Imbolo Mbue - GEBRAUCHT Wie schön wir waren Roman - Preis vom 06092023 050333 h
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Bücher EAN 9783462004847

Imbolo Mbue - GEBRAUCHT Wie schön wir waren Roman - Preis vom 06092023 050333 h

Hersteller: Mbue, Imbolo  ·  MPN: 4657876
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Mbue, Imbolo
EAN
9783462004847
Hersteller-Artikelnr.
4657876
Kategorie
Bücher
Ø Bewertung
4,6 / 5,0 (5 Bewertungen)
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Anbieter im Vergleich
2 Shops
Farbe
Yellow
Breite
25.59 mm
H├Âhe
191 mm
Länge
125 mm
Erscheinungsdatum
2023-05-04T00:00:01Z

Produktbeschreibung

Nach ihrem gefeierten Debüt »Das geträumte Land« für das sie den PEN Faulkner-Preis erhalten hat beweist Imbolo Mbue mit »Wie schön wir waren« erneut ihre erzählerische Brillanz gepaart mit einem Gespür für die großen Themen unserer Zeit. Die Bewohner*innen Kosawas leben in Angst denn ein amerikanischer Ölkonzern droht das kleine afrikanische Dorf auszulöschen. Öllecks haben das Ackerland unfruchtbar gemacht Kinder sterben weil das Trinkwasser vergiftet ist. Den Menschen aus Kosawa werden Versprechungen über Aufräumarbeiten und finanzielle Reparationen gemacht die nie eingehalten wer

Bewertungen & Erfahrungen

4,6 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 12.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk und eine wunderschöne Erinnerung an die Zeit, die es darstellt. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!
Redaktion 12.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Sehr gut
Dr. Tobias Kallfell 07.05.2024 amazon.de
In dem Roman „Wie schön wir waren“ von der Autorin Imbolo Mbue stehen der Werdegang der starken Frauenfigur Thula als Revolutionsführerin und der ihrer Familie, die mit Unterstützung des Dorfes Kosawa gegen den Ölkonzern Pexton und die Regierung kämpfen, im Zentrum. Das Dorf leidet unter den Verunreinigungen, die durch die Ölbohrungen auf den naheliegenden Ölfeldern verursacht werden, viele Kinder sterben – bedrückend geschildert – an trockenem Husten und Fieber. Doch der Ölkonzern hat nur warme Worte für das Leid der Dorfbevölkerung übrig, sagt keine konkreten Hilfen zu und beutet das Dorf schamlos weiter aus. Erzählt wird in den Kapiteln aus den Blickwinkeln der einzelnen Familienmitglieder von Thula und auch aus der Sicht ihrer gleichaltrigen Freunde. Dadurch entsteht ein gefälliges komplexes Zusammenspiel verschiedener Perspektiven. So kommt der Onkel von Thula, Bongo, ebenso zu Wort wie ihre Mutter Sahel, die Großmutter Yaya und ihr jüngerer Bruder Juba, der selbst fast verstorben wäre. Beschrieben wird, wie sich die Gewaltspirale im Kampf gegen Pexton beständig weiter fortsetzt und noch verstärkt. Drei Männer aus dem Dorf, darunter Thulas Vater, verschwinden spurlos, als sie in der Hauptstadt Bezam bei Pexton vorsprechen und die Regierung zur Rechenschaft ziehen wollen. Daraufhin werden drei Mitarbeiter von Pexton im Dorf als Geiseln genommen, um sich zu rächen und Verbesserungen zu erzwingen. Nach dem Erscheinen eines lokalen Zeitungsberichts kommt es zu Verhaftungen, Todesurteilen und genau in der Mitte des Buchs zu einer weiteren schweren Gewalteskalation, die das ganze Dorf traumatisiert. Gleichzeitig erfahren wir, wie ein Keim von Hoffnung entsteht, als Thula zum Schulbesuch und Studium in die USA geschickt wird und die „Aktion Neuanfang“ nach der Gewalteskalation für Verbesserungen im Dorf Kosawa sorgen will. Wir verfolgen die Entwicklung Thulas zu einer belesenen Revolutionsführerin, die fortwährend und vor allem nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatdorf für das Wohl Kosawas sorgt. Dabei ist sie stets unermüdlich, auch wenn es immer wieder herbe Rückschläge gibt, z.B. in Form von Gewaltanwendungen oder juristischen Zermürbungstaktiken von Seiten des Konzern Pexton. Sie hat die Idee einer revolutionären Bürgerbewegung, mobilisiert Einwohner zu Demonstrationen, schaltet einen New Yorker Anwalt in den Fall ein und gründet sogar eine Partei. Alles in allem besticht die Darstellung dadurch, dass man als Leser emotionalisiert und v.a. aufgerüttelt wird. Mich machte das Geschriebene häufig fassungslos, insbesondere hatte ich großes Mitleid mit der leichtgläubigen und abergläubischen Dorfbevölkerung, die nicht recht weiß, wie sie sich verteidigen soll und deshalb als leichtes Opfer eines rücksichtslosen Konzerns erscheint und aus der Verzweiflung heraus zu Gewalt greift. Neugierig und hoffnungsvoll verfolgte ich über das gesamte Buch hinweg den Werdegang Thulas, dabei fand ich vor allem gut erzählt, wie sie in Briefform weiter mit ihren Freunden aus dem Dorf Kosawa Kontakt hält und von ihrer Begegnung mit dem fremden Amerika berichtet. Sie hat mir als starke Frauenfigur imponiert, die ein klares Ziel verfolgt und sich auch nicht davon einschüchtern lässt, dass ihr als Frau von der patriarchalisch geprägten Gesellschaft nur wenig zugetraut wird. Interessant fand ich auch den Einblick, den man in die Kultur der Dorfbevölkerung erhält. Denn Themen wie Sexualität, Männer-Frauenrollen, Korruption, Vetternwirtschaft, Altenpflege, Umgang mit Älteren, Hochzeit, Beerdigungen und Totenfeiern sowie Mannwerdungsrituale werden ebenfalls am Rande erwähnt. Besonders aufschlussreich fand ich in diesem Zusammenhang die Erzählungen der Großmutter, die Erinnerungen an frühere Zeiten Revue passieren lässt und dabei Themen wie Sklaverei, Missionierungsversuche, Zwangsarbeit auf Kautschukplantagen und Enteignung anspricht.Fazit: Ein Buch, das emotional aufrüttelt, zum Nachdenken anregt und das Mitleid, Fassungslosigkeit und Wut beim Lesen erzeugt sowie Einblicke in Kultur und Gesellschaft bietet. Keine leichte Kost!
schokoflocke 07.05.2024 amazon.de
" Wir dachten an jene, die an Krankheiten gestorben waren, für die es weder Namen noch Heilmitel gab (...), die an dem Gift im Wasser und dem Gift in der Luft und an dem vergifteten Gemüse und Obst aus der Erde umgekommen waren, jener Erde, die an dem Tag, an dem Pexton mit dem Bohren begann, vergiftet worden war. "Sie haben es nicht gleich gemerkt, aber als immer mehr Kinder im Dorf sterben haben die Bewohner von Kosawa eins und eins zusammen gezählt und sind sich sicher, dass Pexton daran schuld ist. Die große amerikanische Firma bohrt mit der Genehmigung von der Regierung in der Nähe des Dorfes nach Öl und vergiftet dabei das Grund und Wasser. Die Dorfgemeinschaft versucht mit Pexton zu reden, wird aber nur vertröstet, dann wenden sich die Bewohner an die Regierung, was nur Verhaftungen und Repressionen bringt. Fassungslos, dass niemandem ihre Geschichte interessiert wenden sich die Menschen aus Kosawa an die Öffentlichkeit und zwar nicht in ihrem eigenem Land, sondern in der USA." Wie konnten sie fröhlich sein, wenn wir ihretwegen starben ? Warum sagten sie ihren Freunden bei Pexton nicht, dass sie aufhören sollten, uns zu töten ? "Die Amerikaner sind von der Geschichte bewegt, es wird demonstirert, gespendet und Hilfe angeboten. Ein kleines afrikanische Dorf gegen einem amerikanischen Ölkonzern, David gegen Goliath, aber im wahren Leben enden solchen Geschichten nur selten auf die biblische Art." Aber Pexton konnte unser Land nicht verlassen. Es gab noch immer so viel Öl unter unserem Land. Warum wegen Gewissensbissen darauf verzichten ? "Das Geld regiert die Welt und öffnet alle Türen - bildhaft und mit viel Elan erzählt Imbolo Mbule wie weit Profitgier gehen kann. Korrupte Regierungen, soziale Ungerechtigkeit und die Machtlosigkeit der Schwachen, dazu Umweltthematik und viel afrikanischen Charme - diese Geschichte ist sehr vielschichtig, immer noch aktuell und sehr fesselnd. Die Kapiteln sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. dadurch erfährt man mehr über den Alltag im Dorf, die Kultur und die Gebräuche, was die Erzählung lebendiger macht. Sehr interessant und realistisch dargestellt fand ich die Entwicklung der Dorfbewohner. Anfangs war für sie selbstverständlich, dass sie Hilfe bekommen müssen, sterbende Kinder sollen doch niemandem egal sein... Als sie langsam begreifen, wie die Welt draußen funktioniert fangen sie sich zu wehren, bis sie irgendwann selbst die Grenze überschreiten und mit unfairen Mitteln zu kämpfen. Das bringt aber leider keine Lösungen, sondern noch mehr Probleme...Es ist ein uraltes, aber immer noch aktuelles Konflikt, in dem Moral und Anständigkeit keine Chancen auf Erfolg haben...Ich fand das Buch wirklich großartig, gut geschrieben, klug und nachdenklich machend. Ich möchte es unbedingt weiterempfehlen, weil die angesprochenen Themen irgendwie auch uns alle betreffen."Manchmal stellen wir unseren Kindern Fragen über die Autos, die sie fahren. Die Autos sind offenbar größer als je zuvor und brauchen mehr Öl. Machen sie sich darüber Gedanken ? Denken sie an die Kinder, die leiden, wie wir eins gelitten haben, damit sie so viel Öl haben können, wie sie wollen ? Machen sie sich Gedanken darüber, ob vielleicht irgendwann der Tag kommt, an dem kein Öl mehr übrieg ist unter der Erde ? Sie lachen über unsere Fragen . "
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