Scheitern, scheitern, besser scheitern.: Gert Voss im Gespräch mit Harald Schmidt
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EAN 9783518135280

Scheitern, scheitern, besser scheitern.: Gert Voss im Gespräch mit Harald Schmidt

Hersteller: Suhrkamp
4,5/5,0 (4 Bewertungen)

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Suhrkamp
EAN
9783518135280
Ø Bewertung
4,5 / 5,0 (4 Bewertungen)
Farbe
White
Gewicht
0.123 kg
Breite
10 mm
H├Âhe
186 mm
Länge
138 mm

Produktbeschreibung

Scheitern, scheitern, besser scheitern: Gert Voss im Gespräch mit Harald Schmidt PHYSISCHER FILM

Bewertungen & Erfahrungen

4,5 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 12.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Eine wirklich tolle DVD, die Gert Voss und seine beeindruckende Bühnenkunst perfekt einfängt. Ich bin sehr begeistert von dieser Aufnahme!
BlueVille 08.12.2024 amazon.de
... im klugen, leidenschaftlichen und kenntnisreichen Gespräch. Menschen, die sich für das deutsche Regietheater der späten 1980er bis 2000er Jahre interessieren, haben hier definitiv ihren Spaß.
Jakob Ehrhardt 08.12.2024 amazon.de
Geistreiche Unterhaltung vom Feinsten ... ein Voss ohne Star-Allüren und ein Schmidt mit den vertrauten peinlichen Grenzüberschreitungen des guten Geschmacks ... erstaunlich, wie diese Mischung aufgeht!
Herbert Lauenroth 08.12.2024 amazon.de
Da finden sich zwei begnadete Selbstdarsteller zu einem anekdotischen Gipfeltreffen zusammen, und sofort entspinnt sich eine entspannte Plauderei über Gott und die Welt - im oder am Theater. Schmidt kommt vergleichsweise unironisch daher, seine Bewunderung für den Burgtheatermimen Voss ist bar jeglicher Zynik und mithin wohl einigermassen ungekünstelt,"echt", verkörpert jener doch den Lebenstraum des erfolgreichen Entertainers, der immer unerfüllt blieb und daher vermutlich noch nicht aus-geträumt ist: ein leibhaftiger Schauspieler zu sein, der (frei nach Max Reinhardt) die "Kunst des Weglassens" beherrscht, um ungeahnten Dimensionen einer anderen, ungelebten und gerade dadurch beglaubigten (Bühnen-)Existenz einen, ihren (Welt-)Raum zu geben. Der Kryptokatholik Schmidt bewundert an Voss vermutlich diese noch in ihrer Profanierung wirkmächtige "Realpräsenz" des Darstellers, deren Anmutung auch durch zahllose, beiläufig eingestreute Episoden über die Marotten und Spleens der Theatermacher nicht gemindert wird. Die schöpferische Entlehnung des Beckett-Zitats "Scheitern, scheitern, besser scheitern" hält als Titel dieser Begegnung allerdings nicht, was sie an weitergehenden Reflexionen - im Sinne einer Lebens-Kunst des Theaters - wohl noch versprochen hätte: Sich einer Rolle anzunähern, setzt vielleicht die Bereitschaft voraus, immer wieder neu an ihr zu scheitern, aber in eben dieser Erfahrung des Scheiterns die Wahrheit eines zu er-spielenden Charakters freizulegen - und somit für sich und die Zuschauer einen Weg der mittelbaren Erkenntnis - über die Kunst in das sogenannte Leben - folgerichtig zu "er-scheitern". Gegen Ende kommt das immer kurzweiige Gespräch der beiden - eigentlich ist es über weite Passagen ja ein Monolog des Schauspielers, dem Schmidt konzentriert und uneitel (also ganz anders als im Umgang mit seinen wenig geliebten Gästen in der Late-Night-Show) folgt - auf diese Beckett-Maxime, belässt es aber lediglich bei ein paar launigen Anmerkungen. Schade. Ein bißchen mehr Bereitschaft zur Tiefe, zum offenen Eingeständnis der eigenen Leidenschaften hätte diesem makellos inszenierten Kammerspiel gut getan. Das setting ist von elementarer Einfachheit, geradezu puristischer Wucht: Zwei Männer, ein Tisch, eine Karaffe Wasser, zwei Gläser. Und eingerahmt wird dieses filmische Gesprächsprotokoll von einigen Aufnahmen aus dem parkähnlichen Garten, der die buchstäblich märchen-hafte Villa des Gastgebers in all ihrem Fassadenzauber umgibt und die beiden Akteure als plaudernde Flaneure inmitten einer üppigen, ausschweifend ornamentalen und kunstvoll domestizierten Natur zeigt: Man fühlt sich an einen weiteren Garten Eden oder schlicht: den Traum von einem "theatrum mundi" erinnert und erahnt schließlich, was dieser Wort-Wechsel aus dem Zwischen-Reich überbordender Phantastik seinem Schau-Platz letztendlich doch schuldig geblieben ist.
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