und lesen, war meine Reaktion, als mir dieses Buch während eines Seminars im Dünenhof in Cuxhaven vorgestellt wurde!Ich habe es dann auch gleich gekauft.Ich beschreibe mit meinen Worten, wer dieses Buch lesen könnte/sollte, was grob der Inhalt ist und was es besonders macht.Also wer sollte es lesen:Alle, die eine Leitungsfunktion in einer christlichen Kirche/Gemeinde – gleich welcher Couloir – innehaben.Darüber hinaus aber auch alle Menschen, die Verantwortung – gleich welcher Art und Größe – tragen.Und alle die sich wünschen die Zusammenarbeit aller Glieder einer Gemeinde, in Ausrichtung auf unser aller Haupt - Jesus Christus - zu verbessern.Was ist - in etwa - der Inhalt und was macht es so besonders:Magnus Malm hat dieses Buch 2018 geschrieben und es ist jetzt (2020) ins Deutsche übersetzt worden.Es gibt schon sehr viele Bücher zu Leiterschaft in christlichen Gemeinden/Kirchen und dennoch ist dieses Buch schon deshalb besonders, weil namhafte Experten es als wegweisend empfehlen. Und genau das ist es auch, es zeigt einen Weg auf, wie man christlich leiten kann oder sollte – je nachdem zu welchen Schluss man nach der Lektüre des Buches kommt.Denn im Titel steht als zentraler Begriff Freiheit – wir sind jederzeit frei uns zu entscheiden – und dieserGrundgedanke zieht sich zusammen mit den weiteren Begriffen aus dem Titel „Dienen“ und „Leiten“ „auf den Spuren Jesu“ durch das gesamte Buch.Es werden so ziemlich alle Auf und Ab’s einer Leiterschaft, viele Ziele und Mittel beschrieben, bewertet und Lösungen angeboten.Die Schwächen und Fehler einer säkularen, als auch einer rein religiös bestimmten Kirche werden aufgezeigt. Eine Kirche ohne eine lebendige Beziehung zu Jesus verfolgt gleichermaßen ein falsches Ziel, wie eine Kirche in der die Gaben der Glieder als einzig wesentliche Funktionen betrachtet werden, ohne den Menschen selbst zu sehen, dem diese Gaben innewohnen.Der Autor schreibt u.a. zum wichtigsten Gebot der Bibel: „Auch die Liebe ist dreifaltig. Eine einzige Liebe äußert sich in drei Richtungen: die Liebe zu Gott, die Liebe zu mir selbst und die Liebe zum Mitmenschen.“Magnus Malm beschreibt an vielen Stellen sehr anschaulich und schlüssig, dass es unsere Aufgabe als Leiter ist, auf Jesus zu hören, ihm zu folgen, ihm zu vertrauen und eben nicht unserer eigenes Ding durchzuziehen. Es kommt darauf an Gott, Jesus und dem heiligen Geist Raum zu geben, nicht funktional und nicht ergebnisorientiert zu denken.Als Belege seiner Aussagen zitiert er neben dem Alten und dem Neuen Testament, viele Geistliche von frühchristlichen Ältesten, über Benedikt, Ignatius von Loyola, Thomas von Aquin, Dietrich Bonhoeffer bis Martin Luther King jr..Das Buch verdient eine ganz klare Empfehlung, auch wenn man am Ende nicht in Allem der Meinung des Autors sein muss.Das ist Sinn von – In Freiheit dienen!
Der Autor verbindet psychologische mit theologischen und kirchenhistorischen Ansätzen, um Gemeindeleitern und/oder Pastoren bei einer selbstreflektierenden Sicht auf ihren Dienst bzw. ihr Amt anzuleiten. Es richtet sich dabei an Leiter jeder christlichen Denomination/Konfession.Wir haben das Buch gemeinsam und gewinnbringend im Leitungskreis unserer Freien evangelischen Gemeinde gelesen und tauschen und regelmäßig darüber aus. Wir empfehlen es auch jedem Gemeindemitglied, da wir viele Konflikte der Vergangenheit auf unausgesprochene konträre Erwartungshaltungen an die Aufgaben von Pastoren und Gemeindeleitern/Presbytern/Ältesten zurückführen können.Neben den vielen hilfreichen und erhellenden Ansichten möchte ich einen Punkt besonders herausstellen: Der Autor leitet aus der landes-/volkskirchlichen Tradition ab, dass Pastoren im Verständnis vieler Gemeindemitglieder (sowie der Pastoren selbst) in erster Linie durch ihre akademische Qualifikation für ihre Aufgabe geeignet sind. Aus (eher charismatisch geprägtem) Verständnis vieler freier Gemeinden wäre die Qualifikation eher dadurch begründet, dass der Pastor/Gemeindeleiter möglich viele Gaben in seiner Person vereint. In beiden Fällen führt es nach Ansicht des Autors dazu, dass der Pastor/Älteste etwas Besonderes/Herausgehobenes ist und nicht mehr wirklich Teil der Gemeinde (ich kann diese Einschätzung aus eigener Erfahrung teilen). Beide Dinge (theologische Qualifikation und Begabung) sind wichtig, reichen aber auch in Kombination oftmals nicht für die Befähigung zum Leitungsamt. Der Autor schlägt einen anderen Weg vor, anhand welcher Kompetenz (d.h. nicht an einer Qualifikation) sich jemand für eine Gemeindeleitungsfunktion empfehlen solle. Aber das will ich an dieser Stelle offen lassen, damit Interesse bleibt, das Buch selbst zu lesen.Das Buch ist leider nicht so geschrieben, als dass es sich durchweg flüssig lesen lasse. Die zahlreichen praktischen Beispiele erscheinen oftmals beim ersten Lesen nicht schlüssig aneinander zu passen. Mehrfach habe ich an den Kapitelanfang zurückgeblättert, um die Kapitelüberschrift nochmal zu lesen und dann erst zu erkennen „Ach, darauf will der Autor hinaus“. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Dafür gibt es jedenfalls einen Punktabzug. Meine Empfehlung für das Buch bleibt davon unberührt.