Unsre verschwundenen Herzen - Celeste Ng Taschenbuch
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EAN 9783423148801

Unsre verschwundenen Herzen - Celeste Ng Taschenbuch

Hersteller: Ng, Celeste  ·  MPN: 6772030
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Produktfakten auf einen Blick

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Ng, Celeste
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9783423148801
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6772030
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Produktbeschreibung

Unsre verschwundenen Herzen | Celeste Ng | Taschenbuch | 400 S. | Deutsch | 2023 | EAN 9783423148801

Bewertungen & Erfahrungen

4,0 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 28.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Fesselnd!
Amazon Kunde 20.04.2024 amazon.de
Ergreifend erzählt mit deutlichen Hinweisen zu den aktuellen sozialen Verwerfungen in den USA. Sehr zu empfehlen.
ruth 20.04.2024 amazon.de
Der neue Roman der amerikanischen Autorin Celeste Ng spielt in den USA in nicht allzu ferner Zukunft. Nach einer Wirtschaftskrise, die das Land ins Chaos stürzte, hat ein autokratisches System die Herrschaft übernommen. Für den wirtschaftlichen Niedergang macht man China mit seiner neuen Weltmachtstellung verantwortlich. Seitdem sehen sich asiatisch aussehende Amerikaner zahlreichen Diskriminierungen und Diffamierungen ausgesetzt, die z.T. auch brutale Ausmaße annehmen. Ansonsten ist das Land wieder zur Ruhe gekommen. Maßgeblich dazu beigetragen hat PACT - „ Preserving American Culture and Traditions Act“, das Gesetz zur Erhaltung amerikanischer Kultur und Traditionen. Damit wird alles, was als „ unamerikanisch“ gilt, verfolgt und ausgemerzt. So werden Bücher verboten und eingestampft und als besonderes Druckmittel werden regimekritischen Eltern ihre Kinder entzogen und in Pflegefamilien untergebracht.Doch es regt sich Widerstand im Land.Der zwölfjährige Noah, genannt Bird, ist die Hauptfigur im Roman. Er lebt allein mit seinem Vater, einem ehemals angesehenen Linguisten, in einer winzigen Zwei- Zimmer- Wohnung auf dem Campus von Harvard. Hierher sind sie gezogen, nachdem seine Mutter vor drei Jahren die Familie verlassen hat. Von ihr, Tochter von Einwanderern aus Hongkong, hat Bird sein asiatisches Aussehen. Das macht ihn zum Außenseiter. Noch mehr allerdings, dass ein Gedicht seiner Mutter, das der titelgebenden „ verschwundenen Herzen“, zur Parole der Widerstandsbewegung wurde. Birds Vater tut deshalb alles, um seinen Sohn zu schützen und nirgends unliebsam aufzufallen.Doch eines Tages findet Bird einen Brief seiner Mutter mit einer geheimnisvollen Botschaft und er macht sich auf die Suche nach ihr.Celeste Ng hat hier eine Dystopie entworfen, die nah an aktuellen Strömungen liegt. Wie sie in ihrem Nachwort schreibt, nahm während der Corona- Pandemie die antiasiatische Diskriminierung stark zu, geschürt noch von Präsident Trump, der vom „ China- Virus“ sprach. Und in der amerikanischen Geschichte hat diese Diskriminierung Tradition, denke man nur an die Internierung japanisch- stämmiger Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs.Wie Margaret Atwood in ihrer berühmten Dystopie „ Der Report der Magd“ greift Celeste Ng auf tatsächliche Geschehnisse aus der Geschichte zurück. So wurden in der DDR Eltern, die als Staatsfeinde galten, ihre Kinder weggenommen und in Kanada hat man über 100 Jahre lang indigene Kinder in christliche Internate gegeben und sie so ihrer kulturellen Identität beraubt. Das verschafft ihrem Roman Authentizität .Die Geschichte wird vorwiegend aus der kindlichen Perspektive Birds geschrieben. Dabei kommt man dieser Figur sehr nahe, nimmt Anteil an seinen Gefühlen und Gedanken. Ist er anfangs noch genervt von den Ängsten seines Vaters, seinem Duckmäusertum, versteht er im Verlaufe der Handlung, dass dies alles nur zu seinem Schutz und aus Liebe zu ihm geschah. Am Ende hat Bird auch verstanden, warum seine Mutter ihn verlassen musste und er kann sie bewundern für ihren Mut und ihren Einsatz. Mehr Happy- End gönnt uns die Autorin nicht und das ist gut so.Der Mittelteil gehört Margaret Miu, der Mutter. Sie erzählt ihre Geschichte, vom Aufwachsen als Migrationskind, das permanent zur Anpassung angehalten wird, vom Rückzug in die private Idylle, so lange, bis Wegschauen keine Option mehr ist. Diese mehr berichtende Erzählweise erschwert den emotionalen Zugang zu dieser Figur.Die Geschichte liest sich leicht und ist packend. Allerdings hat die Autorin ein Anliegen und eine eindeutige Botschaft, das gibt dem Roman etwas Konstruiertes und Schablonenhaftes. Die leicht märchenhaften Züge erschienen mir dagegen passend.Dass Celeste Ng der Poesie die Kraft zum Widerstand zuschreibt und Bibliotheken zu Orten der Auflehnung und der Zuflucht macht, erfreut natürlich jeden Bibliophilen, ist aber eher Wunschdenken.Für mich liest sich das Buch, trotz zahlreicher Verweise auf Reales, weniger als realistische Geschichte, sondern wie eine Parabel.Sprachlich konnte mich die Autorin nicht durchgängig überzeugen. Die kraftvolle Poesie kippt gegen Ende leider nahe hin zum Kitsch.„ Unsere verschwundenen Herzen“ ist eine spannende und bewegende Dystopie, die gegen staatliche Repressionen auf die Kraft von Liebe und Hoffnung setzt.Obwohl die Autorin hier hinter ihren ersten beiden Büchern erzählerisch und sprachlich zurückbleibt, so lohnt sich die Lektüre trotzdem. Vielleicht ist der Roman im Bereich „ Jugendbuch“ besser aufgehoben.
Jackii 20.04.2024 amazon.de
„Unsre verschwundenen Herzen“ von Celeste Ng macht alleine schon mit seinem Titel neugierig auf mehr. Was ist mit den verschwundenen Herzen gemeint? Warum sind sie verschwunden? Und können sie wiedergefunden werden? Anhand des Covers lässt sich da noch nicht so viel erahnen und mit dem Titel könnte jede Geschichte behandelt werden. Liest man sich dann jedoch den Klappentext durch, wird schnell klar, dass es sich hierbei um eine Dystopie handelt, die in unserer Welt gar nicht so unwahrscheinlich erscheint. Wenn dies aber die Wirklichkeit wäre, wäre es schrecklich.Bird, ein zwölfjähriger Junge, lebt zusammen mit seinem Vater auf dem Campus von Harvard, denn dort ist sein Vater in der riesigen Bibliothek angestellt. Die beiden leben, nach dem Fortgehen von Birds Mutter, ein bescheidenes Leben. Sie verhalten sich unauffällig und leben so, wie es die Regierung für „normale“ und „richtig“ befindet. Denn vor gut zehn Jahren traten Gesetze in Kraft, die die amerikanische Kultur schützen sollen. Dabei trifft es oft asiatisch aussehenden Mitbürger der USA sehr hart, denn ihnen gibt man die Schuld an der damaligen Krise. Darunter fallen auch Bird und seine Mutter. Dies ist wohl einer der Gründe, warum sie ihren Sohn verlassen hat. Sie wollte ihn beschützen und davor bewahren aus der Familie gerissen zu werden. Denn genau das passiert unter anderem mit den Kindern asiatisch aussehender Familien: Sie werden aus ihrem gewohnten Umfeld genommen und in Pflegefamilien untergebracht oder zur Adoption freigegeben. Mit dem Verschwinden von Birds Mutter geht aber noch viel mehr einher… Und genau diese Hintergründe möchte Bird erfahren und stellt Nachforschungen an. Wird er seine Mutter finden und erfahren, warum sie ihn damals verlassen hat? Wird sich jemand gegen dieses System der USA stellen und versuchen etwas zu unternehmen um die entführten Kinder wieder zu ihren Familien zu bringen?Vorab kann ich sagen, dass ich die Geschichte an sich sehr spannend finde. Ein Was-Wäre-Wenn-Szenario wie dieses ist gar nicht so unwahrscheinlich, das hat uns unsere bisherige Geschichte gelehrt. Schrecklich wäre es aber wirklich sehr, weshalb ich froh bin, dass es sich hierbei nur um eine Dystopie handelt. (Dies bedeutet aber nicht, das asiatisch stammende Menschen es in vielen Teilen der Welt nicht trotzdem schwer haben, wie wir im Nachwort des Buches erfahren). Was mit den asiatisch aussehenden Menschen passiert, ist wirklich grauenhaft und man mag sich das gar nicht so recht vorstellen. Sie haben kein Ansehen, verlieren ihre Kinder und müssen sich ruhig und unauffällig verhalten, damit ihr Leben geschützt bleibt. Was ist das dann für ein Leben? Oft war ich regelrecht geschockt über das, was in dem Buch passiert und wie die Menschen behandelt werden. Doch leider hat es mich nicht zu 100 % packen können. Der erste Teil des Romans wird aus der Sicht von Bird erzählt. Hier spielt das Kindliche noch mit rein und es ist etwas mysteriöser, da er auf der Suche nach seiner Mutter diversen Hinweisen folgen muss. Dennoch zieht sich dieser Teil schon sehr in die Länge. Später wechseln die Perspektiven und man sieht die Geschichte aus der Sicht von Birds Mutter. Ihre Gedanken ganz ungefiltert wahrzunehmen ist auch nicht schlecht, aber der erste Teil des Buches hat mir deutlich besser gefallen. Insgesamt fand ich die Geschichte aber sehr wirr und oft haben mir Erklärungen gefehlt. Die Geschichte hat sich auch sehr zäh dahingezogen und war durch den Schreibstil oft nicht so leicht zu lesen. Ich kam einfach nicht so gut und flüssig voran. Auch das Ende hat mich eher unbefriedigt zurückgelassen. Es lässt viel Platz für eigene Interpretationen und Spielraum, allerdings hatte ich doch noch so viele Fragen! Wie bereits gesagt, die Story an sich ist schon sehr spannend, nur leider hat mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen können. Das Buch hatte aber auch seine guten Momente, die ich nicht außer Acht lassen möchte. Es hat mich an manchen Stellen doch tief berühren können, aber dies wahren einfach nicht die vorherrschenden Gefühle.
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