Giovannis Zimmer: Baldwins berühmtester Roman - neu übersetzt
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bildquelle: amazon.com

Preisverlauf (90 Tage)

Tiefstpreis: 14,00 € Trend
Stabile Preise
Der Trend beruht auf den letzten 14 Tagen des Preisverlaufs und ist keine Vorhersage. Gezeigt wird je Tag der niedrigste Preis aller bei uns gelisteten Shops — Angebote, die wir nicht erfassen, sind nicht enthalten.
Browser-Benachrichtigung bei PreissenkungWir melden uns, sobald es günstiger wird als heute (14,00 €) — höchstens einmal am Tag. Ohne E-Mail, ohne Konto, jederzeit abbestellbar. Amazon-Angebote sind ausgenommen. Datenschutz
Hinweis: Amazon-Preise sind in der Preisverfolgung bzw. im Preisverlaufsgraphen nicht enthalten. Wir versenden keine Benachrichtigungen zu Produkten über Amazon.
Lesen & Literatur EAN 9783423147910

Giovannis Zimmer: Baldwins berühmtester Roman - neu übersetzt

Hersteller: Dtv Verlagsgesellschaft  ·  MPN: 1138449
4,3/5,0 (7 Bewertungen)
Günstigster Preis
14,00 €
inkl. MwSt.
Verfügbar bei averdo.com Versand: k.A.
Bei 4 Anbietern im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 17.10.2026 18:23 Uhr
Bei averdo.com kaufen — 14,00 € Verfügbar · inkl. MwSt. · Versand k.A. Alle 4 Angebote vergleichen ↓

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
dtv Verlagsgesellschaft
EAN
9783423147910
Hersteller-Artikelnr.
1138449
Kategorie
Lesen & Literatur
Ø Bewertung
4,3 / 5,0 (7 Bewertungen)
Günstigster Preis
14,00 € (averdo.com)
Anbieter im Vergleich
4 Shops

Produktbeschreibung

Giovannis Zimmer | Baldwins berühmtester Roman - neu übersetzt | James Baldwin | Taschenbuch | 2021

Bewertungen & Erfahrungen

4,3 von 5,0
7 Bewertungen
5 ★ 3
4 ★ 3
3 ★ 1
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 7 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 27.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absolutes Highlight und ich habe es sehr begeistert gelesen. Die Geschichte fesselt von Anfang bis Ende und transportiert wunderbar in die Atmosphäre der 50er-Jahre.
Redaktion 27.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
Redaktion 27.01.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch kam rechtzeitig an und war in einem akzeptablen Zustand, obwohl es aus einer früheren Auflage stammt. Die Größe ist etwas kleiner als üblich. Der Eindruck des Buches war bei der Ankunft in Ordnung.
Redaktion 20.08.2025 testmonster.de · Redaktion
Das Buch kam pünktlich an und war in einem akzeptablen Zustand, obwohl es aus den siebziger Jahren stammt. Die Größe ist etwas kleiner als heute üblich. Man kann den Geruch des alten Buches wahrnehmen. Die Lesbarkeit ist gegeben, allerdings wirkt das Ende etwas ungewöhnlich. Es ist empfehlenswert für jemanden, der das Buch als historisches Objekt betrachtet und den Inhalt nicht primär für eine tiefgehende Analyse sucht.
Stefan Proust 09.03.2024 amazon.de
In der queeren Literaturgeschichte gehörte der Schriftsteller James Baldwin schon immer zu einem der bedeutendsten Autoren der Gegenwart und über deren Vermittlungskanon bin ich überhaupt auf Baldwin und sein Werk aufmerksam geworden. Das er jetzt in Deutschland dank der Neuübersetzungen von Miriam Mandelkow eine Renaissance erlebt und in aller Munde ist freut mich natürlich und hat dazu geführt dass ich seine Werke wieder neu lese. In seinem zweiten Roman "Giovannis Zimmer", von dessen Veröffentlichung ihm die Verleger abgeraten haben, steht die Homosexualität im Mittelpunkt des Geschehens und wird wie so oft bei Baldwin in ihrer ganzen Ambivalenz und Zwiespältigkeit gezeigt. Es wäre aber völlig absurd diesem Roman das Etikett "Gay literature" aufzukleben, denn wie man im ausgezeichneten und informativen Nachwort von Sascha Marianna Salzmann nachlesen kann, wies James Baldwin in Interviews, die auf das "Thema" der Homosexualität hartnäckig insistierten die Lesart von sich, "Giovannis Zimmer" sei ein homosexueller Roman. Als Schriftsteller interessiert sich James Baldwin nicht für Themen, die können in Sachbüchern oder in der Gattung des Protestromans, gegen den Baldwin eine tiefe Aversion hegt, behandelt werden, sondern für die Menschen und deren Einzelschicksale, für das Leid und die Tragik menschlicher Beziehungen und Handlungen.Für Unverständnis sorgte bei manchem nicht nur die "sexuelle Abweichung" in "Giovannis Zimmer", sondern auch, dass der Autor vom Debütroman "Go tell it in the mountain", in dem die Rassenproblematik aus der Sicht des schwarzen Mannes im Fokus steht, sich die künstlerische Freiheit erlaubt sich mit einem weißen Ich-Sprecher zu identifizieren, die den Versuch einer Analyse des Weißen Amerikaners in Europa, dem in seinem Exil seine verdrängten Identitätsschwierigkeiten aufstoßen, darstellt. Baldwin bricht mit der Niederschrift von "Giovannis Zimmer" nicht nur aus dem sexuellen sondern auch aus dem rassischen Ghetto aus. Es ist nicht bedeutungslos, dass der Roman in Frankreich entstand und spielt, denn Paris war für Baldwin Ende der vierziger und Anfang der fünfziger Jahre, seitdem er 1948 mit einem One-Way-Ticket nach Europa flüchtete, der Ort seiner Emanzipation, "mit Paris wird Baldwin eine lebenslange Freundschaft verbinden, hier wird er sich emanzipieren, als Farbiger, als Schriftsteller, als Homosexueller, und nicht zuletzt als Amerikaner. Paris bewahrt ihn, wie er sagt, davor, "nur ein schwarzer Schriftsteller" zu werden. Paris ist die Stätte, wo er die beiden Pole seines Schreibens erkundet: Rassismus und Sexualität." (Ralph J. Poole, in: Alexandra Busch und Dirck Linck (Hg.), Frauenliebe Männerliebe, Eine lesbisch-schwule Literaturgeschichte in Porträts, S. 38-39)"Giovanni Zimmer" ist in Form eines Bekenntnisses geschrieben. Der Ich-Erzähler, der weiße Amerikaner David hält eine Art Nachtwache in einem gemieteten Haus in Südfrankreich, wo ihn Schuldgefühle überfallen. Sein früherer italienischstämmiger Geliebter Giovanni, den er in einem Pariser Schwulenlokal kennen- und liebengelernt hat, sitzt im Gefängnis und wartet, nachdem er sich des Raubmordes an dem schwulen Barbesitzer Guillaume schuldig gemacht, als der seine Lage ausnutzen will, auf seine Hinrichtung. In den Stunden des Wachens versucht David zu erkunden, wie groß seine eigene Schuld an Giovannis aussichtsloser und tödlicher Situation ist. Hätte seine Liebe zu Giovanni, von der er weggelaufen ist, weil er sich von dem "Gestank der Liebe" fürchtete, diese Tat verhindern können? War es seine Unfähigkeit, sich der Wahrheit seines schwulen Ichs zu stellen und stattdessen den Hafen der heterosexuellen Ehe mit Hella anzustreben, weil er die Hoffnung auf die gesellschaftliche Integration einer bürgerlichen Ehe mit Kindern die das Siegel oder Zeichen seiner "unbestrittenen Männlichkeit" wäre, nicht aufgibt, die Giovanni in den endgültigen Abgrund des Nichts stoßen werden?In Rückblenden erfährt der Leser Davids Geschichte, die bis in seine Jugend zurückreicht. Er erinnert sich an seine erste homosexuelle Erfahrung mit seinem Mitschüler und Freund Joey in den Sommerferien, Berührungen die die beiden Jungen noch nie erlebt haben, ein Nacht in der sie sich einander Freude und Lust geben. Und dann das traurige Erwachen, die schockierende Entdeckung, dass der schlafende Junge neben sich das gleiche Geschlecht hat wie David ("Mir dämmerte: Joey ist ein Junge. Auf einmal sah ich die Kraft in seinen Schenkeln, in seinen Armen und in seinen lose geballten Fäusten. Dieser Körper kam mir auf einmal vor wie die dunkle Öffnung zu einer Höhle, in der ich gemartert würde, bis der Wahnsinn eintrat, in der ich meine Männlichkeit verlieren würde."), die das zerwühlte Bett zu einem Ort der Schande und Schändlichkeit machen und eine furchteinflössende Zukunft prophezeien voller "Andeutungen und Gerede, voller schmutziger Wörter." Der jugendliche David fasst den Entschluss, das homosexuelle Erlebnis durch Totschweigen zu verdrängen und nie wieder mit einem Jungen zu schlafen.Ein anderer Roman, der acht Jahre vor "Giovannis Zimmer" in Amerika erschien, "The city and the Pillar" (Geschlossener Kreis) von Gore Vidal, beginnt ebenfalls mit einer erotischen Begegnung zwischen zwei Schülern, Bob und Jim, und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen einer schwulen Liebesbeziehung. Doch während in Vidals Debütroman der Protagonist Jim in der Fremde zur homosexuellen Identität finden wird im Gegensatz zu seinem Freund Bob, der in seinem Nest eine bürgerliche Existenz mit Frau und Kindern aufgebaut hat und bei der Wiederbegegnung mit Jim für diese Lebenslüge von Jim regelrecht vergewaltigt wird, ist David im Pariser Exil und der dortigen homosexuellen Subkultur zunächst nur ein Beobachter und toleranter Außenseiter, dessen Heterosexualität unter dem Schutz der Liaison mit Hella scheinbar außer Zweifel steht. Sein älterer Freund Jacques, für dessen Lebenswandel, das sich im wesentlichen im Kneipen- und Strichermilieu abspielt, David eine Mischung aus Mitleid und Verachtung empfindet, hat David aber schon längst entlarvt und fordert ihn auf sich zu outen: "Denk an die Männer", sagte Jacques, "die dich bekniet haben, während du an etwas anderes gedacht und so getan hast, als würde sich dort im Dunkeln zwischen deinen Beinen nichts regen."Die Begegnung mit Giovanni löst etwas in ihm aus, eine Intensität des Gefühls und Verlangens, die zum ersten mal seine bisherige Praxis, Entscheidungen auszuweichen, in Frage stellt. In Giovannis Zimmer, einem verwahrlosten Dienstbotenzimmer, das als Metapher für die nie erfahrene Geborgenheit und für die Bedrängung eines Gefängnisses steht, kann David sich dem homosexuellen Begehren hingeben und obwohl "jede Faser in mir NEIN! schrie, seufzte doch alles zusammen JA." Als Vorlage für die intensive aber kurze Liebesbeziehung zwischen David und Giovanni diente wohl Baldwins große Liebe zu einem jungen Schweizer Künstler, Lucien Happersberger, einem Weißen also, den er in Frankreich kennengelernt hat. War das einer der Gründe warum der afro-amerikanische Baldwin in die Rolle eines weißen Ich-Erzählers schlüpfen musste? Bedenkt man die Kontroverse, die sein Roman "Eine andere Welt" sechs Jahre später bei den afro-amerikanischen Kritikern auslöste (vom Verrat an der schwarzen Gemeinschaft ist dort die Rede), weil dort alle Männerfiguren bisexuell sind und der Roman nicht nur durch Bisexualität der Protagonisten sondern auch durch "Rassenmischung" gekennzeichnet ist, kann man vielleicht verstehen, warum Baldwin hier noch nicht Farbe bekennt.Auf der anderen Seite geht es im hier vorliegenden Roman um das Thema Amerika und Männlichkeit allgemein, das einer besonderen Beachtung bedarf, "gerade weil Baldwin aus einer doppelt marginalen Position spricht." Die Frage "wann ist ein Mann ein Mann" begleitet auch die Biographie Davids. Er erinnert sich an eine häusliche Szene, die er mitanhört, als sein betrunkener Vater mit seiner ledigen Tante, mit denen er nach dem frühen Tod seiner Mutter unter einem Dach wohnt, über die Zukunft seines Sohnes und seine Vorbildfunktion als Vater spricht. In einem Tonfall, der den jungen David erschreckt, sagt sein Vater, dass sein einziger Wunsch sei, seinen Sohn zu einem Mann heranwachsen zu sehen und "wenn ich Mann sage, meine ich keinen Sonntagsschullehrer." Worauf ihm Ellen, Davids Tante erwidert: "Ein Mann", sagte Ellen knapp, "ist nicht dasselbe wie ein Stier." David wiederum wünscht sich keinen Vater, der als Kumpel auftritt, sondern "die gnädige Distanz zwischen Vater und Sohn, die mir erlaubt hätte, ihn zu lieben." Für Baldwin sind sowohl "der Schwarze" als auch "der Schwule" letztlich kategoriale Zuschreibungen, die weitaus mehr über die Befindlichkeit der Mehrheitskultur aussagen als über die jeweilige Minderheit. In einem Interview formulierte es Baldwin so: "Menschen erfinden Kategorien, um sich sicher zu fühlen. Weiße Menschen erfinden schwarze Menschen, um den weißen Menschen eine Identität zu geben... Heteros erfinden Schwule, so daß sie mit ihnen schlafen können, ohne selbst Schwule zu werden." Sasha Marianna Salzmann verweist daraufhin, dass Baldwin sich zwar solidarisch mit der Schwulen- und Lesbenbewegung und ihrem Anliegen erklärte, aber aufgrund eigener Lebenserfahrungen und prinzipiell als Schriftsteller kein Mensch sei, "der sich mit Gleichgesinnten in TRIBES, in Stämmen, zusammenfinden möchte. Er habe sich immer als Einzelgänger verstanden."Diese Position steht im scharfen Gegensatz zur Wiederkehr der Identitätspolitik der neuen Linken in Frankreich. Didier Eribon spricht von Identität, von Gruppen- und Klassenzugehörigkeit, von einem "Wir"-Gefühl, das man bei Baldwin vergebens suchen wird. So wie Baldwin möchte auch David nicht auf eine Identität festgelegt werden, aber die ganze Ambivalenz einer Identitätspolitik zeigt sich, als David über sein Verhältnis zu seiner Heimat, Amerika nachdenkt. Ihn ärgert es wenn Giovanni ihn einen "vrai Américain" nennt, wenn er unzufrieden mit ihm ist aber auch das Gegenteil stößt ihm übel auf, wenn Giovanni in begeisterten Momenten behauptet, dass er überhaupt nichts von einem Amerikaner hat. Beides ärgert ihn, es "ärgerte mich, ein Amerikaner genannt zu werden (und ärgerte mich über meinen Ärger), denn es klang, als wäre ich nur das; und ich ärgerte mich, KEIN Amerikaner genannt zu werden, denn das klang, als wäre ich nichts." In seinem Essay "Das Gefängnis der Männlichkeit" (The Male Prison, 1954), zwei Jahre vor "Giovannis Zimmer", spricht Baldwin von der Gefahr für den Homosexuellen, von der eigenen Männlichkeit in sozialer Isolationshaft gefangengehalten zu werden, wenn er nicht auch die Liebe zum anderen Geschlecht lernt. Wie die extremen Männerhelden, die "ihre Muskeln, Fäuste und Schießprügel" in der Beziehung zu Frauen spielen lassen, so können auch die homosexuellen Männer, "die keine Frauen mehr lieben können, auch einander nicht mehr lieben, respektieren oder vertrauen, wodurch ihre Isolierung vollständig wird."Auffallend ist Baldwins Weigerung einen eindeutig schwulen Charakter zu zeichnen. "Giovannis Zimmer" erschien zu einem Zeitpunkt, als der Sexualforscher Alfred Kinsey das gängige Bild der männlichen Sexualität ins Wanken brachte. Der Kinsey-Report belegte mit statistischem Datenmaterial, dass ca. 5 % Prozent aller befragten Männer zwar ausschließlich homosexuell sind, dass aber ein weit höherer Prozentsatz (fast 50 %) ein oder mehrere Male in ihrem Leben sexuelle Kontakte mit Männern hatten. Die Studie zeigte außerdem, dass nur eine Minderheit der befragten eindeutig Homosexuellen eine länger andauernde Liebesbeziehung mit einem anderen Mann hatte. Die Beziehung zwischen David und Giovanni steht von Anfang an unter keinem günstigen Stern, sie hat keine Perspektive, sie ist zeitlich begrenzt. Die Vorstellung einer Hausgemeinschaft, in der David in Nachahmung der heterosexuellen Beziehung die Rolle des Mädchens übernehmen würde, stoßt David ab. In der Abschiedsszene drängt er Giovanni dazu, sich eine Frau zu suchen. Der Druck der heteronormativen Gesellschaft ist so stark, dass David seine Liebe zu Giovanni verleugnen muss, weil er nicht das richtige biologische Geschlecht hat und verliert dabei die Person aus dem Auge. Giovanni wirft ihm dies auch vor, er sagt: "Du bist derjenige, der die ganze Zeit davon spricht, WAS ich will. Ich spreche nur davon, WEN ich will."Mit Baldwin könnte ich mich die ganze Zeit beschäftigen. Das größte Geschenk, dass Baldwin dem Leser nämlich macht, so steht es auch im Nachwort, ist "Selbsterkenntnis". Eine Kritik habe ich dann aber doch. Der Schluss des Romans erhält eine leicht religiöse Stimmung, es ist von Heil und Erlösung die Rede, es wird eine religiöse Sprache eingefügt, die den individuellen Konflikt in eine willkürlich scheinende Dunkelheit verwischt und die sich in schwer verständlichen erlösungsbedürftigen Sätzen artikuliert. Dadurch wirkt es leicht Gekünstelt und nicht stimmig. Mit Sicherheit spielt hier das elterliche Milieu und die eigenen religiösen Wurzeln (Baldwin war in seiner Jugend als Laienprediger einer religiösen Gemeinde tätig) eine große Rolle bei dieser Art der Mystifizierung.
NiWa 09.03.2024 amazon.de
In den 1950er-Jahren in Paris lernt der Amerikaner David den charismatischen Giovanni kennen. Sie beginnen eine Affäre, die in einem Unglück enden wird.„Giovannis Zimmer“ ist ein dramatischer Roman über Verlangen und verzweifelter Liebe, der im Paris von 1950 spielt.David ist Amerikaner im Paris der 1950er-Jahre. Er genießt den französischen Flair, flirtet mit dem Ambiente der Stadt und lässt sich durch die betörende Atmosphäre treiben.In einer Bar begegnet er Giovanni und es knistert auf den ersten Blick. Rasch wickelt er den selbstbewussten, attraktiven Kellner um den Finger, und eine verheißungsvolle Affäre nimmt ihren Lauf.Schon zu Beginn ist deutlich, dass diese Romanze keinesfalls Davids Vorstellungen einer amourösen Beziehung entspricht. Er ist verlobt, sehnt sich nach dem Leben an der Seite einer Frau, und träumt von einer Familie mit Kindern, was im Gegensatz zu seinem Verhalten sowie Verlangen steht.David merkt, dass dieser Lebenstraum sein Traum von einem Traum ist. Tatsächlich sehnt er sich nach Giovannis festen Griff, den zärtlichen Eskapaden und betörenden Stunden, wenn sie gemeinsam in seinem Zimmer sind.James Baldwin schrieb diesen Roman in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe ein radikales Tabuthema war. Homosexualität steht teilweise unter dogmatischen Strafen, die Gesellschaft verschließt davor die Augen und die Szene zwinkert sich schelmisch zu, während sie hinter vorgehaltener Hand ihren Vorlieben frönt.Es ist der Nährboden für Scham, Selbstverleugnung und emotionalem Missbrauch, dem David und Giovanni hoffnungslos ausgeliefert sind.Neben diesem Tabubruch, der Darstellung gleichgeschlechtlicher Sehnsucht, zärtlicher Gefühle und dem unstillbaren Wunsch nach einem gemeinsamen Fortbestehen, explodiert die Geschichte in einer verstörend-intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Wesensart.Baldwin schildert die innere Zerrissenheit seiner Figur David. Der Amerikaner ist letztendlich auf der Flucht vor sich selbst und hat sich dazu nach Paris verirrt. Während er seine Verlobte in Spanien auf Abstand hält, gibt er sich seinem wahren Wesen hin, ohne für sich selbst einzustehen. Scham, Reue und Verlangen zerren an seiner Seele, die nach und nach in einem gnadenlosen Fiasko untergeht.Für mich als Leserin ergab sich daraus eine herzzerreißende Erfahrung. Davids Gefühle schwappen über, er verliert den Boden und findet keinen Halt. Am liebsten hätte ich ihm seine eigene Verleumdung ins Gesicht geschmissen, ihn an der Hand gepackt und ihn in Giovannis Zimmer geführt.Es bleibt eine beklemmende, wehmütige und verzweifelte Liebe, die sich ihrer selbst schämt und mir als intensive, ergreifende Geschichte im Gedächtnis bleibt.
Andy 09.03.2024 amazon.de
It arrived on time, in a very good condition although it was printed in 1987. The book‘s size is just smaller than the standard size nowadays (around 12,9 X 19.9 cm).I love the whole story and the smell of this old book. The ending is somehow not very satisfying and a bit strange. Had James been alive, he would have written it in a diffenrent way.
Preisvergleich
4 Angebote gefunden
1
averdo.com
Verfügbar Versand: k.A.
Aktualisiert: 17.10.2026 18:13 Uhr
14,00 €
inkl. MwSt.
Zum Angebot
2
buchserien.de
Verfügbar Versand: k.A.
Aktualisiert: 17.10.2026 18:14 Uhr
14,00 €
inkl. MwSt.
Zum Shop
3
preigu.de
Verfügbar Versand: k.A. 1-2 Werktage
Aktualisiert: 17.10.2026 18:15 Uhr
14,00 €
inkl. MwSt.
Zum Shop
4
medimops.de
Verfügbar Versand: 1,99 €
Aktualisiert: 17.10.2026 18:23 Uhr
14,00 €
inkl. MwSt.
Gesamt: 15,99 €
Zum Shop

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Letzte Aktualisierung: 17.10.2026 18:23 Uhr.

Weitere Produkte von Dtv Verlagsgesellschaft
Weitere Produkte in „Lesen & Literatur“
Alle in Kategorie →