Ein Hochstapler ist m.E. jemand, der - einzig im Interesse seines persönlichen Vorteiles - sehr gezielt und planmäßig über seine Identität täuscht, seine Umwelt/Mitmenschen manipuliert, darauf kalkuliert seine „“erfolgreiche“ Existenz gründet.Aber genau das ist der „Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ gar nicht, - und eben darum vor allem handelt seine/diese Geschichte!Wie er da hineingerät, sich hineinziehen lässt, verstrickt, versumpft, benutzt, korrumpiert ... teils gutgläubig, getrieben, genötigt, auch willensschwach, selbstverständlich ebenso bequem ... aber immer, von Anbeginn, auch widerwillig, voll Zweifel, Unbehagen, Ängsten, Unglauben, entschlossen zur „Ehrlichkeit“, zur Integrität, zum Ausbruch, zum „reinen Tisch machen“. Back to his earth, in his real live: but much better.Wie schnell und leicht, quasi im einmal gezündeten „“Selbstlaufmodus“ so ein von allen anderen - aus pur eigensüchtigen, banal-gleichgültigen oder naiv wohlmeinenden Motiven - projektiertes, inszeniertes, instrumentiertes Leben „passiert“, indem alle nur sehen und glauben was ihnen gerade selber passt, - und wie es sich anfühlt, auch anfühlt dabei die eigene Wahrheit behaupten, zurückgewinnen zu wollen ... und dabei nicht verloren zu gehen, nicht zu verlieren ... das ist für mich die eigentliche Geschichte.Auf dem ersten Blick erscheint der Plot etwas irre oder grotesk, vielleicht. Aber, Moment: wirklich ... ? Warum nur kommt mir dann alles, was hier in unserem Medien-, Politik-, Behörden-Betrieb (- Zirkus) spielt denn so bekannt, so vertraut vor - ? Hmmm.Es wäre kein Maxim Leo, wenn das alles nicht in einer so hintergründig-entspannten, oft komischen, stets erfrischenden Leichtigkeit erzählt wird; für mich jedenfalls in einer Stimmung wie in der letzten Unterrichtsstunde vor den - selbstredend langen - Sommerferien.