Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung - Ludwig Hohl Gebunden
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Bücher EAN 9783518224830

Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung - Ludwig Hohl Gebunden

Hersteller: Suhrkamp  ·  MPN: BS 1483
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Produktfakten auf einen Blick

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9783518224830
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Kategorie
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Produktbeschreibung

Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung | Ludwig Hohl | Buch | 831 S. | Deutsch | 2026

Bewertungen & Erfahrungen

4,6 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★ 4
4 ★ 0
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 19.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist ein interessantes Werk, das einen Einblick in die Gedanken von Ludwig Hohl bietet, aber die Bindung wirkt etwas altmodisch.
Redaktion 19.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Klassiker!
J. Fromholzer 14.03.2024 amazon.de
"Der Mensch lebt nur kurze Zeit. Verhängnisvoll ist, sich einzubilden - genauer: die kindische Einbildung zu bewahren - , daß wir lange leben. " So beginnt Ludwig Hohl mit seinem gewaltigen Werk DIE NOTIZEN, das er zwischen 1934 und 1936 geschrieben hat. Dieses Werk, das 1984, also 4 Jahre nach Hohls Tod, als legendäres SUHRKAMP TASCHENBUCH NR. 1000 veröffentlicht wurde, liegt nun, neu, als hochwertige Dünndruck-Ausgabe in der BIBLIOTHEK SUHRKAMP vor; nimmt man das Buch in die Hand, so fällt sogleich sein (schweres) Gewicht auf. Von der Dicke her sieht es eher nach 300 Seiten aus, beim Gewicht merkt der Leser dann, dass es über 800 sind.Von allen BS-Titeln ist dieses Buch von Ludwig Hohl vielleicht das Schönste.Hohls meist kurze Texte sind eine Sammlung von Wahrheiten -- Wahrheiten die einschneiden, die manchmal weh tun, nicht jeder wird alles von dem, was Hohl sagt, hören / lesen wollen....................."Plagiat ist freilich alles, was geschrieben wird - 99 Hundertstel wäre sicher viel zu wenig gesagt (...) ." - das sagt Ludwig Hohl im Komplex LITERATUR seiner Notizen."Wenn einer nicht lesen kann, so sei er wenigstens belesen." Der Leser dieses Werks wird DIE NOTIZEN nicht in einem Stück lesen, man kann (oder soll?) immer wieder eine Pause einlegen, jedoch sollte man sie ganz lesen.Fazit: Gewalt und Donner der Sprache.( J. Fromholzer )
Fuchs Werner T. Dr 14.03.2024 amazon.de
„Hohl ist notwendig, wir sind zufällig. Wir dokumentieren das Menschliche, Hohl legt es fest.“ Selbst diese Einschätzung von Friedrich Dürrenmatt und Komplimente anderer bedeutender Autoren konnten nicht verhindern, dass Ludwig Hohl allzu lange Zeit lediglich ein Geheimtipp unter Kennern blieb.Der 1904 im schweizerischen Netstal geborene und 1980 in Genf verstorbene Ludwig Hohl hinterließ ein Werk, das wohl viele Bücher bekannterer Autoren überleben wird. Daher ist es nur zu begrüßen, dass der Suhrkamp Verlag „Die Notizen“ neu auflegt. Mich freut das ganz besonders, weil ich über Ludwig Hohl promovierte, was meiner Besprechung natürlich jegliche Objektivität nimmt.Ludwig Hohl schrieb die „Die Notizen“ von 1934 bis 1936. Aber da sich der erste Band nach seinem Erscheinen 1944 kaum verkaufte, weigerte sich der Artemis Verlag mehrere Jahre lang, den zweiten Band zu drucken. Es brauchte einen gerichtlichen Beschluss, damit auch der zweite Teil 1954 endlich in die Buchhandlungen kam. Zum Glück machte Adolf Muschg anfangs der 1970er-Jahre Siegfried Unseld vom Suhrkamp Verlag auf Ludwig Hohl und sein wichtiges Werk aufmerksam, womit es zu einer Neuausgabe von Hohls Büchern kam.„Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung“ als Aphorismen-Sammlung zu bezeichnen, greift viel zu kurz. Denn Ludwig Hohls Hauptwerk hält sich an keine formalen Grenzen, sondern vereint Gedichte, Zitate, Kurzprosa, Gedankensplitter, Pamphlete, Zitate, Traktate und Aphorismen. Dennoch versuchte Ludwig Hohl dem Ganzen eine Ordnung zu geben, indem er die knapp 800 Seiten in zwölf Teile gliederte, denen er thematische Überschriften gab. Und im Anhang finden sich sowohl ein Personen- als auch ein Sachregister, nach denen man die Lektüre ebenfalls ausrichten könnte.So radikal wie Ludwig Hohl lebte, ist auch sein Werk. Es geht ihm nicht darum, objektivierbare Beobachtungen festzuhalten, allen gerecht zu werden oder politisch korrekt zu sein. Das mag viele Leser verstören, macht aber auch das Einzigartige dieser „Notizen“ aus. Wer bei Ludwig Hohl nach Kalendersprüchen sucht, die alles und nichts aussagen, wird kaum fündig.„Arbeiten in der Kunst heißt sich den Blick befreien, etwas ertappen, greifen, herbringen: dann ist es niemals Plagiat, selbst wenn es den Wortlaut mit einer Stelle eines andern gemeinsam haben sollte (was freilich nur für ganz kurze Sätze möglich ist).“ Diese Auffassung von Ludwig Hohl berechtigt ihn auch, Zitate von Schriftstellern, die er bewunderte, in die „Notizen“ aufzunehmen. Und bei einem meiner Besuche in seiner Genfer Waschküchenbehausung sagte er mir: „Wenn ich den Gedanken eines anderen Menschen nochmals neu denke, ist es auch mein eigener Gedanke.“Mein Fazit: „Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung“ gilt inzwischen auch unter Literaturwissenschaftler als bedeutendes deutschsprachiges Werk des 20. Jahrhunderts. Und ich bin mir sicher, dass sich die Lektüre auch heute noch lohnt. Wer die Entdeckungsfahrt zu Ludwig Hohl nicht gleich mit 800 Seiten beginnen will, dem empfehle ich das erzählerische Meisterwerk „Die Bergfahrt“. Denn diese Mischung aus Parabel und Novelle hat Ludwig Hohl so oft überarbeitet, dass jeder Satz glasklar und kein Wort zu viel ist.
Manfred Orlick 14.03.2024 amazon.de
Die Schweiz war Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Aus diesem Anlass brachte der Suhrkamp Verlag in der Reihe „Bibliothek Suhrkamp“ fünf Titel des Schweizer Schriftstellers Ludwig Hohl (1904-1980) heraus. Damit wurde das Werk des Außenseiters-Autors nach vielen Jahren den deutschen Lesern wieder zugänglich gemacht.Das umfangreichste Werk dieser fünf Neuerscheinungen sind „Die Notizen“, die Hohl in den Jahren 1934 bis1936 in Holland in „geistiger Einöde“ verfasste. Sie sind das Hauptwerk des Autors und verkörpern eine Mischung aus Kurzprosa, Aphorismen, Maximen und Reflexionen. Sie stellen gewissermaßen die literarische Summe des außergewöhnlichen Schriftstellerlebens dar. Die Texte sind nicht in der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens angeordnet, sondern in zwölf Kapiteln mit Titeln wie „Vom Arbeiten“, „Vom Erreichbaren und vom Unerreichbaren“ oder „Traum und Träume“ unterteilt. Diese Anordnung geht auf Hohl zurück, der das Manuskript nach 1937 nach diesen thematischen Gesichtspunkten umgebaut und mit Anmerkungen versehen hatte.Die 800 Seiten sind natürlich nicht für eine kontinuierliche Lektüre gedacht. Vielmehr kann man das Buch auf jeder Seite aufschlagen und findet interessante Aufzeichnungen und Gedankensplitter („Das wirklich Gedichtete ist eben das Gegenteil vom Erdichteten“ … „Wenn er nicht einmal das Komplizierte begreift, wie soll er das Einfache begreifen?“ … oder … „Aus einem denkenden Menschen lässt sich alles machen, aber aus einem nicht denkenden leider - nicht wenig, sondern nichts“).Wem der ungewöhnliche Untertitel „Von der unvoreiliegen Versöhnung“ nicht klar wird, dem empfiehlt Hohl, das Buch für einige Zeit aus der Hand zu legen. Der heutige Leser wird bei der sicher nicht leichten Lektüre schnell die Verwandtschaft zu Lichtenberg und seinen „Sudelbüchern“ bemerken. Darüber hinaus eine Anregung, vielleicht die anderen Hohl-Suhrkamp-Neuerscheinungen zur Hand zu nehmen.
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