Hunger, Rauchen, Ungeziefer: Eine Sozialgeschichte des Alltags in der Neuzeit
Bildquelle: amazon.com

Preisverlauf (90 Tage)

Noch keine Verlaufsdaten vorhanden Die Preise werden ab dem nächsten Import gesammelt
Browser-Benachrichtigung bei PreissenkungWir melden uns, sobald das Produkt wieder lieferbar ist — höchstens einmal am Tag. Ohne E-Mail, ohne Konto, jederzeit abbestellbar. Amazon-Angebote sind ausgenommen. Datenschutz
Hinweis: Amazon-Preise sind in der Preisverfolgung bzw. im Preisverlaufsgraphen nicht enthalten. Wir versenden keine Benachrichtigungen zu Produkten über Amazon.
Bücher EAN 9783515111904

Hunger, Rauchen, Ungeziefer: Eine Sozialgeschichte des Alltags in der Neuzeit

Hersteller: Steiner Franz Verlag
3,5/5,0 (2 Bewertungen)

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Steiner Franz Verlag
EAN
9783515111904
Kategorie
Bücher
Ø Bewertung
3,5 / 5,0 (2 Bewertungen)
Farbe
Tan
Gewicht
0.644 kg
H├Âhe
210.058 mm
Länge
130.048 mm
Erscheinungsdatum
2016-10-26T00:00:01Z

Produktbeschreibung

In Geschichtsbüchern ist fast immer nur von Kriegen Verträgen und diplomatischen Schachzügen zu lesen - wie das konkrete Leben der Zeitgenossen aussah bleibt meist außen vor. Nicht so bei Manfred Vasold: Er betrachtet die kleinen und großen Probleme des Alltags. Denn schon die einfachsten Beispiele wie die Ausbreitung der Unterhose zeigen die fundamentalen Umwälzungen auf die die Neuzeit für die Menschen mit sich brachte. Von einer kurzen Geschichte des Rauchens über die Körpergröße bis hin zur Suizidrate in Deutschland nimmt Vasold den Leser mit in eine Zeit extremen Wandels als die Ind

Bewertungen & Erfahrungen

3,5 von 5,0
2 Bewertungen
5 ★ 0
4 ★ 1
3 ★ 1
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

CharO 13.06.2024 amazon.de
In der Geschichtswissenschaft gibt es immer wieder neue Perspektiven oder thematische Schwerpunkte, die in den Mittelpunkt gestellt werden. Nach vielen Jahren, in denen es nur um die so genannten großen Männer der Geschichte ging, schaute man vermehrt auf das einfache Volk und beschäftigte sich mit Quellengattungen, die vorher etwas stiefmütterlich behandelt wurden. Doch Statistiken und Tagebücher sowie Krankenakten und zunächst belanglos wirkende Notizen können wir nur verwenden, wenn wir eine große Anzahl davon zur Verfügung haben.Bezogen auf die Neuzeit haben wir zum Glück eine Vielzahl der genannten Quellen, auch wenn es natürlich regionale Unterschiede gibt. Und eine sehr großeMenge ist bereits erschlossen, so dass eine Arbeit mit ihnen recht einfach möglich ist. Dies ist für die multiperspektivische Herangehensweise, die in den letzten Jahren (zum Glück) stärker in den Mittelpunkt gerückt ist, eine hervorragende Voraussetzung. Allein die Multiperspektivität reicht aber nicht aus, um ein Thema gut zu erfassen und sich ein Urteil zu bilden. Die Sozialgeschichte hilft uns wiederum die Perspektiven in eine Relation zu stellen und die Positionen der Akteure zu definieren. Dabei wird leider oftmals das Alltägliche, was den historisch interessierten Menschen für ein Thema begeistern kann, ausgeblendet. Manfred Vasold versucht mit seinem Buch eine Brücke zwischen allen genannten Berichte zu erbauen.In elf Kapiteln behandelt der Autor so unterschiedliche Themen wie Opferzahlen im Dreißigjährigen Krieg, die Geschichte der Unterhose und einen historischen Abriss über das Rauchen. Da die Inhalte sehr unterschiedlich sind, variieren die Kapitellängen auch stark. Das kürzeste Kapitel (Säuglingssterblichkeit) weist eine Länge von 15 Seiten auf und das längste Kapitel (Kausalkette Wetter, Armut, Hunger und Gewalt) ist dreimal so lang. Was allen Kapiteln gleich ist, ist der recht umfangreiche Literaturanhang. Dies zeigt die wirklich gute Recherche des Autors und bietet viele Möglichkeiten der weiteren Themenbearbeitung. Mir ist aber aufgefallen, dass wahrscheinlich gerade deshalb das Lesen der einzelnen Kapitel etwas erschwert ist. Vasold legt die Erkenntnisse aus den einzelnen Werken gut dar und verbindet die Tatsachen und Schlussfolgerungen auch stets miteinander. Aber bei einigen Kapiteln fehlte mir der eigene Anteil in gewisser Weise. Man hat mehrfach den Eindruck, dass es sich um eine Zusammenstellung der gelesenen Arbeiten handelt, aber eigene Gedanken kaum vertreten sind. Das finde ich bei dem Thema Sozialgeschichte schade, weil man recht gut Bezüge herstellen kann, ohne auf einen anderen Autor verweisen zu müssen. Hat man sich aber an diese Vorgehensweise gewöhnt, taucht man tief in die Sozialgeschichte des Alltags ab und ist fasziniert von den Darstellungen.Die unterschiedlichen Themenbereiche sorgen für einen umfangreichen Überblick über die wichtigen Entwicklungen und treffen gleichzeitig den Nerv einer großen interessierten Leserschaft. Denn schließlich sind wir alle nicht nur an den Dingen interessiert, die wir schon aus den Geschichtsbüchern kennen. Wir wollen auch Informationen über die Aspekte haben, die sonst kaum oder nie auftauchen. Schließlich ist die Geschichte der Unterhose eine historische Begebenheit, die uns noch heute beeinflusst. Durch diese Auswahl und einige eingebettete Anekdoten kommt auch der Spaß beim Lesen nicht zu kurz. Dafür sorgen auch die Sprache des Autors, die leicht verständlich ist und der Satzbau, der einen angenehmen Lesefluss erzeugt.Insgesamt handelt es sich also um ein Buch, dass man interessierten Laien und jungen Studenten ebenso empfehlen kann. Auch wenn dem Autor der Spagat zwischen wissenschaftlicher Literatur und dem gemeinen Sachbuch nicht so gut gelingt. Doch damit kann man als Leser nach einer gewissen Eingewöhnungsphase doch recht gut leben.
RSF 13.06.2024 amazon.de
Eine "Sozialgeschichte des Alltags in der Neuzeit" - so der Untertitel - ist dieses Buch ganz gewiss nicht. Es ist vielmehr eine Sammlung von Texten zu völlig unterschiedlichen Themen, wie den Opferzahlen des Dreißigjährigen Krieges bis zur Ausbreitung der Unterhose im 19. Jahrhundert (vom Rezensenten der WELT süffiger Weise als Hauptthema gewählt). Stil und Qualität der einzelnen Abhandlungen sind gar nicht mal so übel - aber ein geschlossenes Bild der "Sozialgeschichte der Neuzeit" ist das keineswegs. Der Verlag wäre besser beraten gewesen, das Werk weniger vollmundig zu untertiteln. Zurück auf Null!
Preisvergleich
0 Angebote gefunden

Keine Angebote mit diesen Filterkriterien gefunden.

Filter zurücksetzen

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.

Weitere Produkte von Steiner Franz Verlag
Weitere Produkte in „Bücher“
Alle in Kategorie →