Diese Biografie von Margot Friedlander ist so ergreifend, dass man das Buch nicht weglegen kann, ohne zu wissen, wie es weitergeht. Eine junge Frau, die mit so viel Mut ihre Lage angenommen hat, ganz alleine auf sich gestellt, in einem Land, das nur so strotzt vom Hass gegen Juden und Menschen, die nicht ,, arisch" waren. Es macht sehr nachdenklich, dass sich doch die Geschichte immer zu wiederholen scheint. Es werden sinnlose Kriege geführt in unserer aufgeklärten Welt, die sich kein normaler Mensch erklären kann, die nichts bringen, außer Verlust von vielen Menschen, die, wenn sie am Leben geblieben wären, Großes für die Menschheit hätten leisten können. So aber wurde mit millionenfachem Sterben die Menschen betrogen um so viel. Ich fand es sehr mutig von Fr. Friedlander, wieder nach Deutschland zu kommen, in dem Wissen, dass Veränderungen ständig erkämpft werden müssen, von allein geht es nicht. Unrecht darf sich nicht wiederholen, egal, in wessen Namen, der Art und Weise und nicht auf dem Rücken der Menschen, die nie gefragt wurden und werden.
Das Buch hat mich sehr berührt. Es gibt einige Parallelen zu meiner Familie.Der Krieg, das Naziregime, hat soviel kaputt gemacht. Familien auseinandergerisenMeine Oma hat auch Juden versteckt, war im Gefängnis,, Sie hat aber überlebt. Dieses Buch macht mich traurig, vor allem weil die Menschen nicht aus dieser Zeit gelernt haben