ansah. 1848 fuhr er nach Wien, um die dortige Bewegung zu unterstützen. Als die Heere des Fürsten Windischgrätz die Stadt einschlossen, kämpfte man auf den Barrikaden, hatte gegen die Soldaten aber keine Chance. Als Führer der Revolution wurde er verhaftet und sofort zum Tode verurteilt. Es half ihm nichts, dass er gewählter Parlamentarier in der Frankfurter Paulskirche war, das war den Generälen egal, die ein Exempel statuieren wollten, um die Revolution niederzuschlagen. Sein berührender Abschiedsbrief an seine Frau und seine letzten Tränen beim Gang zur Exekution machten ihn zum Märtyrer der Bewegung.August Bebel griff die Ideale der Revolutionäre wieder auf und gründete 1869 die deutsche Arbeiterpartei, die sich 1875 mit der Partei Lasalles zur zukünftigen Sozialdemokratischen Partei zusammenschloss, deren führender Kopf Bebel von Anfang an war. Mehrmals wurde er deswegen ins Gefängnis gesteckt. Die Zeit in Haft nutzte er, um sich fortzubilden, wobei ihn vor allem die Bücher von Karl Marx beeindruckten. Sein Buch „Die Frau im Sozialismus“ begeisterte die Frauen und die Arbeiter und erlebte bis zu Bebels Tod 53 Auflagen. Bismarck bekämpfte ihn mit den Sozialistengesetzen, die aber 1890 nach Bismarcks Abtreten abgeschafft wurden. In der Folge wurde die SPD zur größten Fraktion mit 33% der Stimmen. Bis zu seinem Tod 1913 schaffte es Bebel, den gemäßigten und den radikalen Flügel zusammenzuhalten und die Abspaltung der Kommunisten zu verhindern. Er ahnte den ersten Weltkrieg voraus, erlebte ihn aber nicht mehr. Seine mäßigende Stimme fehlte dann während des Krieges und vor allem beim Zusammenbruch 1918.Ein schönes Buch für Freunde der DemokratieDr. Rüdiger Opelt, Autor von „Heiles Deutschland. Geschichte, Lösungen, Zukunft“
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Letzte Aktualisierung: 10.10.2026 18:13 Uhr.