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Lulu in der Mitte | Micha Friemel (u. a.) | Buch | 32 S. | Deutsch | 2020 | Carl Hanser Verlag
Bewertungen & Erfahrungen
4,7 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★4
4 ★2
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen
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Redaktion18.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Bilderbuch ist einfach wunderbar und bringt eine tolle Botschaft in eine sehr witzige und liebevolle Form. Ich bin begeistert von der kreativen Darstellung und dem humorvollen Inhalt.
Redaktion18.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein witziges und ansprechendes Bilderbuch für alle Sandwichkinder, das die goldene Mitte perfekt einfängt. Es ist eine schöne Ergänzung für kleine Leser.
Redaktion18.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Perfekt!
Redaktion03.04.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist neu und kommt in einem einwandfreien Zustand an. Der Einband ist sauber und die Seiten sind unbeschädigt. Die Lieferung war korrekt und die Verpackung war intakt. Die Buchqualität ist gut für die Arbeit.
In Lulus Familie scheinen alle ihren Platz zu haben. Ihr großer Bruder Kaspar ist erfinderisch, ungestüm und baut außergewöhnliche Maschinen. Oma glaubt, dass er mal den Nobelpreis gewinnen wird.Lulus kleine Schwester Leonor finden alle süß, selbst, wenn sie schreit.Lulu hingegen ist weder erfinderisch und laut, noch ein süßes Baby. Sie ist weder groß noch klein. Am liebsten arbeitet sie leise, schneidet Schnipsel und wirft sie manchmal wie Konfetti durch die Luft.Die Geschichte zeigt, dass Lulu außerdem ihren Eltern gerne hilft. Sie wischt den Tisch, als Leonor ihren Becher umwirft, und reicht Papa Brause und Shampoo während der Badezeit. Und doch scheint sie nie so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, wie ihre beiden Geschwister. Eines Abends weint und schreit sie schließlich. Ihre Eltern kommen und trösten sie und Lulu sagt: "Ich bin nicht klein. Ich bin nicht groß. Was bin ich denn?" "Goldrichtig bist du. Das Schinken im Sandwich. Die Creme in der Schnitte, das Gelbe im Ei. Du bist unsere goldene Mitte," erwidert ihre Mutter.Das gefällt Lulu. Nun will sie noch ein wenig Schnipsel schneiden, während Mama und Papa neben ihr am Küchentisch einschlafen.Dieses Buch wollte ich unbedingt haben, weil ich mich mit Lulu so gut identifizieren kann. Mit zwei älteren und zwei jüngeren Schwestern bin auch ich das Sandwichkind in meiner Familie.Auch ich hatte als Kind das Gefühl, manchmal nicht gesehen zu werden. Das konnte Vorteile haben, aber auch traurig machen. Dazu sei gesagt, dass ich durchaus auch Mitgefühl mit Lulus (und meinen) Eltern habe. Kinder bereiten sehr viel Arbeit, körperlich wie mental, und es ist wahrscheinlich unmöglich, immer allen gleich viel Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn dann noch manche Kinder gerade generell mehr Aufmerksamkeit brauchen, weil sie wie Leonor noch sehr klein sind, gerät das Ganze noch weiter aus dem Gleichgewicht.Es ist schade, dass Lulu erst weinen und schreien muss, um auf ihre Gefühle aufmerksam zu machen. Allerdings hätten ihre Eltern sie sicher auch getröstet, wenn sie es ihnen einfach gesagt hätte. Doch dafür ist sie noch zu klein. Um Gefühle identifizieren und verbalisieren zu können braucht es ein gewisses Maß an Selbstkenntnis und Sprachkompetenz, das Kinder erst nach und nach erwerben. Das Buch bietet aber eine gute Möglichkeit, um mit den zuhörenden Kindern ins Gespräch zu kommen. Darüber, wie ihre Familie sich zusammensetzt, ob sie sich auch schonmal so wie Lulu gefühlt haben und was sie dann gemacht haben. Gemeinsam kann man dann überlegen, was Lulu das nächste Mal machen kann, wenn sie sich so fühlt.Spannend finde ich, dass unter den Kindern eine recht klare traditionelle Geschlechteraufteilung herrscht. Kaspar ist als Junge laut und wild und wird dafür gelobt, während Lulu sich meist leise und angepasst verhält und dies scheinbar als selbstverständlich hingenommen wird.Dabei herrscht unter den Eltern eine weniger klischeehafte Aufteilung, da die Mutter am Laptop arbeitet und der Vater die meiste Haus- und Carearbeit macht. Dennoch scheint es nicht so leicht zu sein, Rollenklischees auch bei der Kindererziehung entgegenzuwirken, zumal die Kinder in Kita und Fernsehen genau diese ja immer wieder zu sehen bekommen.Das zeigt, dass nicht nur Eltern, sondern vor allem unsere ganze Gesellschaft einen Anteil daran hat, wie sich diese Dinge entwickeln und dass es noch ein langer Weg hin zur Gleichberechtigtung der Geschlechter ist. Für mich ist das ein klares Anzeichen dafür, dass wir #Feminismus brauchen.Hier finde ich es wichtig, beim Lesen zu besprechen, dass Lulu auf jeden Fall Anerkennung für ihre Hilfe verdient hat und dass es auch Kinder gibt, die sich umgekehrt verhalten.
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Letzte Aktualisierung: 21.10.2026 18:18 Uhr.