Im 10. Fall von Monsieur le Commissaire hat sich der Autor die größte bretonische Insel, die Belle-Île, als Schauplatz ausgesucht. Ein schwerreicher Unternehmer, der wirklich von allen Bewohnern der Insel gehasst wurde, wird tot im Meer treibend, an einer Boje verhakt gefunden, was den Commissaire dazu nötigt, wieder eine Hochseeüberfahrt über sich ergehen zu lassen. Unterstützt wird er von seinen altgedienten Inspektoren Riwal und Kadeq sowie einer Kollegin aus Concarneau und dem Polizeichef der Insel. Wie es ausschaut, scheint eigentlich beinahe jeder Insulaner (den Belleilois) von dem Tod des Tyrannen zu profitieren, was es Dupin sehr schwer macht, einen Schuldigen herauszufiltern.Der Ort der Handlung, die Belle-Île, ist ein wahrhaft reizvoller Fleck Bretagne, um Commissaire Dupin ermitteln zu lassen und der Autor lässt keine Gelegenheit aus, die Reize der Insel und das sie umgebende Meer in all ihren Farben und Facetten hervorzuheben. Jean-Luc Bannalec verliert sich beinahe in Superlativen bei seinen Landschaftsbeschreibungen und Sinneswahrnehmungen, und es ist so schön, ihm dabei zu folgen, selbst wenn man im Innersten das Gefühl hat, dass er in seinem Schwelgen ein wenig übertreibt. Aus der Sicht eines Bretonen, zu dem sich Commissaire Dupin in seinen 10 Dienstjjahren vor Ort durchaus ein Stück weit gemausert hat, allerdings durchaus nachvollziehbar.Im Vergleich zu seinem letzten Fall braucht es hier etwas länger bis es kulinarisch wird, doch auch diese Seite kommt nicht zu kurz. Dieser Fall unterhält wie gewohnt exzellent, Dank der unnachahmlichen Erzählkraft des Autors, im Zusammenspiel zwischen den Ermittlungen, den Eigenschaften der bretonischen Landschaften und den typisch kurz-knackigen Dialogen der handelnden Personen, die der Geschichte auch eine gewisse Schnelligkeit verleihen. Dazu lässt Bannalec den Commissaire in einem wundervollen orangefarbenen Plastik-Kultauto, einem nostalgischen Citroën Méhari, kreuz und quer über die Insel knattern. Alles in allem wieder ein sehr gelungener Roman, der neben einer Krimihandlung vor stimmungsvoller Kulisse auch die Reiselust und Sehnsüchte weckt, das alles mit eigenen Augen auch einmal zu erleben. Der Autor ist ein super Botschafter der Bretagne. Ich hoffe, es ist nicht der letzte Roman aus der Reihe.
Buch ist sehr spannend und sprachlich schon geschrieben.Hier nur 4 Punkte, weil ich mich über die Werbung im Buch ärgere. Online Buch zeigte mir gestern Abend 84% gelesenes Buch an, es stellte sich heraus, dass 10 % am Ende Werbung für ein anderes Buch sind.Eigentlich sollte sich dieses Buch refinanzieren, so viele Orte und Restaurants in der Bretagne werden beworben, dann muss nicht noch ein anderes Buch im Buch beworben werden.