Unbezahlte Werbung I selbst gekauft[Es gibt Momente im Leben, da spürt man die Risse in der Seele besonders deutlich. Momente, in denen man hineinfällt in die Schluchten voller Zweifel, heimtückischer Gedankenspiralen und der allgegenwärtigen Stimme, die immer wieder flüstert: Du bist nicht gut genug. Und du wirst es nie sein.]„Wo die Sterne uns sehen“ ist mal wieder ein Buch der Kategorie „TikTok made me buy it“, wobei ich Justine schon länger durch ihren #autor_innensonntag kenne.Dennoch war die Geschichte um Willa und Elisa eine Ju-Premiere. Und ich habe keine Sekunde, keine Zeile, keine Stunde oder Seite bereut. Mit dem ersten Teil ihrer New-Adult-Reihe »Skyline« hat sich Justine an viele wichtige Themen getraut und ihren Charakteren damit ein nachvollziehbares, wenn auch schmerzhaftes, aber hoffnungsgebendes Leben eingehaucht. Dabei hat sie nichts verschönt und auch die dunklen Seiten des Lebens real dargestellt.Ich mochte Willa und Elias sehr.Die Wendung in Elias Leben ist großartig. Ich hatte irgendwann eine leise Ahnung. Seine Reaktion ist ungewöhnlich, aber rückblickend total schlau gewählt. Es gibt halt einfach keine Absolution.Willa hat einen riesigen Rucksack, tolle Freund*innen und ist so nachvollziehbar in ihrem Leiden. Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen gibt, die sie an einigen Stellen vielleicht nervig finden. Aber das ist ihre Krankheit und das entspricht der Normalität derer.Justine, ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit diesem wichtigen Buch.
Was wir zeigen und was wir fühlen sind nicht immer dasgleiche. Nach außen machen wir das, was erwartet wird und was die to do listen uns sagen, doch innen sieht es mitunter ganz anders aus. In Begegnungen von unterdrückten Gedanken und der Hilfe für andere, zeigt uns Justine Pust die Feinheiten hinter der Rüstung des Alltags. Ob Narben des Lebens nun sichtbar sind oder nicht, alle brauchen Mitgefühl und Gehör, damit das Miteinander funktioniert. Für keinen Schmerz der Welt gibt es eine leichte Heilung, doch es kann schon unterstützen die Angst vor der Vergangenheit anderer ernst zu nehmen. Die Dunkelheit der Probleme hat viele Gesichter und manchmal fühlt es sich an darin festzustecken, doch mit einem offenen Ohr und ernst gemeinter Hilfe können wir alle das Licht der Sterne sehen...