Melrose-Saga   1-5   Melrose - Edward St Aubyn Gebunden
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EAN 9783492057349

Melrose-Saga 1-5 Melrose - Edward St Aubyn Gebunden

Hersteller: St Aubyn, Edward  ·  MPN: 1209651
4,8/5,0 (4 Bewertungen)

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
St Aubyn, Edward
EAN
9783492057349
Hersteller-Artikelnr.
1209651
Ø Bewertung
4,8 / 5,0 (4 Bewertungen)
Farbe
Silver
Gewicht
1 kg
Breite
56 mm
H├Âhe
220 mm
Länge
138 mm

Produktbeschreibung

Edward St Aubyns fünf Romane um sein Alter Ego Patrick Melrose, 'Schöne Verhältnisse', 'Schlechte Neuigkeiten', 'Nette Aussichten', 'Muttermilch' und 'Zu guter Letzt', liegen hiermit erstmals in einem Band vor. 'St Aubyns autobiografische Romane sind schillernde Wunder. Sprachlich virtuos, ohne je manieriert zu sein, ironisch und zugleich voller Empathie - und ganz einfach spannend sind sie außerdem.' Der Spiegel 'Der vielleicht brillanteste englische Romancier seiner Generation' Alan Hollinghurst 'Humor, Pathos, ein messerscharfes Urteilsvermögen, Schmerz, Freude und alles dazwischen. Die Mel

Bewertungen & Erfahrungen

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4 Bewertungen
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Redaktion 22.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Tolle Bücher
Lesefreund6203 07.05.2024 amazon.de
Für jeden, der in das spannungsgeladene „Upper Class“ Universum des Patrick Melrose (und dutzender weiterer Haupt- und Nebenfiguren) erstmalig einzudringen gedenkt oder für jene, die bis dato noch nicht alle der fünf Romane um Melrose gelesen haben (und für jene, die das alles gerne noch einmal in „einem Rutsch durch“ lesen möchten, bietet der Piper Verlag mit dieser Ausgabe alle fünf Romane in einem Band.Vom „Beginn“, das fünfte Lebensjahr von Melrose, bis zum Ende, als er schon „über die Mitte des Lebens“ hinaus ist, verheiratet war, selber als Vater nun zu agieren hat (und das nicht immer bestens erledigt, trotz oder gerade wegen seiner eigenen, massiv schwierigen Zeiten als Kind).Ein Roman, in dem St Aubyn mit kunstvoller, teils direkter, oft mit vielen Assoziationen versehener Sprache so präzise wie kaum ein anderer Schriftsteller in allen Nuancen sein Thema, seine „Britishness“ aufgreift und erkennbar lustvoll all die Fassaden, die Unsicherheiten hinter der souveränen Ironie, die lähmende Atmosphäre der Clubs und das verzweifelte Suchen nach sich selbst (will man nicht aufgeben und sich einfach “dem Wohlstand ergeben“) mit einem hohen Sprachschatz versehen auf den Punkt beschreibt.„Nach dem Erbrechen hatte sie die Zähne geputzt, doch den galligen Geschmack hatte sie immer noch im Mund. Auch vor dem Erbrechen hatte sie bereits ihre Zähne geputzt, denn sie konnte ihre optimistische Art nie ganz anbinden“.Schon früh am Morgen hat Eleoanor. Melroses Mutter, die fassbare Vorstellung eines Wodka mit Eis vor Augen. Der vielleicht umgehend helfen könnte.Ein gestörtes Elternhaus (und das nicht im kleinen Teil), ein Herantasten an die Welt (an „DIE Welt“, die Welt der Reichen, in die Melrose hineingeboren wird“.Das ständige Ringen nach der „richtigen“ Antwort in der formvollendeten Konversation in diesen Kreisen. „Eleanor wusste, es gab eine Formel, die alle in solchen Situationen benutzen, aber sie suchte vergeblich danach“.Einer der Schlüsselsätze in den Romanen, der es gerade in sich hat, weil er so nebenbei daherkommt. Nicht, dass Melrose oder die anderen ständig nach passenden Erwiderungen ringen würden, aber das, was Melrose antreibt ist durchaus das Gefühl, dass da noch was sein müsste. An echtem Leben. In sich selbst. Nur kommt er lange nicht drauf. Was vielleicht noch nicht einmal an ihm liegt, sondern an dem, was die „Ursachenkette“ ausmacht.Als er reif genug ist, zu verstehen, dass die eigenen Eltern, die für eine solch unglückliche und kalte Kindheit gesorgt haben, selber einmal unglückliche Kinder waren, nur weitergeben, was damals sein eigenes (und tief eingeprägtes) Erleben war und deren Eltern wiederum irgendwann unglückliche Kinder waren und so fort, und so fort.„Niemand hatte Vorwürfe verdient und jeder hatte Hilfe verdient, und wer die größten Vorwürfe verdient zu haben schien, bedurfte der größten Hilfe“.Erkenntnisse, die spät reifen, die erst in der Freiheit von dieser Welt (Vater und, vor einigen Seiten dann, Mutter sind gestorben).Mit Verachtung gegenüber allem, was seelisch helfen könnte (Pyychiatrie ist für die Irren, nicht für einen Menschen „von Stand“, verbleibt Melrose nur das „Trial and Error“ Verfahren durch Alkohol, Drogen, Zerstreuung, Konversation, Fassaden erbauen und erhalten, um mit anderen Fassaden so zu tun, als hätte man echten Kontakt.Ein Verfahren, dass er, wie sich herausstellen wird, mit vielen der anderen Personen in den Romanen teilen wird, von distinguierten Herren bis zu wirklich verrückten Frauen.Was aber ist nur real? Was genau ist dieses „eigene Leben“, das lange Zeit in diesen konservativ festgelegten Formen nur „dahinplätschern, mitplätschern“ kann? Bei einer so langen Zeit, in der es nur darum ging, „sich aus allem herauszureden, was er je gedacht ider gefühlt hat.“.Ein literarisches Highlight, das mit gnadenlosem und klarstem Blick eine ganze Institution der „oberen Klasse“ Englands nicht nur ironisch „aufs Korn“ nimmt, sondern letztlich literarisch „zerstört“.
Tarik Horn 07.05.2024 amazon.de
Was für ein Buch! Oder besser gesagt: Was für ein Leben. St. Aubyn erzählt autobiographisch die Geschichte eines Jungen, der vom eigenen Vater missbraucht, von der eigenen Mutter im Stich gelassen, seinen Weg sucht. Dabei sticht nicht nur St. Aubyns grandioser Umgang mit der Sprache hervor, sondern auch seine Kreativität, mit der es ihm gelingt, schwer beschreibliche innere Gefühle in Worte zu fassen, ob es um den Missbrauch des Vaters oder seine eigene Drogensucht geht. Humor, Wortwitz und Schrecken finden sich oft in einem einzigen Satz wieder. St. Aubyn schildert das Leben schonungslos, radikal und vor allem unvermittelt; er hebt die Distanz des Lesers zum Geschehen geradezu auf, so dass ich oft atemlos weiterlas. Ein literarisches Meisterwerk, das einem keine Wahl lässt: Es zieht einen voll hinein in St. Aubyns Leben. Da steckt man dann fest und lacht, schaudert, ist fasziniert und angewidert und kann immer nur denke: What a life!
Ilona Schweda 07.05.2024 amazon.de
Alle fünf Bücher in einem Band vereint. Tolle Lektüre, etwas groß fürs Urlaubsgepäck. Spannend geschrieben
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