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EAN 9783423283342
Alles immer wegen damals: Roman | »Komisch, anrührend, traurig, präzise, unterhaltsam – das ganze Paket. Gönnt euch!« Alena Schröder
Alles immer wegen damals | Paula Irmschler | Buch | 320 S. | Deutsch | 2024 | DTV
Bewertungen & Erfahrungen
3,8 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★2
4 ★2
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2 ★1
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion18.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare und sehr bewegende Geschichte, die mich tief berührt. Die Geschichte über die Verbindung und die Familie ist einfach wunderschön erzählt.
Redaktion18.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr schönes und emotionales Buch, das die Verbindung zwischen den Generationen wunderbar einfängt. Es ist eine tolle Lektüre, allerdings finde ich die Darstellung der Situation etwas sehr angespannt.
Liebe Töchter, lest das Buch von Paula Irmschler und gebt es dann an eure Mütter zum Lesen weiter... Also gleich vorweg: Ich gehöre zur "Gerda-Generation" - 1.ähnliches Alter, 2.Ost-Biografie, 3.Mutter (alleinerziehend), 4.Berufskarriere mit Brüchen (siehe 2.u.3.). Die Autorin fühlt sich mit viel Wärme in beide Altersgruppen ein. Da werden Verstrickungen, Knotenpunkte sichtbar, von denen her spätere Verhaltensweisen erklärbar scheinen. In manchem bleibt die Autorin vage, nicht alles wird "auserzählt". Das schafft Raum, über eigene Erfahrungen zu sinnieren. Ich stelle mir vor, dass Mütter und Töchter, nachdem sie das Buch gelesen haben, bei einem Glas Wein zusammensitzen und mal wieder reden - über das, was in beider Leben gerade so los ist. Oder dass sie wenigstens telefonieren... oder eine Sprachnachricht schicken... Das wäre doch ein Anfang...
Karla lebt in Köln, ist von ihrer Familie aus Leipzig regelrecht geflohen und hat es mit bald 30 Jahren noch nicht geschafft, eine Ausbildung abzuschließen. Sie schimpft sich selbst eine Versagerin, die nichts auf die Reihe bringt, wird aber auch von so vielen Ängsten gequält, die sie blockieren.Karlas Mutter Gerda liebt ihre vier Kinder, hat aber nicht zu allen ein gutes Verhältnis. Sie mag ihre Freiheit und so stört es sie auch nicht sehr, dass sie gerade wieder Single ist. Ihre Tochter Mascha, die von allen noch am ehesten einen Sinn für die Familie verspürt, hat die Idee eines gemeinsamen Geburtstagsgeschenk für Gerda und Karla und drängt den beiden, die seit einem Streit vor zwei Jahren keinen Kontakt mehr haben, einen Aufenthalt mit Musical und Museumsbesuch in Hamburg auf.Während Karla schon wieder Fluchtgedanken hegt, geht Gerda die Reise unbekümmerter an. Doch schon bei erster Gelegenheit geraten die beiden in Streit und dann entwickelt sich die Mutter-Tochter-Reise doch etwas anders als gedacht."Alles immer wegen damals" ist abwechselnd aus der Perspektive von Karla und Gerda geschildert. In den Kapiteln in Köln und Leipzig erhält man jeweils einen Einblick in das Leben von Mutter und Tochter. Dabei ist die Handlung mehr auf das Innenleben der Hauptfiguren fokussiert. Ihre Gedanken und unterschiedlichen Persönlichkeiten rücken auf Kosten einer aktiven Handlung in Vordergrund. Auch eine wörtliche Rede gibt es nicht.Nach der Hälfte des Romans treffen die beiden aufeinander. Karla und Gerda nehmen die Reise auf sich, schließlich wird es von ihnen erwartet und der Trip inklusive Kulturprogramm ist immerhin gesponsert. Die Begegnung und der Aufenthalt in Hamburg, der sogar spontan verlängert und um einen Abstecher an die Ostsee erweitert wird, sind weder erhellend noch erkenntnisreich - fast schon so belanglos wie die Nachrichten der familieninternen WhatsApp-Gruppe, aus der man hin und wieder einzelne kurze Messages liest. Und so ist auch nach der Abreise alles wie zuvor.Die Autorin schneidet viele - vielleicht auch autobiografische - Themen an, ohne auch nur eines davon zu vertiefen oder in eine interessante Familiengeschichte zu packen. Hie und da geht es um die Patch-Work-Familie, um toxische Beziehungen, Ost-West-Unterschiede, Gentrifizierung, soziale Ängste und Zwangsstörungen, ein bisschen Feminismus, ein bisschen Queerness.Der Geschichte fehlt ein roter Faden, dem man gespannt folgen könnte. Anders als erwartet, dreht sie sich nicht um eine Annäherung, Versöhnung oder Aufarbeitung einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, bei der man eigentlich gar nicht so genau weiß, woran es hakt. Letztlich sind beide nicht unzufrieden, wie es ist. Keine ist bemüht, etwas an dem Verhältnis zu ändern. Auch wenn am Ende auf beiden Seiten, aber unabhängig von einander, ein wenig Aufbruchstimmung zu spüren ist, bleibt doch alles so, wie es war.Der Klappentext weckt Erwartungen, die nicht erfüllt werden: nicht so witzig, nicht so widerspenstig und vor allem nicht so familiär wie gedacht.
Dies war mein erste Buch der Autorin und wohl auch das letzte. Mich hat es nicht abgeholt und ich hatte durch die Inhaltsangabe eine höhere Erwartung. Die beiden Hauptfiguren - Mutter und Tochter - werden gut herausgearbeitet, wobei ich schnell von der Tochter „genervt“ war und auch nicht immer folgen konnte. Teilweise dachte ich, das es nicht mehr klischeehafter werden könnte, wurde es aber doch. Irgendwann fehlte mir dann auch die Authentizität der Figur. Die anderen Familienmitglieder wurden kurz angeschnitten, wäre aber nicht so wichtig gewesen.Ich fand es zeitweise sehr zäh und sprunghaft, ohne roten Faden. Das Ende war so plötzlich, ohne erkennbares Ende, dass ich erstmal schauen musste, ob ich Seiten übersehen habe, habe ich aber nicht.Die Idee der Geschichte fand ich schön, leider ist die Umsetzung für mich nicht gelungen.
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Letzte Aktualisierung: 05.10.2026 06:24 Uhr.