Yalom, Irvin D.: Das Spinoza-Problem
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Yalom, Irvin D.: Das Spinoza-Problem

Hersteller: Btb  ·  MPN: 1179122
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Das Spinoza-Problem | Irvin D. Yalom | Buch | 480 S. | Deutsch | 2012 | Btb | EAN 9783442752850

Bewertungen & Erfahrungen

4,7 von 5,0
6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 15.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch kam gut verpackt an und der Einband ist in einem ordentlichen Zustand. Die Seiten wirken gerade und die Bindung hält die Blätter zusammen. Es ist gut lesbar und die Lieferung war ohne Probleme.
Redaktion 09.03.2026 testmonster.de · Redaktion
Ich habe dieses Buch für meine Schwester gekauft, weil sie sich für philosophische Themen interessiert. Das Buch hat eine solide Erscheinung und die Papierqualität wirkt gut. Sie hat es mit Freude angenommen und scheint es zu lesen.
Redaktion 09.10.2025 testmonster.de · Redaktion
Wir haben das Buch erhalten und die Aufmachung ist solide. Die Seiten sind gut lesbar und die Bindung wirkt robust genug für den Transport. Die Menge ist angemessen für unsere Bedürfnisse.
Lesefreund6203 11.03.2024 amazon.de
Wie schon in seinen vorhergehenden Büchern ist auch das Spinoza-Problem durch Yalom als weit mehr gestaltet als „nur“ eine romanhafte Doppelbiographie.Philosophische Erkenntnisse von Euklid bis eben Bento Spinoza vermischen sich mit zwei Lebensgeschichten, psychotherapeutischen Sitzungen, der Darstellung der philosophischen und psychotherapeutischen Ziele von der inneren Freiheit des Menschen aus (unguten) Gebundenheiten und einer grundlegenden Kritik an religiösen Ritualen und nicht hinterfragten Traditionen oder Dogmen jedweder Art.Ein Manifest der Aufklärung, auch so könnte man dieses Buch betiteln. Eine Darstellung der tiefen Spannung im Menschen, einerseits eigenständiges Wesen zu sein und andererseits ebenso stark Teil der Gemeinschaft sein zu wollen, Teil einer Tradition, eines Mythos, eben nicht herauszufallen aus der Gemeinschaft, der man angehört.Anhand der Lebens-, vor allem aber der „Denkgeschichte“, des Philosophen Bent Spinoza im 17. Jahrhundert und des „Judenhassers“ und NS-Programmatikers Alfred Rosenberg baut Yalom sprachlich hervorragend formuliert, zwei Pole in Bezug auf die innere Freiheit.Hier der Freigeist Spinoza, der im klaren Denken und dem Mut zur Wahrheit Maßstäbe setzte, weil er die erkannten Wahrheiten über Rituale, Angst und autoritäre Traditionen, die nur dem Machterhalt dienen, nicht fallen lassen wollte.„Es ist, als gäbe es nichts Übernatürliches. Sie lassen es so aussehen, als sei alles erklärbar“, sagt Franco zu Spinoza und erhält die einfache Antwort: „Das ist genau, was ich glaube“.Und dort Rosenberg, der aus seiner Persönlichkeit heraus nichts mehr anstrebte, als sich zu binden. Der starre Dogmen und fanatische Behauptungen unreflektiert zu den Maximen seines Handelns machte. Und doch nur nach Liebe und Anerkennung strebt, diese aber ob seiner eigenen inneren Abwehrhaltung auf seine Weise gar nicht finden könnte.Beiden gestaltet Yalom je eine (therapeutische) „Begleitperson“ mit auf den Weg. Empathisch, Reflektierend, Hinweisend und bemüht, den inneren Klärungsprozess der Hauptfiguren zu öffnen und zu begleiten. Den Psychotherapeuten Friedrich, was Alfred Rosenberg angeht, und den Freund Franco, was Spinoza betrifft.Menschen, die jeweils immer wieder in anderen Formulierungen die Grundfrage für ein innerlich freies Leben dialogisch in den Raum setzen: „Wir wollen feststellen, ob Ihre Angst begründet ist“.Eine Grundfrage, die über die Seiten des Buches in das Leben des Lesers hinein reicht. Kann die Erkenntnis, die Vernunft, die Kraft des Verstandes jenen irrationalen und tiefen Ängsten begegnen, die Menschen in sich tragen?Ja, sie kann. Offenkundig da, wo einer bereit ist, sich dem Prozess der Selbsterkenntnis zu stellen. Und könnte durchaus auch bewegen, wo starre Denkmuster das Leben bestimmen. Wenn nicht Rosenberg im Buch aufzeigen würde, das der eigene Wille unabdingbare Voraussetzung zur Veränderung ist. Es ist bei der Lektüre spannend, immer weiter der Frage nachzugehen, ob gerade dieser Rosenberg diese Wendung annehmen können wird.Ganz hervorragend gelingt es Yalom auf jeder Seite, seine Grundfragen in das Buch einzubinden. Die wechselseitige Beeinflussung und Entwicklung in einem „freien Verhältnis“ zwischen Franco und Spinoza, die nur Anerkennung suchende und festgefahrene Beziehung von Rosenberg zu seinem Therapeuten Friedrich.Literarisch hochwertig führt Yalom dies Spannung zwischen Individualität, Freiheit und, damit einhergehend, auch Relativität und Unsicherheit als Gegenüber zum „Dazugehören“ aus, zur, nur vermeintlichen, dogmatischen Sicherheit. Und lässt zu keinem Zeitpunkt des Buches den Leser darüber im Unklaren, dass es schlichtweg dem Menschen zwar möglich, aber letztlich ein nicht wirklich gangbarer Weg ist, die Kraft des eigenen Dankens und der erkennbaren Wahrheiten an eine Religion oder eine andere Form des „Glaubens“ (wie den Rassenwahn) zu delegieren. Ein Weg, der in Destruktion und Unfreiheit endet.Das Buch ist im Stil wunderbar zu lesen und ebenso tief lehrreich, wie es zur eigenen Reflektion fast schon zwangsläufig hinführt.
Pumuckl 11.03.2024 amazon.de
Ich habe mir das Buch anlässlich einer Prüfung über Spinoza gekauft und es hat sich ausgezahlt! Das Buch ist sehr gut geschrieben und vermittelt einiges an Wissen! Besonders gut gefallen hat mir, dass hinten nochmal thematisiert ist, was sich so belegen lässt und welche Infos hinzugezogen wurden, um das Leben Spinozas zu einer spannenden Geschichte auszuschmücken. Anfangs war ich sehr skeptisch, da Spinoza mit einem NS-Anhänger verglichen wird. Das ist aber wirklich gut gelungen. Das Buch eröffnet einem ganz neue Perspektiven und liest sich blitzschnell.
œ 11.03.2024 amazon.de
… wobei sich der eine im selbstgewählten „Exil“ befindet, während der andere gerne mehr Anschluss oder Anerkennung hätte. Der jüdische Philosoph Spinoza und der Nazi-Parteiideologe Alfred Rosenberg, gibt es wirklich Berührungspunkte zwischen diesen beiden Männern? Nun, Irvin D. Yalom hat nach einem Ansatz gesucht und ihn gefunden. Wie der Autor im Prolog schreibt, kam ihm die Idee zu diesem Buch während einem Besuch des Spinozamuseums in Rijnsburg. Dort erfuhr er, dass der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg einst das Museum geplündert hatte. Die Dokumente, Unterlagen, Bücher, die man nach Deutschland gebracht hatte, sollten der Erforschung des Spinoza-Problems dienen. Das Spinoza-problem?Den Reichsleiter Rosenberg beschäftigte eine ganz spezielle Frage. Wie war es möglich, dass die Werke von Spinoza, einem Juden! aus Amsterdam, von den größten deutschen Denkern geschätzt wurden? Als Grund dafür, dass sich Rosenberg überhaupt mit Spinoza beschäftigt hat, führt Yalom ein Ereignis aus der Schulzeit des späteren Reichsleiters an. Nach einer antisemitischen Rede wurde Rosenberg vom Schuldirektor sowie von seinem Deutschlehrer dazu verdonnert, sich mit Goethe und Spinoza zu beschäftigen. Ob das ausreicht für die Handlung eines Buches? Ehrlich gesagt, empfand ich diese Konstruktion schon etwas dürftig. Es hat mich aber nicht allzu sehr gestört, da beide Biografien für sich betrachtet interessant sind. Yalom erzählt abwechselnd aus dem Leben der beiden Männer.Spinoza, von der jüdischen Gemeinde ob seiner abweichenden Haltung verstossen, in selbstgewählter Isolation, da er nicht bereit ist, seine Vorstellungen aufzugeben. Der daraufhin verhängte Cherem (Bann) ist unbarmherzig und immerwährend: „Verflucht sei er am Tage und bei Nacht ...“ Ist das die gesuchte Freiheit vom Joch der Tradition?Rosenberg, der sich von Hitler und von anderen Parteigrößen nicht richtig anerkannt fühlt. Nur zu Rudolf Heß hat eine Art Draht. Aber Heß befand sich ja nach 1941 in britischer Gefangenschaft. Rosenberg die Sphinx. Unnahbar und verschlossen.Um die Gedanken seiner Figuren zu vermitteln, nutzt Yalom vor allem Dialoge. Der Hauptgesprächspartner von Spinoza ist ein aus Portugal emigrierter Jude namens Franco. Im Falle von Rosenberg ist es ein Freund von Rosenbergs Bruder. Ein Facharzt an der Charite, der sich der Psychoanalyse verschrieben hat. Ein Vorteil dieser Methode, Gespräche zu nutzen, besteht darin, dass durch gezieltes Nachfragen oder durch Pro&Contra Inhalte elegant vertieft werden können, und das ist Yalom offensichtlich wichtig.Zur Bewertung:Die ist mir schwer gefallen. Eigentlich zwischen drei und vier, weil die Gespräche sich manchmal ziehen, und weil geschichtliche Ereignisse oft in den Hintergrund geraten. Dass ich mich letztlich doch für die höhere Sternenzahl entschlossen habe, liegt daran, dass ich für mich einige Gedankengänge und Überlegungen gefunden habe, die mich weitergebracht haben. Anregungen, die es Wert waren, sie weiterzuverfolgen.Eines noch:Besonders positiv fand ich am Schluss ein Extra-Kapitel, in dem zwischen Fakt und Fiktion unterschieden wird. Was entspringt der Phantasie des Autors und warum hat er die betreffenden Elemente eingebaut? Was ist historisch verbürgt? Toll, wenn sich ein Schriftsteller die Mühe macht, diese Dinge offenzulegen. Danke sei gesagt.
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