Das Spiel habe ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen, und ja.... das hat was! Nur... was ist nochmal ein Pränomen?In dem Spiel geht es darum, grammatisch richtige Sätze zu bilden. Der Sinn ist dabei nicht gefragt, klar, dass dann mitunter ziemlich sinnfreie Sätze rauskommen, aber grammatisch immerhin korrekt. Geeignet ist das Spiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren. Eine Runde dauert etwa eine gute halbe Stunde.Die Spielregel einfach erklärt:Das Spiel besteht aus einem kleinen Spielplan zum Setzen der Figuren, 96 kleinen Papptäfelchen mit Wörtern auf jeder Seite, 2 Würfeln und einer Spielanleitung. Zuerst zieht jeder Spieler 8 Kärtchen. Ein weiteres Kärtchen wird als Startwort neben den Spielplan gelegt. Der Jüngste fängt an, indem er würfelt. Die Würfel zeigen an, ob er Adjektive, Nomen, Pränomen, Artikel usw. legen darf. Es gibt auch Joker auf den Würfeln, die besagen: Alles darf gelegt werden. Der Spieler schaut in seinem Kärtchen, ob er die erwürfelten Wortarten besitzt. Ist dies der Fall, versucht er einen grammatisch richtigen Satz zu legen in Verbindung mit dem Startwort. Hat er keine passenden Wörter, zieht er ein weiteres Wort auf dem Vorrat und der nächste ist dran. Es darf waagerecht und senkrecht angelegt werden. Sätze dürfen auch verändert und umgebaut werden (wie bei Rummy). Wichtig ist, dass am Ende des Zuges wieder grammatisch richtige Sätze liegen. Je nachdem, wie viele Kärtchen ausgespielt werden konnten, so viele Felder setzt der Spieler seinen Spielstein auf dem Spielplan. Es gewinnt der Spieler, dessen Spielstein zuerst das Zielfeld erreicht. Ich hoffe, meine Erklärung war jetzt grammatisch richtig!?Insgesamt finde ich das Spiel sehr schön und es zaubert einiges an Schulwissen wieder hervor. Noch dazu ist es richtig lustig, was da so an Sätzen gelegt wird. Wir mussten so manches Mal herzhaft lachen.Einen Stern muss ich allerdings dennoch abziehen, weil die Farben der Wörter sehr schlecht voneinander zu unterscheiden sind. Auch die eingravierte Schrift auf den Würfeln ist abends bei Licht sehr schlecht lesbar. Die Farben auf den Wortkarten geben eine Hilfestellung, wenn man nicht weiß, ob das Wort darauf ein Adjektiv, Nomen, eine Präposition, Adverb usw. ist. So sind zum Beispiel alle Adjektive blau geschrieben, Pränomen dunkelgrün, Adverben dunkelblau usw. Das Dunkelblau von Dunkelgrün zu unterscheiden ist in dem Spiel eine wahre Herausforderung. Wer sich damit nicht so gut auskennt, kann das Spiel nur tagsüber bei guten Lichtverhältnissen spielen - und unsere Spieleabende finden meistens abends in der kalten Jahreszeit statt.Fazit: Ein witziges und doch lehrreiches Spiel, auch zum Auffrischen der Deutschkenntnisse aus der Schulzeit. Ich kann das Spiel trotz der Abstriche wegen der Lesbarkeit empfehlen. Vier Sterne!