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EAN 9783411756940
Stockmann, Oda: Einfach können - diskriminierungsfreie Sprache
Einfach können - diskriminierungsfreie Sprache | Oda Stockmann | Taschenbuch | 112 S. | Deutsch
Bewertungen & Erfahrungen
3,8 von 5,0
4 Bewertungen
5 ★2
4 ★1
3 ★0
2 ★0
1 ★1
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion17.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieser Ratgeber bietet sehr hilfreiche und konkrete Tipps, um sensibler mit diskriminierender Sprache umzugehen. Obwohl er sehr nützlich ist, könnte man vielleicht noch etwas mehr Beispiele für spezifische Kommunikationssituationen wünschen.
Trotz einiger Schulungen und Workshops zum Thema Diversität, hat uns das Buch zusätzlich sehr weitergeholfen Unklarheiten aus dem Weg zu räumen.Nicht nur für die Arbeit gut geeignet sondern auch für den Alltag. Es erklärt gut, wo Begriffe wie „Schwarzarbeit“ herkommen und sensibilisiert bei der wording für Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte, POC‘s, LGBTQ usw.Egal welche Art von Text…ich empfehle das Buch sehr.
Elvira Fölzer Bonner Doktorantin (Expertin für römische Keramik) und Margarete Bieber fallen mir in Deutschland spontan ein.Ein wichtiges Buch für Menschen die ihren Horizont erweitern wollenEine kleine Anmerkung hab ich wegen der Gestaltung: das helle Grün in den Grafiken ist für mich fast unlesbar
Die sogenannte diskriminierungsfreie Sprache hat sich mittlerweile selber als ein Instrument der Diskriminierung erwiesen, indem sie immer kleinteiligere Partikularinteressen zur Abgrenzung einzelner Gruppen gegen andere nutzt. Schon die grobe Einteilung der diskriminierungsanfälligen Personenkreise, die die Autorin in der Einleitung zusammenstellt, enthält 17 Kategorien, die sich im Weiteren noch differenzieren werden. Man muss kein Sprachwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass schon der Versuch, alle diese Gruppen gleichberechtigt zu „inkludieren“, jede Sprache überfordert und sie damit ihren primären Informationsgehalt zugunsten einer indoktrinierenden Sprachdiktatur verliert. Inhaltliche Verkürzungen oder sogar Verfälschungen sind im öffentlichen Diskurs mittlerweile an der Tagesordnung. Wenn z. B. in einem Text über die Archäologie des 19. Jahrhunderts von „Archäolog:innen“ die Rede ist, wird hier ein Bild erzeugt, das politisch motiviert ist, aber nicht mehr die Realität beschreibt. Im 19. Jahrhundert gab es keine Archäologinnen. Weitere Beispiele dieser Art sind im akademischen Umfeld zahllos zu finden, werden aber auch durch die öffentlich-rechtlichen Medien offensiv verbreitet. Die „diskriminierungsfreie“ Sprache wird ebenso dazu genutzt, um unliebsame Wahrheiten zu unterdrücken, mit Verweis auf vermeintlichen Rassismus oder Islamophobie, um nur zwei gerne benutzte Narrative zu erwähnen. Das alles erinnert sehr stark an das „Neusprech“ in Orwells „1984“, in dem ein totalitärer Staat die Sprache derart unterdrückt, bis Unliebsames nicht mehr ausgedrückt werden kann. Dass die Autorin die Akzeptanz „diskriminierungsfreier“ Sprache unmittelbar an die richtige (!) Haltung koppelt, zeigt den religiösen Charakter dieser Ideologie. Sie verweigert dementsprechend auch die inhaltliche Diskussion, weil ihre Haltung dogmatisch „richtig“ ist.Dass sich der Duden Verlag vor diesen ideologischen Karren spannen lässt, zeigt, dass er seine Berechtigung als sprachliche Regelungsinstanz längst verloren hat. Die behauptete „natürliche“ Weiterentwicklung der Sprache hat nie stattgefunden, sondern eine kleine totalitäre Gruppe zwingt der Mehrheit eine unnatürliche Sprachverwendung auf, die letztlich darauf zielt, nicht nur die Zukunft zu bestimmen, sondern auch die Vergangenheit so zu verändern, dass die historische Wahrheit nicht mehr ausgesprochen werden kann, wenn sie der „richtigen“ politischen Haltung nicht entspricht. Verhindern wir gemeinsam, dass Orwell noch weiter Realität wird und lassen das Buch da, wo es hingehört: Im tiefsten Papierlager des Duden Verlags.
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Letzte Aktualisierung: 29.09.2026 10:04 Uhr.