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Triest | Stadt der Winde | Veit Heinichen (u. a.) | Buch | 144 S. | Deutsch | 2011 | Hanser
Bewertungen & Erfahrungen
3,7 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★2
4 ★2
3 ★1
2 ★0
1 ★1
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion05.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet einen interessanten Einblick in die Geschichte und die Einflüsse der italienischen Hafenstadt Triest, obwohl die Darstellung einiger Details etwas weniger tiefgehend war.
Redaktion05.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein faszinierendes und wunderschön geschriebenes Porträt der Stadt Triest und ihrer einzigartigen Geschichte. Ich bin absolut begeistert von der Darstellung der Einflüsse, die die Stadt über die Jahrhunderte geprägt haben.
Das Außergewöhnliche dieses Buches ist, dass sein Informationswert dort beginnt, wo die herkömmlichen Reiseführer enden. Wenn man Triest außerhalb der Touristenströme einmal beschnuppert hat, findet man in diesem Buch, ähnlich wie bei Günther Schatzdorfer, das Portrait einer multikulturellen, Jahrhunderte alten Hafenstadt und kann deren intimste Geheimnisse humor- und genussvoll erkunden.
Auf dem Molo Audace listet eine Windrose die für Triest bedeutsamen Winde auf: Maestrale, Scirocco, Libeccio, Grecale und die Bora. Aber natürlich geht es nicht primär um die Winde als solche, der Titel ist eher allegorisch gemeint. Die Winde, so berichtet Heinichen, hätten Menschen aus aller Herren Länder nach Triest geweht, und mit ihnen die unterschiedlichsten Gerüche, Gerichte und Geschmacksrichtungen, für die die Stadt auch steht.Denn um Fisch und Fleisch, Salz, Olivenöl und Wein geht es in diesem Buch. Eingebunden in die historische Entwicklung Triests werden die bedeutenden Winzer, Ölhersteller, Fischer, Fleischer, Bäckereien, Cafés und Eßstätten aufgezählt: vom Feinschmeckerrestaurant "Scabar" bis zum "Buffet Da Giovanni", von der Enotheka "Gran Malabar" bis zum "Caffè degli Specchi", von den Weinbauern in Prepotto bis zum letzten Fischer von Santa Croce. Und dazwischen immer wieder Rezepte von Ami Scabar aus ihrem Lokal.Das Buch bietet viele Anekdoten über bekannte Bewohner und Besucher Triests: James Joyce, Italo Svevo, Umberto Saba, Victor Hugo, Stendhal, um nur einige zu nennen. Und viele Geschichten aus der Geschichte der Stadt.Fazit: gut zu lesen, allen Triestreisenden anzuraten, aber manchmal wirkt es ein wenig wie eine Werbebroschüre.
Auch ich habe gehofft, durch dieses Buch zu Triest einen anderen Zugang zu erhalten als über einen üblichen Reiseführer. Noch dazu, wo kein einziger Triest-Reiseführer offenbar brauchbar ist. Ich habe es nicht einmal geschafft, das Büchlein bis zur Hälfte zu lesen. Diese Mode, eine Stadt oder ein Land über Rezepte oder Weine zu charakterisieren, finde ich schön langsam langweilig (siehe beispielhaft gerade Triest- bzw. Friaul-Bücher!). Die Geheimtipps (Cafés, etc.) können Sie sicher auch einem billigen normalen Reiseführer entnehmen.Wichtig ist ein Stadtplan von Triest, um sich grundsätzlich orientieren zu können. Dieser liegt in Hotels auf als A3-Block, von dem man sich ein Blatt runterreißt und auf Brieftaschenformat faltet. Das Tourismusbüro an der Piazza Unità d`Italia ist außen nicht einmal gekennzeichnet und die Bedienung ist unfreundlich (ist die Ausnahme).Triest hat die Folgen der ehemaligen Randlage fast vollkommen überwunden, alles ist sauber renoviert und wir haben uns wohlgefühlt in dieser angenehmen Stadt am Meer.NEU: Ich habe das Buch nun nochmals und fertig gelesen, weil die guten Bewertungen mich verunsicherten. Ab Seite 95 beschäftigt sich der Autor plötzlich doch mit der Stadt Triest selbst - aber leider nur für 11 Seiten. Dann gehts schon wieder los mit Süßigkeiten, Kaffeevariationen, usw. Wer fährt deswegen schon in eine Stadt? Wer kann all die Rezepte in Mitteleuropa (Zutaten!) nachkochen? Meersalz bekomme ich ja noch, aber immer gleich händevollweise verwenden? Olivenöl aber bitte und immer nur einen einzigen Faden nehmen, ist ja ok! Gleich 3 x erklärt Heinichen, dass der Meerrettich in Triest Cren heißt, nun, ich habs schon kapiert! Ich weiß wieder, dass er in Österreich Kren heißt, na und? Begeistert Sie es zu erfahren, wie die 37 Fischarten, die im Golf von Triest vorkommen, in 3 Sprachen genannt werden?Für einen Kurzurlaub ist dieses Buch nutzlos. Ich kann mich nicht dafür begeistern, dass eine Stadt oder ein Land ausschließlich über den Gaumen definiert wird. Obwohl Essen und Trinken - auch im Urlaub - mir äußerst wichtig sind, ist mir das alleine viel zu wenig.
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Letzte Aktualisierung: 09.10.2026 06:33 Uhr.