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Das englische Mädchen | Daniel Silva | Taschenbuch | Gabriel Allon | 538 S. | Deutsch | 2015
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★3
4 ★1
3 ★1
2 ★1
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen
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Redaktion10.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein spannender Roman von Daniel Silva, der mich sofort in die Welt der Intrigen zieht, allerdings fand ich die Handlung etwas zu viel auf den ersten Blick.
Redaktion10.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Taschenbuch ist absolut fesselnd und eine wunderbare Lektüre, die mich sofort in die Welt von Daniel Silva und Madeline Hart entführt. Die Geschichte ist spannend und die Charaktere sehr lebendig.
Ich hatte nicht anderes von Daniel Silva erwartet. Das englische Mädchen ist ein typischer Thriller aus der Gabriel Allon Reihe.Es tauchen einige alte Bekannt wieder auf wie Chistoph Keller der Engländer.Es ist nicht ratsam mit diesem buch in die Gabriel Allon Reihe einzu steigen, weil man einige Zusammenhänge nur schwer versteht.
Bevor Sie die Rezension mit "Nicht hilfreich" bewerten, bedenken Sie bitte das dies mein 13. Allon Band ist. Man lebt mit den Jahren mit seinem Helden. Die Rache für das Münchner Massaker, der Verlust des eigenen Kindes, die jahrelange, aufopferungsvolle Pflege der schwer traumatisierten Ehefrau, die langen Zweifel um eine erneute Bindung und der erneute Verlust eines Ungeborenen. Dazwischen immer wieder der aufrechte Kampf gegen die wechselnden Feinde Israels, die Restauration wertvoller Meister und letztendlich auch die schweren, zeichnenden Verletzungen die unser Held davongetragen hat. Das lässt einen Leser nicht kalt und man leidet mit seinen Helden. Schon vor dem arabischen Frühling dachte ich, daß es für Gabriel Zeit wird an die Rente zu denken. Schwerbehindertenausweis und die Gratissuppe aus der Schnabeltasse waren greifbar nah. Doch mit dem Wiedererstarken des großen Bären Russlands schwang sich auch Silva zu neuen Höhen auf. Gabriel hatte alle Hände voll zu tun und das war gut so. Wer sonst hätte das Böse besiegen können wenn nicht der Racheengel aus Israel?Im "Englischen Mädchen" ist vieles anders. Das Thema Restauration wird zwar gestreift. Die detailierte Beschreibung der Pinselstriche bleibt jedoch aus. Der Haupterzählstrang dreht sich um die Entführung eben jenes englischen Mädchens das schon im Titel Erwähnung findet. Graham Seymour vom Britischen Geheimdienst ist ebenso wieder Thema wie die in letzter Zeit sooft erwähnten russischen Oligarchen. Aus dem harmlosen Erzählstrang entwickelt sich eine vorraussehbare Geschichte nach dem bekannten allonschen Schema. Neu ist, daß er Allianzen mit ehemaligen Widersachern eingeht um an sein Ziel zu kommen.Natürlich gibt es wieder eine große Operation mit seinem Team, inklusive seiner Ehefrau, dem Reservechef Uzi und dem nicht totzukriegenden Ari Schamron. Für meinen Geschmack kommt diese allerdings zu früh im Buch. Der Spannungsbogen nimmt zu früh ab. Die Szenerie wirkt gestellt.Das ganz Wesentliche ist für mich allerdings der Umstand, daß im "Englischen Mädchen" alles viel zu glatt läuft. Das "Grande Finale" entfällt bzw. es ist so vorhersehbar wie der nächste Sonnenaufgang. Der Gag mit dem korsischen Ziegenbock hat einen Bart wie ebenjener selbst.Was nicht heisst das der Bock der Gärtner ist. Zumindest nicht auf Korsika.Es klingt alles ein wenig altersmild im vorletzten Silva. Sogar die quälend langen Beschreibungen von brechenden Jochbeinen und besinnungsvertreibenden Schmerzen bleiben diesmal aus.Mein Fazit: Silvas Romane beschreiben auch immer den Zeitgeist Israels. Das ist auch für die "reale Welt" sehr interessant. Das ewige Rummgehacke auf den gleichen Feindbildern greift sich aber irgendwann ab. Silva soll Schamron nun endlich vom Planeten verbannen. Als Chef könnte Gabriel eine neue Ära aufleben lassen. So und nun geh ich den "Raub" lesen. Vielleicht hat er ja auf mich gehört der Silva.
Bisher war ich ein bekennender Fan der Bücher von Daniel Silva. Ich habe an ihm ebenso wie an seinem Titelhelden Allon immer eine Differenziertheit geschätzt, die ich bei den (trotzdem spannenden) ersten Büchern von Vince Flynn und Konsorten später schmerzlich vermisst habe.Aber in den letzten Büchern ist mir eine Entwicklung des Gabriel Allon aufgefallen, die mich allzu sehr an omnipotentes Wunsch-Gehabe eines Tom Clancy oder eben eines V. Flynn mit seinem Superhelden Mitch Rapp erinnerte, der auch zunehmend auf dem Weg in eine "autoritäre Demokratie" war, und dem gerade die differenzierte Betrachtungsweise der Welt und ihrer Probleme, die bei Silva zu finden war, leider völlig abging.Stattdessen wird nun aber auch Allon offenbar alt und beginnt mit den selben dummen und trivialen Sprüchen und Verhaltensweise zu agieren, die ich nun einmal überhaupt nicht leiden kann und die das Grau(en) in dieser Welt nur als Schattierungen von Schwarzweiß darstellen, dabei aber auch nicht mehr richtig über Zebrastreifen oder Schachbrettmuster hinaus kommen.Und dann gibt es zwar nicht wirkliche Logikbrüche zu beklagen, das aber nur, weil die ganze Geschichte irgendwie in ihrer Gesamtheit so unlogisch und unglaubwürdig daherkommt.Die feinsinnigen Momente und Geschehnisse, die es früher in den Büchern von Silva gab, sind einer für mich recht tumben Haudrauf-Schreiberei gewichen, in der es dem Helden gelingt, selbst aus den abstrusesten Situationen irgendwie wieder herauszukommen.Das ist manchmal so einfallslos geschrieben, das es für mich wirklich schon ärgerlich war - und das ist eines Daniel Silva irgendwie nicht würdig.Das war nicht einmal bei V. Flynn und seinem M. Rapp so, aber selbst da habe ich die Reihe irgendwann abgebrochen, weil es mir einfach zu amerikanisch-weltpolizeilich wurde und ich das reaktionäre Alt-Männer-Nachgebrabbel von platten, stereotypen Stammtischparolen einfach nicht mehr ertragen konnte.Aber leider scheint das hier nun auch los zu gehen. Die Geschichte ist nicht einmal mehr sonderlich spannend, sondern trieft nur so vor falsch verstandener Moral des Titelhelden, dem es nicht gelingt, seinen Auftrag zu erfüllen und der weniger wegen einer (Achtung Spoiler!) toten Engländerin trauert, als mehr um seine offenbar abhanden gekommen Superfähigkeiten, selbst die haarsträubendsten Situationen zu meistern.Und der es deshalb den bösen Schurken heimzahlen und es mit ihnen gegen alle Vernunft (auch seiner Mitstreiter) in tumber Rambomanier aufnehmen will.Dabei stellt Daniel Silva Allons Gegner vom KGB als ebenso tumbe Toren dar, die sich selbst von der lächerlichsten Trickserei hereinlegen lassen.Hallo?Man muss diese KGBler nicht mögen, um solche schriftstellerischen Makel zu kritisieren, wenn diese Typen so doof dargestellt werden, als ob die nicht einmal ihrem Schatten folgen könnten, wenn sie nach Norden gehen. Das ist unsympathisch, aber nicht nur im Hinblick auf die Schurken, sondern auch auf meinen bisherigen Helden Allon.Einen Versuch hat Herr Silva noch, denn ich habe das neueste Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen. Aber wenn er so weiterschreibt, oder es sogar noch schlimmer wird, lese ich lieber von Cornwells Urthred.Der wird auch alt, aber der war von Anfang an ein unempathischer Kotzbrocken, der sich allerdings immer seine, wenn auch wenigen Werte erhalten hat - und da muss ich mich nicht umstellen...
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Letzte Aktualisierung: 15.10.2026 18:19 Uhr.