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Die dunkle Nacht der Seele | Nahtod-Erfahrungen und Jenseitsreisen | Hans Peter Duerr | Buch | 2015
Bewertungen & Erfahrungen
3,0 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion24.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den komplexen Themen der Seelenreisen und Bewusstseinsforschung und ist sehr fesselnd. Allerdings empfinde ich, dass einige philosophische Konzepte für den Laien etwas schwer zugänglich sind.
Die Neugier veranlasste mich die Lektüre von Hans Peter Duerr zu kaufen, weil ich selbst eine Nah-Tod Erfahrung erleben und erfahren durfte, aber nicht durch einen Tunnel ans Licht sondern anders. Durch die neusten Forschungsergebnisse der Wissenschaften gibt es keine Seele und keinen Geist in unseren Gehirn. In den runden Kopf der unsere Antenne nach draußen ist, befinden sich Flüssigkeit, Nerven über Nerven, Areale, Schalter..., aber es gibt den, der alles beobachtet. Den Beobachter oder Teilnehmer genannt der seinen Wirt besetzt hat und ihm diene. Und dieser Beobachter, der aus Energie mit Informationen ist, verlässt mit der letzten Ausatmung seinen Wirt. Der tot ist. Die nicht denkende, nicht bewegende Masse bleibt zurück. Lange wartete ich darauf, bis die Wissenschaft belegen konnte, das ein mikroskopisches winziges Teilchen uns Menschen wahrhaftig ausmacht. Wer eine ähnliche Erfahrung nicht erfahren hat, kann dies nicht glauben, muss er auch nicht, weil jeder unter der Mütze sein eigenes Gehirn trägt, Ärzte, Forscher, jeder Mensch. Es gibt so viel, worüber die Menschheit nichts wissen will, weil sie am Materialismus gebunden sind.
Was mich gleich schon am Anfang störte, war die altmodische Schreibweise von "daß", also alte Rechtschreibung, die man im Buch findet. Eine kleiner Hinweis des Verlages vorab, wäre hier zumindest einmal informativ gewesen, warum man hier noch die alte Schreibweise frönt.Desweiteren erstaunte (und erschreckte) mich das Foto vom Autor auf dem Innenteil des Umschlages. Dachte ich doch bei der Bestellung, der Verfasser wäre der Physiker Hans-Peter Dürr und nicht der Philosoph Hans Peter Duerr, den ich bis Dato gar nicht kannte!So war ich dann erst einmal etwas enttäuscht, ob meines Irrtums.Auch beim Autorenbild selbst, überlegt ich erst, will der Verlag seine Leser veräppeln (Man schaue sich einmal das Bild des Autors an, welches aussieht, als wäre es an Fasching aufgenommen worden)!Mein Vertrauen an den Autor war also erst einmal etwas erschüttert. Denn wer sich tatsächlich so in der Öffentlichkeit zeigen sollte (Haarpracht, Fingernägel), erweckt bei mir erst einmal nicht unbedingt Vertrauen.Aber bei einem Buch soll ja der Inhalt sprechen und nicht desser Form.Gleich das Vorwort allerdings, weckte mein Mißtrauen noch weiter. Der Autor schildert dort seine angebliche außerkörperliche Erfahrung, die er in einer Zugfahrt erlebt hatte. Nur hört die sich alles andere, als nach einer Nah-Todes-Erfahrung an!Sondern viel eher an ein Eindösen auf einer Zugfahrt. Hier gab es also keine wirkliche Todesnähe, durch einen Herzstillstand o.ä., sondern "lediglich" eine traumartige Sequenz, die der Autor als Nah-Tod-Erfahrung definiert!Im weiteren Verlauf des Buches werden dann eine Unmenge historischer Berichte geschildert, die mich interessierten, wie der sprichwörtliche Sack Reis in China und dessen Wahrheitsgehalt man heute eh nur noch schwer beweisen kann.Die tatsächlich wissenschaftliche Auseinendersetzung, muss man dann zw. diesen Berichten suchen. Hier werden allerdings auch keine neuen Erkenntnisse aufgefahren, sondern schon bekanntes neuerlich durchgekaut.Auch seine Beweisführung ist aus meiner Sicht eher dünn und lückenhaft und teils mit absonderlichen Schlussfolgerungen. Da meint der Autor z.B., dass es schon reicht, seinen Körper nicht mehr zu spüren, um zu dem Eindruck zu gelangen, eine außerkörperliche Erfahrung erlebt zu haben.Am Buchende angekommen, dachte ich, "das war es jetzt"? Denn nach lediglich 382 Seiten, ist man schon am Anhang und den Quellenverzeichnis, welches überdimensioniert aufgeblasen ist.Die Bibliographie nimmt alleine schon weit über 100Seiten ein. Da stimmt einfach das Verhältnis von Inhalt und Quellen nicht mehr. Vor allem, wenn man sich einmal die Mühe macht und die Bibliographie durchforstet, findet man einen Haufen Quellen aufgeführt, die mit dem Theme null zu tun haben. Bestenfalls (mit viel gutem Willen) am Rande streifen. So kann man dann natürlich auch auf knapp 700 Seiten kommen.Wirklich überzeugen, konnte mich der Autor auf jeden Fall selten. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung in Buchform, sofern sie bei dem Thema überhaupt möglich ist, steht also, aus meiner Sicht, immer noch aus.Wer aber auf eine geschichtliche Aufarbeitung, mit Seelen- und Drogenreisen, oder Bessenheit steht, macht mit dem Buch sicher nichts verkehrt. Mich hat es unendlich gelangweilt und ich musste mich durch das ganze Buch hindurchquälen, obwohl mich das zugrunde liegende Nah-Tod-Thema" eigentlich sehr interessiert.Für diesen dürftigen Inhalte (zum Thema Nah-Tod) sind dann die verlangten 30EUR schon sehr happig!Ich muss aber auch zugeben, dass mich das Autorenbild im Vorfeld schon abgeschreckt hat (ich also voreingenommen war). Hätte man hier nicht ein seriöseres Bild wählen können, ohne Perücke (sofern es denn eine ist)? Da fühlt man sich, bei einem scheinbar seriösen Buch, irgendwie auf die Schippe genommen! ;-)
Ich habe mich vor vielen Jahren sehr umfassend mit dem Thema Leben nach dem Tod bzw. Nahtoderlebnissen auseinandergesetzt. Damals war ich aufgrund meiner katholischen Herkunft überzeugt, daß es dieses Phänomen gibt. Heute nicht mehr. Heute bin ich erwachsen geworden und bin mir ziemlich sicher, daß wir Menschen es einfach nicht glauben wollen oder können, daß unser Dasein faktisch keine Verlängerung durch ein jenseitiges Leben zeitigt. Ich habe mir von einem Quantenhysiker ein wenig mehr erwartet. Alles, was ich in diesem Buch gelesen habe, habe ich schon von einigen Autoren gelesen. Außerdem: es ist noch kein Mensch - wirklich kein Mensch tatsächlich total tot gewesen, also keiner ist aus einem imaginären Jenseits ins Diesseits zurückgekommen. Ich gebe zu, daß ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, denn, wie weiter oben geschrieben: schon einige Male fast identisches von anderen Autoren gelesen. Illusion, Hoffnung, drogeninduzierte Erlebnisse, sehen, was wir sehen wollen, keine Ahnung was auch immer Menschen erlebt haben oder erlebt haben wollen. Vielleicht gibt es Nahtoderlebnisse, vielleicht auch nicht. Ich bin ein Skeptiker, solange es keine handfeste Beweise gibt, bin ich ungläubig. Allerdings immer offen für neue fundierte Forschungsergebnisse.
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Letzte Aktualisierung: 24.10.2026 10:18 Uhr.