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Furcht | Trump im Weißen Haus | Bob Woodward | Buch | 544 S. | Deutsch | 2018 | Rowohlt, Hamburg
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★2
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion21.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet einen interessanten Einblick in die Karriere von Bob Woodward, aber die Darstellung ist teilweise zu einseitig und lässt einige wichtige Aspekte des Journalismus aus. Insgesamt ist es eine solide Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
...sondern der mächtigste Mann der Welt – und deshalb fürchte ich mich tatsächlich, vor dem „Trump im Weißen Haus“, sagt mein Mann. Nachstehend seine Rezension des Buches „Furcht: Trump im Weißen Haus, eine Kindle Edition von Bob Woodward“:Zunächst hat man ja so einiges wie eine Satire betrachtet, wenn man allmorgendlich die Zeitung aufschlug um nachzuschauen, was „The Donald“ mal wieder „fabriziert“ hat, aber inzwischen – vor allem nach der Lektüre dieses Buches - bekommt man es mit der Angst zu tun, denn die unkontrollierten und (wohl auch) unkontrollierbaren Entscheidungen des mächtigsten Mannes der Welt, haben nicht nur Einfluss auf die Weltwirtschaft, sondern könnten u.U. sogar einen Krieg auslösen!In seinem Buch „Furcht: Trump im Weißen Haus“ beschreibt Bob Woodward, ein weltweit anerkannter Journalist, eine Zeitspanne vom US-Wahlkampf angefangen (korrekt: nachdem Steve Bannon die Federführung übernahm) bis zum März 2018, in einem dokumentarischen, sachlichen Stil und der Leser – zumindest war es in meinem Falle so – wundert sich teilweise über die vielen Personen und Namen, die irgendwann einmal in den Nachrichten eine Rolle gespielt haben und dann kurz und schmerzlos wieder von der Bildfläche verschwunden sind.Der Autor beschreibt das Team „um den Präsidenten“ als eine Gruppe von Claqueuren, Ja-Sagern, blutigen Amateuren (hier vorrangig aus der Familie des Präsidenten) und einigen mutigen Profis, die versuchen, das Schlimmste zu verhindern.Denn: Mr. Trump duldet keine Widerworte, ist nicht imstande, auch nur eine Viertelstunde lang sachlichen Informationen zu folgen und hat zudem seine eigene Auslegung davon, was wahr und was nicht-wahr ist.Wenn es nach ihm ginge, dann kann ein Staat durch das Drucken von Banknoten Rezensionen verhindern und man gewinnt Kriege dadurch, indem man seine Truppen (z.B. in Nahost) abzieht und einfach erklärt, „man habe gewonnen“!Ich bin mir darüber im klaren, dass alle (TV-, Presse- und andere) Berichte gewisse Tendenzen weitergeben, aber ich denke, dass für dieses Buch (Trump selbst stand nicht für ein Interview zur Verfügung) gewissenhaft recherchiert wurde, wenngleich ich auch einige Dinge entdeckt habe, die nicht so ganz übereinzustimmen scheinen: Einerseits schreibt der Autor, dass „Trump weder tippen noch eine Tastatur benutzen kann“ und auf der anderen Seite twittert er (mit Hilfe seiner Sekretärin???) als wolle er Rekorde in den Social Medien aufstellen…Da Trump nicht imstande ist, rational zu arbeiten, „stibitzen“ ihm (verantwortungsvolle) Mitarbeiter immer wieder Entwürfe, Dokumente, Erlasse etc. von seinem Schreibtisch, da sie wissen, dass er das Meiste davon am nächsten Tag wieder vergessen hat.Einige Zitate: „Es geht nicht darum was wir für das Land getan haben… sondern vor welchen Dingen wir ihn bewahrt haben...“ „Es fühlte sich an, als würden wir die ganze Zeit am Rande des Abgrunds balancieren...““Genau das bin ich,“ sagte Trump, „ich bin ein Popularist“. Er kriegte das Wort nicht hin. „Nein, nein“, sagte Bannon. „Es heiß Populist!“ „Doch, doch“ , beharrte Trump, „Popularist!“Im vertrauten Kreis bezeichnen ihn seine Mitarbeiter als „vom wilden Affen gebissen“, „wandelndes Pulverfass auf Twitter“, ..notorischen Lügner“, „verdammten Vollidiot“, „Schwachkopf“ und attestieren ihm „...das Verhalten und den Intellekt eines Sechs- oder Sieben-Klässlers“. (Hierzu passt übrigens auch, dass Mr. T. zu manchen politischen Treffen Hotdogs und Hamburger auftischen lässt. „Das Traum-Menü eines Elfjährigen“, wie Insider berichten…)Wie bereits eingangs erwähnt, kann man bei der Lektüre dieses Buches Angst bekommen, welches Unheil dieser Präsident vielleicht durch seine unkontrollierbaren Entscheidungen anstellen kann.Bei ca. 80 Prozent Inhalt, ist dieses Buch dann ganz abrupt zu Ende (es folgt noch ein Teil mit Fußnoten, das Register und ein Bildteil) und man fragt sich, ob der Autor plötzlich sein Manuskript abgeben musste (und die Zeit drängte), oder ob er vielleicht noch weitere Kapitel hinzufügen wollte… Jedenfalls fehlt das, was bei meiner Rezension noch folgt; das Fazit:Ein, wie ich persönlich meine, ein sehr lesenswertes Buch. Nach meiner Erfahrung sollte man sich, bevor man mit dem Lesen beginnt, den Bildteil markieren; so kann man bei manchen Namen immer wieder mal nachschlagen, wer der im Text Erwähnte überhaupt war und wie er aussah…(Ich habe in einem US Unternehmen gearbeitet und weiß, welche Ansprüche man dort an leitende Mitarbeiter stellt. Nach dieser Erfahrung dürfte Donald Trump noch nicht einmal die Kriterien erfüllen, die man an den Leiter einer McDonald-Filiale stellt!)Für mich gab es das Problem, in welcher meiner Kindle-Sammlungen ich dieses Buch ablegen sollte. Ich entschied mich für die Sammlungen „Zeitgeschehen“ und „Horror“.Positiv finde ich, dass ein solches Buch überhaupt in den USA erscheinen kann. Man stelle sich einmal vor, in der Türkei oder in Russland würde jemand in dieser Art kritisch über den aktuellen Präsidenten berichten? In Amerika scheint die Pressefreiheit also noch zu funktionieren!!!
Dieses Buch unterscheidet sich von den weiteren Trump-Büchern, die ich kenne, in einem entscheidenden Detail. Es ist dabei weniger der Inhalt, der mich überrascht hat denn mehr die Form, in der es abgefasst ist.Zum Inhalt eine Anmerkung: Manches habe ich von der Sache her auch in anderen Büchern zu Trump wiedergefunden. Manches von den Highlights, von denen dieses Buch ausgezeichnet ist, ist auch schon durch die Presse gegangen, und ich erspare es mir, solches zu wiederholen. Man denke nur - und jetzt gebe ich doch ein Beispiel - gleich zu Beginn des Buches, als von den vom Schreibtisch im Oval Office gestohlenen Briefen berichtet wird. Nahezu jede Nachrichtensendung hat davon berichtet.Ich erlaube mir weniger vom Inhalt denn von der Anlage her eine Bewertung zum Buch, weil mich die Anlage des Buches sehr verwundert hat. Dieses Buch gründet in vielen Interviews, die Woodward geführt hat, und er kann so jedes Detail belegen. Das ist sicherlich auch notwendig, wenn man schweres Geschütz gegen den amerikanischen Präsidenten auffährt.Und so habe ich auch keine Zweifel an dem, was geschrieben steht. Zu sehr müsste sich der Autor wohl vor Gerichtsverfahren fürchten, wenn mit Halbwahrheiten gearbeitet worden wäre. Hier glaube ich an Fakten, wo ich andernorts die Welt mit alternativen Fakten bombardiert sehe.Was mich wundert, ist der Sachverhalt, dass dieses Buch in der Anlage nicht einem Sachbuch entspricht. Es ist abgefasst wie ein Roman, wo Personen auftreten, sich begegnen und unterhalten. Ich gebe mal ein Beispiel:Auf Seite 272 steht geschrieben:"Für wen arbeiten Sie?", fragte Trump, nachdem Kasowitz gegangen war."Ich nehme an, ich arbeite für...", setzte Porter an."An wen berichten Sie?""Nun, ich berichte an Reince, aber arbeiten tue ich eigentlich für Sie.""Ja, ja, ja", sagte Trump. Er kannte die Organigramme und hasste sie. "Vergessen Sie Reince. Er ist wie eine kleine Ratte. Er huscht nur durch die Gegend. Sie brauchen sich nicht weiter um ihn zu kümmern. Reden Sie direkt mit mir. Da brauchen Sie nicht über ihn zu gehen."An diesem Tag änderte sich das Verhältnis zwischen Trump und Porter. Sein Stabssekretär war praktisch ein Neil-Grosuch-Klon.Porter war entsetzt darüber, wie boshaft Trump über seinen Stabschef herzog.Priebus, Porter und andere bemühten sich weiter darum, Trump davon zu überzeugen, seine Twitterer einzuschränken."Das ist mein Megaphon", entgegnete er. "Auf diese Weise spreche ich direkt zu den Menschen ohne jeden Filter. Ich durchdringe den Lärm. Ich durchdringe die Fake-News. Das ist der einzige Weg, wie ich kommunizieren kann. Ich habe zig Millionen Follower. Größer als die Nachrichten im Fernsehen [...].So viel zum Beispiel. Wenngleich ich an der Faktenlage keinen Zweifel hege, wundert mich die wörtliche Rede. Wenn dies auszugsweise geschehen würde, könnte ich noch der Annahme erliegen, dass hier tatsächlich ein Wortprotokoll vorliegt. Da aber das ganze Buch wesentlich von der wörtlichen Rede getragen ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Wortbeiträge so gefallen sind. Ich halte sie für fiktional, denn die Personen, die Woodward interviewt hat, dürften wohl kaum ein photographisches Gedächtnis haben, das 1:1 wiedergeben kann, was wie gesprochen wurde. Was sie weitergeben können, ist - neben den Fakten - bestenfalls der grobe Verlauf eines Gesprächs. Auch das wäre schon eine große Herausforderung. Schon der Satz: -"Ich nehme an, ich arbeite für...", setzte Porter an-, ist als Indiz für die fiktionale Anlage der Gespräche mir Beleg. Wer kann schon Gespräche wiedergeben wortwörtlich mit mit Auslassungen und dergleichen mehr.Mein Eindruck zu diesem Buch ist also, dass Daten und Fakten so verarbeitet wurden, dass das ganze Buch nicht als Sachbuch gelten kann. Das Ganze ist, auch wenn dieser Hinweis bedauerlicherweise fehlt, im Grunde genommen ein Roman.Für mich ist dieses Buch gleichwohl das bisher spannendste, weil es durch die Anlage zum Roman auch literarisch glänzt und zumindest mich gefangen nimmt. Es erhält dadurch Spannungsbögen, die man sonst vermisst, vermissen muss.Wen nur die Fakten interessieren, ist mit dem Buch des ehemaligen FBI-Chefs, James Comey: Größer als das Amt, besser bedient, das kaum nüchterner hätte abgefasst werden können, oder mit dem von David Cay Johnston: Trump im Amt.Wer sich neben der Fakten aber auch schriftstellerisch gut unterhalten lassen will, dem sei dieses Buch hier von Woodward unbedingt empfohlen...
Der amerikanische Journalist Bob Woodward deckte mit Carl Bernstein als Reporter der „Washington Post“ die Hintergründe der Watergate-Affäre auf, die im August 1974 zum Rücktritt von Richard Nixon als Präsident der Vereinigten Staaten führten. Nun hat Bob Woodward ein Buch über Donald Trump vorgelegt. Der Autor zeichnet darin ein düsteres Bild über die Amtsgeschäfte des 45. Präsidenten der USA. Bob Woodward berichtet über Trumps fahrlässige Innen- und Außenpolitik, über den Schlingerkurs des Präsidenten in Sachen Handelsabkommen und über die russische Einmischung in den US-Wahlkampf. Die Fülle der Details ist beachtlich, Bob Woodward leuchtet in die dunkelsten Ecken. Das ist gut gemeint, ist der Lesbarkeit des Textes aber nicht immer dienlich. Die Leser, in ihren Vorbehalten gegenüber Trump umfassend bestätigt. Der wütet, tobt und twittert. Und was tut er noch? Er ordnet die Deckstühle auf der Titanic neu. Make america great again und so weiter und so weiter. Ansonsten wenig Neues aus dem Weißen Haus. Alles ist Kino. Und billige Clint Eastwood-Kopie. Wahre Macht ist Furcht, meint der amtierende US-Präsident. Aber niemand fürchtet Trump, Trump muss sich vor sich selber fürchten.
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Letzte Aktualisierung: 09.10.2026 10:25 Uhr.