Beim Leben meiner Schwester: Roman
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EAN 9783492247962

Beim Leben meiner Schwester: Roman

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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Beim Leben meiner Schwester | Jodi Picoult | Taschenbuch | 476 S. | Deutsch | 2006

Bewertungen & Erfahrungen

4,3 von 5,0
4 Bewertungen
5 ★ 1
4 ★ 3
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 10.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist sehr bewegend und erzählt eine tief berührende Geschichte über die Beziehung zwischen Kate Fitzgerald und ihrer Schwester Anna. Es ist ein packendes Leseerlebnis, auch wenn die Thematik sehr ernst ist.
Redaktion 10.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Janine2610 04.06.2023 amazon.de
Einige von euch werden den Film »Beim Leben meiner Schwester« (mit Cameron Diaz verfilmt) vermutlich schon kennen. Dies ist die Buchvorlage dazu, und auch ich habe die Verfilmung bereits gesehen. Weil ich aber gesagt bekommen habe, dass die Handlung im Buch ganz anders sein soll, wollte ich mir selbst ein Bild vom Geschriebenen machen.Was ich nun dazu sagen kann: Die Haupthandlung des Buches stimmt mit der im Film völlig überein, die Nebenhandlungen im Buch wurden im Film allerdings einfach weggelassen - man hat sich darin wirklich nur auf das Wesentliche konzentriert. Aber das Ende, und das ist eigentlich das wichtigste an der ganzen Geschichte, denn darauf läuft eben alles hinaus ... Das Ende ist im Buch komplett anders als im Film, und das hat mich echt überrascht und mit offenem Mund zurückgelassen ...~ Wenn du eine Schwester hast und die stirbt, sagst du dann nicht mehr, dass du eine hast? Oder bist und bleibst du eine Schwester, auch wenn der andere Teil der Gleichung verschwunden ist? ~(S. 165)Die Thematik des Buches ist ziemlich bedrückend, aber auch brisant: Ein wenig erfährt man davon ja schon aus dem Klappentext, aber ich versuche es noch einmal kurz in meinen eigenen Worten zusammenzufassen: es geht um Anna, ein 13-jähriges Mädchen, das sich entweder für sich und somit für den Tod ihrer Schwester Kate, oder aber gegen sich selbst und damit automatisch für das Weiterleben ihrer Schwester entscheiden muss.Ich kann in dem Fall den Wunsch der Eltern, dass Anna weiterhin für Kate lebensrettende Flüssigkeiten spenden soll, sehr gut verstehen, schließlich geht es für Kate um Leben und Tod, aber auch Annas Seite verstehe ich mehr als gut. Für die jüngere Schwester ist ein Leben, in dem sie ständig für ihre Schwester zur Verfügung stehen und als Ersatzteillager herhalten muss, auch kein leichtes Los. Ich wüsste nicht wirklich, wie ich mich an Annas Stelle entscheiden würde, das ist schon echt hart und ich bin sehr froh darüber, dass ich nicht in so einer Situation stecke.~ Dieses Mädchen verliert entweder seine Schwester, denke ich, oder es verliert sich selbst. ~(S. 134)Ich "musste" das alles also nur lesen und durfte die Gedanken und Handlungen der Protagonisten gebannt mitverfolgen, und musste nicht selbst in so einer prekären Lage Entscheidungen treffen.Die Kernfrage in diesem Buch lautet hier: Was ist moralisch richtig und was falsch? Es steht unter anderem eine Gerichtsanhörung im Mittelpunkt, in der darüber entschieden werden soll, ob die 13-jährige Anna ab nun selbst über ihren Körper in medizinischen Belangen entscheiden darf.Ich konnte Annas Entscheidung, dieses Gerichtsverfahren anzustrengen, gut verstehen, denn die Autorin lässt auch immer wieder Gespräche und Szenen in dem Buch auftauchen, in denen Anna sich in Gegenwart ihrer Eltern wie Luft gefühlt hat, ... aber ich habe trotzdem nie daran gezweifelt, dass Anna von ihren Eltern genauso sehr geliebt wird, wie die todkranke Kate. Ich denke, das hat die Autorin schon bewusst so anklingen lassen, damit man nicht auf den wahren Grund kommt, weswegen Anna all das geplant hat ...~ Denn anders als der Rest der freien Welt bin ich kein Zufallsprodukt. Und wenn eure Eltern euch aus einem bestimmten Grund bekommen haben, dann ist zu hoffen, dass es den Grund noch gibt. Denn sobald er sich erledigt hat, seid ihr es auch. ~(S. 12)Wie gesagt: Es ist keine leichte Thematik, es geht um eine seltene Form der Leukämie, es geht ums Sterben, ums Überleben, um Rettung und um Selbstbestimmtheit. - Es geht vor allem darum, was all das in einer Familie anrichten kann.Es wird kapitelweise abwechselnd aus der Sicht eines anderen Fitzgerald-Familienmitglieds und zusätzlich aus der Sicht von Annas Anwalt Campbell und der Verfahrenspflegerin Julia erzählt. Zwischendrin gab es auch manchmal Zeitsprünge in die Vergangenheit. - Ich fand diesen dauernden Charaktere-Sichtwechsel und die Zeitsprünge erst noch schwierig bzw. störend beim Lesen, habe mich aber glücklicherweise schnell daran gewöhnt und dann keine Probleme mehr gehabt.~ In meiner Familie ist es eine traurige Gewohnheit, dass wir nicht das sagen, was wir sagen sollten, und das, was wir sagen, nicht so meinen. ~(S. 108)Abschließend möchte ich noch sagen, dass mich das Buch, gerade zum Ende hin, ziemlich mitgenommen hat, denn da passiert etwas, womit ich so gar nicht mehr gerechnet habe und die Anhörung, die Anna die ganze Zeit unbedingt wollte, im Grunde überflüssig gemacht hat. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten ... Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die zum Nachdenken über das eigene Dasein anregt und die wegen seiner Dramatik und den Gewissenskonflikten darin auf jeden Fall noch lange in meinem Kopf bleiben wird!
Riet 04.06.2023 amazon.de
Da der Film mich schon so sehr berührte, wollte ich auch das Buch dazu lesen.Mir war schon vorher klar, dass Jodi Picoult es auch diesmal auf ihre ganz besondere Art schaffen würde, mich in ihren Bann zu ziehen und wie keine Zweite eine solche Geschichte schreiben würde.Ohne ihre Schwester Anna kann Kate nicht überleben, denn sie hat Leukämie und nur ihre Schwester eignet sich als Organspender.Irgendwann weigert sich Anna weiterhin als "Ersatzteil-Lager" zu dienen.Was ich so an Jodi Picoult liebe, ist, dass sie jedes Kapitel einer anderen Figur widmet, sodass wir jede Sichtweise einmal sehen, und sie macht es mit einer solchen Genauigkeit, dass wir alle Figuren verstehen können und vor allem, nachvollziehen können, wieso sie handelt wie sie handelt.Mich hat das schon bei "Zerbrechlich" sehr, sehr berührt. Und mich regelrecht in die Zwickmühle gedrängt.So bin ich einfach nicht in der Lage, einen Protagonisten zu verurteilen, denn ich kann ihre Handlungen verstehen, mehr noch, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Und so komme ich zu dem Schluss, dass Jodi Picoult genau das immer bezwecken möchte: dass es kein richtig oder falsch gibt. Es sind moralische Dilemmas, in der kein Mensch das Recht und Allwissen hat, zu sagen, was richtig und was falsch ist. Niemand kann darüber richten.Ich kann Annas Mutter verstehen, dass sie ihr Kind nicht kampflos aufgibt, ich würde von jedem Familienmitglied genauso erwarten, zu helfen, egal, wie unmoralisch das für Außenstehende aussehen mag. Ich würde alles menschenmögliche versuchen, um sie zu retten. Wie könnte ich als Mutter mein eigenes Kind aufgeben und in den Tod schicken? Bei aller Liebe würde ich auch blind werden und mich daran klammern, und nicht mehr das wesentliche sehen: nämlich das Kate bereit ist zu sterben.Ich als Mutter würde mir so einen Ehemann und Vater wünschen, der losgelassen hat und das ganze mit klarem Blick sieht- nämlich, dass es an der Zeit ist, Kate gehen zu lassen.Was mir einzig und allein nicht gefallen hat, war das Ende. Ich finde hier hat Jodi Picoult zu sehr in die Dramatikkiste gegriffen. Im Film gefällt es mir besser.Einer der traurigsten Szene war für mich ( und ich kriege selbst gerade jetzt noch Gänsehaut, wenn ich nur daran denke), wo Kate im Krankenhaus ist und das Gespräch mit der Mutter führt. In dem sie sagt, dass sie damals beim Schulausflug am Fenster saß, um auf ihre Eltern zurück zu blicken."Weißt du noch diesen Sommer, als ich in dieses Camp fuhr? Ich hatte solche Angst, dass ich euch vermissen würde. Als ich in diesen Buch stieg, hast du mir gesagt, ich soll mich auf einen Platz auf der linken Seite setzen, direkt ans Fenster. Damit ich zurückschauen kann und euch sehen kann. Auf diesem Platz sitze ich jetzt auch."
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