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Als Kapitän Lannec endlich seinen eigenen Frachter besitzt ist das der Anfang vom Ende. Die nötige Bürgschaft hat er von den Pitards bekommen der Familie seiner Frau Mathilde. Und so kann er Mathilde nicht verbieten an der Jungfernfahrt der »Tonnere-de-Dieu« der »Donnerwetter« teilzunehmen. In der erdrückenden Enge des Schiffes wachsen Missgunst und Misstrauen - sowohl zwischen den Eheleuten als auch innerhalb der Besatzung. Ein Unheil kündender Brief und ein aufziehender Sturm verheißen ebenfalls nichts Gutes.
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★2
4 ★3
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion15.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Als Geschenk für meine Schwester habe ich diese gebundenen Bücher gekauft. Die äußere Erscheinung ist ordentlich und die Buchqualität ist akzeptabel. Die Art und Weise, wie es gebunden ist, ist funktional.
Redaktion15.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Diese Band ist ein absolutes Meisterwerk und ich war sofort gefesselt von der Geschichte, die den Beginn des Endes markiert. Die Darstellung der Charaktere und die Atmosphäre sind einfach unglaublich lebendig.
Redaktion15.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Die Buchausführung ist in Ordnung, die Papierqualität wirkt solide. Ich frage mich, woher das Papier stammt und wie reparierbar die Buchbindung ist. Für die gebundene Form erwarte ich eine längere Haltbarkeit.
Emile Lannec hat es geschafft. Er ist nun Kapitän und Reeder. Er hat sich einen älteren englischen Flussdampfer gekauft. Das Schiff hat er nach seinem Lieblingsschimpfwort «Donnerwetter» getauft – der Name trifft nicht bei Allen auf Zustimmung. Möglich wurde der Kauf des Schiffes nur dadurch, dass Kapitän Lannec ein Darlehen von der Familie seiner Frau – den Pitards - bekommen hat.Emile Lannec ist mit seiner Frau Mathilde seit zwei Jahren verheiratet. Allerdings haben sie sich in dieser Zeit nur sehr wenig gesehen und auch kennengelernt. Trotzdem besteht Mathilde darauf auf der ersten Fahrt der «Donnerwetter» mit dabei zu sein. Als Kapitän Lannec einen Zettel findet, der ihm voraussagt, dass die Fahrt nicht gut verlaufen wird, misst er keine Bedeutung zu – aber es interessiert ihn schon, wer den Zettel zu seinen Unterlagen und Seekarten gelegt hat.Und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Frauen an Bord eines Schiffes werden nicht gerne gesehen und dann noch die Ehefrau des Kapitäns. Auch das Verhältnis zwischen Emile und Mathilde wird zusehends angespannter – Emile Lannec ist Kapitän und Ehemann. Beiden Rollen kann er auf dem Schiff nicht gerecht werden. Auch seine Frau stellt sich das Leben auf einem Schiff anders vor, kann aber ihre Vorstellungen nicht durchsetzen. Auch scheint es etwas zu geben, dass Mathilde beschäftigt, aber nicht schafft mit ihrem Mann darüber zu sprechen.Am Ende steht ein heftiger Streit und beide haben sich nicht mehr zu sagen und versuchen sich so gut es geht auf dem Schiff aus dem Weg zu gehen. Wenn sich ihre Wege doch kreuzen, kommt es zu einem Streit.Als die «Donnerwetter» dann von Hamburg nach Island aufbricht, gerät sie in einen Sturm und empfängt ein Notruf von einem Schiff, auf dem ein Freund von Emile Kapitän ist. Die «Donnerwetter» kommt zur Hilfe, aber kommt trotzdem zu einer Katastrophe.FazitWenn man das Buch «Die Pitards» von Georges Simenon liest must man bedenken, dass der Roman in die 1930er Jahren entstanden ist und im Kontext der damaligen Zeit, Kultur und Gesellschaft zu sehen ist. Der gesteigerte Konsum von Alkohol – in den meisten Fällen Calvados – würde sicherlich heute nicht mehr akzeptiert werden. Dass Frauen auch heute noch auf Schiffen nicht so gerne gesehen werden, kann ich mir allerdings gut vorstellen.Da die Familie Pitard für einen grossen Teil des Darlehens für die «Donnerwetter» bürgt, muss Emile akzeptieren, dass seine Frau Mathilde mitfahren will. Nachvollziehen kann er es nicht, aber er findet auch keinen Weg seine Frau zu fragen – er spürt aber, dass sie kein Vertrauen zu ihm hat.Weitere Spannungen entstehen als Mathilde darauf besteht, dass es eine Trennung zwischen Berufsalltag und Familienleben auf dem Schiff geben soll. So möchte sie mit ihrem Mann ohne die Schiffsbesatzung essen. Damit kommt aber Èmile in eine Zwickmühle und entscheidet sich dann für seine Mannschaft. Am Ende ist die Beziehung zwischen Mathilde und Emile kaputt und es kommt zu Trotzhandlungen.Mathilde erzählt, dass sie ein Verhältnis mit einem Musiker hat. Emile hat daraufhin einen «one night stand» mit einer Frau in Hamburg. Emile steuert das Schiff so, dass seine Frau mit ihrer Seekrankheit zu kämpfen hat. Und so ist bald der Punkt erreicht, an dem beide nicht mehr miteinander reden können.Als dann die «Donnerwetter» einem in Seenot geratenen Schiff zur Hilfe kommt und dabei selbst beinahe kentert, spitzt sich die Situation zu. Als sich dann aufklärt, woher das Misstrauen von Mathilde kommt ist es bereits zu spät und die Katastrophe ist bereits passiert.Für mich eine Geschichte von zwei Menschen, die im Alltag nebeneinander leben und auf einmal auf engsten Raum zusammenleben sollen. Dann kommt noch ein Misstrauen gegenüber dem Partner hinzu und man ist bald an dem Punkt, wann man nicht mehr vernünftig miteinander sprechen kann und es zu Handlungen kommt, die man unter normalen Umständen nicht gemacht hätte. Solche Situationen sind oft der Nährboden für (Fast)Katastrophen.Georges Simenon hat für die Konstruktion der Situation die Umgebung eines Schiffes gewählt. Dort können solche Situationen beschleunigt entstehen – die räumliche Enge und eine Frau an Bord eines Schiffes sind die perfekten «Brandbeschleuniger».
Schöne Beschreibung des Bordlebens. Spannendes Verhältnis der Männer zur einzigen Frau an Bord.Dass ihr Tod einem simplen Unfall zuzuschreiben ist, enttäuscht dann aber. Der Plot ist nicht Simenon-würdig.
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Letzte Aktualisierung: 23.10.2026 18:20 Uhr.