Die Insel: Ein Bericht vom Ausnahmezustand an den Rändern Europas
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EAN 9783406799389

Die Insel: Ein Bericht vom Ausnahmezustand an den Rändern Europas

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1345046
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Die Insel | Ein Bericht vom Ausnahmezustand an den Rändern Europas | Franziska Grillmeier | Buch

Bewertungen & Erfahrungen

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6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 19.09.2025 testmonster.de · Redaktion
Die Aufmachung dieses Buches ist solide. Das Papier hat eine gewisse Qualität und der Druck ist klar. Die Bindung hält den Druck gut und das Gesamtbild wirkt durchdacht.
Redaktion 07.09.2025 testmonster.de · Redaktion
Der Bericht ist eine Zusammenstellung von Beobachtungen aus den betreffenden Gebieten. Die Struktur der Darstellung ist nachvollziehbar und die Gliederung erleichtert das weitere Lesen. Die Machart des Buches ist beim Betrachten angemessen.
Redaktion 03.11.2024 testmonster.de · Redaktion
Als ich dieses Dokument für die Studienvorbereitung anschaute, fiel mir die Art der Darstellung auf. Die Art und Weise, wie die Informationen präsentiert sind, ist für eine Lektüre während der Semesterzeit brauchbar. Die Papierqualität lässt eine gewisse Lesbarkeit zu, auch wenn manche Passagen eine gewisse Konzentration erfordern. Die Bindung hält das Material in einer akzeptablen Form.
Amazon Kunde 16.07.2023 amazon.de
Endlich ein Bericht aus den rändern der EU geschrieben mit den Augen und Gedanken der betroffenen. danke dafür!
pharmacy 16.07.2023 amazon.de
„Prinzipiell soll das Recht auf Asyl, in der Genfer Fluchtkonvention verankert, für jeden zugänglich sein. Doch was tun, wenn man als flüchtende Person den europäischen Boden gar nicht mehr erreicht, keine legalen Fluchtrouten hat oder mit systematischer Gewalt wieder von europäischen Boden fortgezerrt wird?”„Die Insel" von Franziska Grillmeier hat mich wütend, traurig und vor allem sprachlos gemacht. Grillmeier taucht tief in den Ausnahmezustand ein, der an den mittlerweile fast vergessenen Orten an den Rändern Europas herrscht. Mit ihrem eindrucksvollen Schreibstil und ihrer tiefgehenden Recherche gelingt es ihr, ein erschreckendes Bild von den Herausforderungen und Abgründen Europas zu zeichnen.Die Hoffnung auf ein sicheres Leben und bessere Zukunftschancen treibt die Flüchtlinge an - sie sehnen sich nach Schutz, Stabilität und den grundlegenden Menschenrechten, die ihnen in ihren Heimatländern verwehrt werden. Diese Sehnsucht ist verständlich und berührt tief.Ein zentraler Ort, der im Buch besprochen wird, ist das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Das Lager wurde zu einem traurigen Symbol für die unmenschlichen Bedingungen, mit denen Flüchtlinge konfrontiert sind.„Die Menschen, die Tag für Tag im nasskalten Winter von Moria ums Überleben kämpften, waren zu einem Spielball der Geopolitik geworden. Sie gerieten dadurch an die Grenzen ihrer Überlebensfähigkeit [...].”Moria war ursprünglich als temporäre Unterkunft geplant, konnte jedoch mit dem enormen Zustrom von Menschen nicht Schritt halten. Infolgedessen wurde es zu einem überfüllten und chaotischen Ort, der die grundlegenden Bedürfnisse der Bewohner nicht erfüllen konnte. Die Infrastruktur war völlig überlastet, es gab einen akuten Mangel an sanitären Einrichtungen, sauberem Wasser, Nahrungsmitteln, trockenen Unterständen und medizinischer Versorgung - also eigentlich an allem.„Moria war [...] längst zu einem medialen Ausstellungsraum für die europäische Asyl- und Migrationspolitik geworden. Zu einer Bühne von Rechtsverletzungen, die durchaus fotografiert, ausgestellt und beschrieben werden sollten, damit die Abschreckungsmechanik des Lagers [...] auch wirklich griff.”Das Flüchtlingslager Moria wurde zum Sinnbild für das Scheitern des europäischen Asylsystems und der mangelnden Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Es fehlte an einer koordinierten und effektiven Lösung, um die Situation zu verbessern und den Menschen in Moria angemessene Unterstützung zu bieten. Die Bedingungen in Moria waren nicht nur eine humanitäre Krise, sondern auch ein Appell an die europäischen Länder, ihre Verantwortung wahrzunehmen und gemeinsame Lösungen zu finden.„Die Insel" erinnert uns an die dringende Notwendigkeit, diese Probleme anzugehen und eine menschenwürdige Behandlung der Schutzsuchenden sicherzustellen.Denn das eine andere Behandlung von (Kriegs-)Flüchtlingen möglich ist, zeigte sich ein paar Jahre später mitten in Europa:„In diesem Moment prallten zwei Welten von schutzsuchenden Menschen aufeinander - jene, die keine sicheren Fluchtwege haben und deren gewalttätige Misshandlung durch europäische Grenzschützer:innen auf dem Weg meist folgenlos bleibt, und jene, die in ihrem Schutzgesuch in Europa empfangen werden, wie es im internationalen und europäischen Recht verankert ist.”Franziska Grillmeier scheut sich nicht davor, die Schattenseiten Europas schonungslos offenzulegen und dabei die menschlichen Geschichten derjenigen zu erzählen, die an den Rand gedrängt werden. Ihre Erzählungen sind geprägt von Empathie und Mitgefühl, und sie gibt den oft unsichtbaren Stimmen eine Plattform.Besonders beeindruckend ist die detaillierte Recherche, die in das Buch einfließt. Grillmeier hat offensichtlich zahlreiche Stunden damit verbracht, mit Menschen vor Ort zu sprechen, Daten und Fakten zu sammeln und Hintergrundinformationen zu recherchieren. Dadurch gelingt es ihr, ein authentisches Bild der Situation zu zeichnen und umfassend zu berichten. Und das, obwohl das Buch nur etwas mehr als 200 Seiten hat.„Die Insel" gibt einen Einblick in die Hoffnungen, Ängste und Träume derjenigen, die gezwungen sind, illegale Routen zu nutzen. Es erinnert uns daran, dass hinter den Zahlen und Statistiken echte Menschen mit Geschichten stehen, die unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen. Es ist ein Aufruf zur Solidarität und Veränderung und sollte meiner Meinung nach von jedem gelesen werden, der jemals eine Schlagzeile über Flüchtlinge gelesen oder Flüchtlinge gesehen hat oder jemanden im Umfeld kennt, der eine Meinung zu Flüchtlingen hat.
Renas Wortwelt 16.07.2023 amazon.de
Dieses Buch vermittelt den Eindruck, als wisse es nicht so genau, was es will. Dabei ist der Bericht der Journalistin Franziska Grillmeier über die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln wichtig. Sie erzählt von ihren eigenen Erlebnissen dort, als Beobachterin, als Freundin und als Journalistin.Doch scheint mir die Erzählweise ein wenig erratisch, ist das Buch doch eine Mixtur aus Reisebericht, Schilderung einzelner Schicksale und Anklage der desolaten und verfehlten Migrationspolitik der EU.Die Autorin hat geraume Zeit auf der Insel Lesvos gelebt, Kontakt aufgenommen zu den Geflüchteten in den Lagern, sie begleitet, ihre Schicksale aufgezeichnet. So hat sie mitbekommen, wie die engagierten Mitarbeiter verschiedener NGOs kriminalisiert, verhaftet und angeklagt wurden. Sie hat miterlebt, wie dramatisch schlecht die Gesundheitsversorgung in den Lagern ist, dass die Geflüchteten wenig bis gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Sie hat beobachtet, wie mühsam es für die in den Lagern Lebenden ist, ihre Asylanträge zu stellen, wie langwierig und wie frustrierend.Dazwischen erzählt sie immer wieder aus ihrem eigenen Leben, dabei so nebensächliche Dinge wie Abende in Kneipen, was sie dort aß oder trank. Das macht die Lektüre etwas mühsam, wird man dadurch doch aus dem Mitfühlen für die von Flucht und Lagerleben Betroffenen herausgerissen.Ebenso eingefügt, und das natürlich völlig zu Recht und mit vollem Nachdruck, prangert sie die Zustände an, erläutert sie die Zusammenhänge und macht auf die misslungenen europäischen Versuche aufmerksam, die Krise an den Außengrenzen der EU zu lösen.Insgesamt ein wichtiges Buch, das den Leser:innen die Problematik deutlich und unmissverständlich vor Augen führt. Dennoch hat mir der Stil und die Methode der Autorin nicht gänzlich zugesagt. Franziska Grillmeier - Die InselC.H. Beck, März 2023Gebundene Ausgabe, 220 Seiten, 24,00 €
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