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Ein Kosmos der Schrift | Hanns-Josef Ortheil zum 70. Geburtstag | Hanns-Josef Ortheil | Taschenbuch
Bewertungen & Erfahrungen
4,5 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion13.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Gesamtwerk von Hanns-Josef Ortheil ist sehr umfangreich und bietet viele interessante Einblicke, auch wenn die Menge an Büchern eine gewisse Konzentration erfordert. Die Qualität der Texte ist jedoch durchweg hoch und sehr lesenswert.
Redaktion13.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist ein umfangreiches und interessantes Gesamtwerk von Hanns-Josef Ortheil, das eine gute Mischung aus Romanen und Essays bietet. Obwohl es sehr reich an Inhalten ist, empfinde ich es als etwas dicht, was bei einem ersten Durchgang eine gewisse Konzentration erfordert.
Runde Geburtstage sind eine willkommene Gelegenheit, über sich und das eigene Handeln nachzudenken. Wer es beim Erreichen eines solchen Meilensteins nicht tut, für den ist die Alltagsreflexion ein Fremdwort. Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil hat mit dem Buch „Ein Kosmos der Schrift“ anlässlich seines 70. Geburtstags auf sein Schreiben, das stark autobiographisch geprägt ist, geblickt. Dabei wundert es nicht, dass er sich einen ihm vertrauten Menschen an die Seite genommen hat. Sein langjähriger Lektor Klaus Siblewski hat mehrere Tage mit Ortheil gesprochen.Nicht eine Minute wird es langweilig, wenn die Leserin, der Leser das Gespräch von Ortheil und Siblewski unter die Lupe nimmt. Auch wenn es hilfreich ist, Bücher Ortheils zu kennen und um Lebensdaten zu wissen, so ist der „Kosmos der Schrift“ ein abwechslungsreicher und lebendiger Blick in das Lesen und Schreiben eines Autors, für den Lesen und Schreiben nicht nur Lebensbegleitung, sondern vor allem Lebensbewältigung zu bedeuten scheint.„Die Welt steht mir eben nicht offen, ich vermesse nur die meiner Erlebnisse und Erfahrungen. Das ist immer so gewesen, von den kindlichen ersten Texten bis jetzt. Alles, was ich schreibe, hat einen direkten Bezug zu meinem Erleben, bis in die letzten, emotionalen und psychischen Details“, antwortet Ortheil seinem Gesprächspartner und Schreibbegleiter Siblewski. Die Empfindung, etwas Starkes und Besonderes erlebt zu haben, das unbedingt fixiert werden müsse, sei stärker als alles andere.Viele Menschen werden darum wissen, dass das literarische Lesen und das Schreiben ganz unterschiedlicher Art zur Leidenschaft, manchmal auch zur Obsession werden kann. Ortheil gehört wohl zu den Menschen, bei denen das Lesen und Schreiben den Rhythmus des Tages vorgeben. Diesen Luxus können sich nur wenige Menschen erlauben. Sie können sich jedoch erlauben, in die Gedankenwelt Ortheils einzutauchen und eigene Positionen zum Lesen und Schreiben entwickeln.Ortheil hat es schon als kleiner Junge gelernt, das Alltägliche schriftlich festzuhalten. Eine Art Schreibwerkstatt hat er mit seinem Vater im Westerwald gepflegt. So pflegt Ortheil bis in die Gegenwart die Dokumentation von Erlebtem und Erfahrenem. Über viele, viele Seiten entsteht so eine große Nähe zwischen Ortheil und den Lesenden.In viele Formen des Schreibens ist Ortheil hineingewachsen. Diesen Eindruck vermitteln seine Erzählungen während des Interviews. Dass er erste journalistische Erfahrungen im Rhein-Main-Gebiet als junger Mann machte, war dem einen oder anderen Zufall geschuldet. Dass er in eine Publizisten-und Verleger-Familie hineingeheiratet hat, provoziert ein amüsiertes Lächeln. Es ist wohl auch nicht sein Ehrgeiz gewesen, eine akademische Laufbahn zu machen. Und trotzdem hat er an der Universität Hildesheim einen Studiengang für Kreatives Schreiben ins Leben gerufen.Ortheil und Siblewski nehmen die Biographie des Jubilars genauso als Orientierung wie sie auch die Bücher als Zeitschiene nutzen. Dem Buch „Ein Kosmos der Schrift“ tut dies gut. So zeigt sich bei der Lektüre auch, was das Sympathische der Bücher Ortheils ausmacht. Bevor er sich an den Schreibtisch setzt, recherchiert er nicht im eigentlichen Sinne, dass er sich eine Geschichte um dokumentierte Fakten herumbastelt. Unter anderem gönnt er es sich, intensiv die Atmosphäre und den Geist der Orte aufzunehmen, in denen die unterschiedlichen Erzählungen spielen. Wenn er dann noch in die Zeit, die er beschreibt, eintaucht, können die wunderbare Romane Ortheils wachsen. Das Buch „Ein Kosmos der Schrift“ bestärkt den Leser, die Leserin in der Offenheit und Sympathie für das Schreiben Ortheils. Hoffentlich kommen noch einige Meilensteine auf uns zu.
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Letzte Aktualisierung: 24.10.2026 06:19 Uhr.