Gerhard Meier zu lesen ist etwas ganz Spezielles. Er erzählt von Amrain, einem Dorf im Schweizer Mittelland, am Fusse des Jura-Höhenzugs. Alle vier Bände, die mal bei Suhrkamp erschienen sind, erzählen, wie Baur und Bindschädler, zwei Dienst- (=Militär-) Kameraden, das sie einmal, bei ihrer Wanderung nach Olten in der „Toteninsel“ durchqueren. Aber was erzählt er davon. Meier erzählt von dem was Baur und Bindschädler in den kleinen, alltäglichen Beobachtungen sehen und was es bei ihnen auslöst, an Assoziationen zum Beispiel in der Literatur oder an Erinnerungen, z.B. an seine verstorbenen Verwandten. Oft wird das Erzählte in anderer Form viele Male wiederholt, was Peter Handke im Nachwort als spiralförmiges Erzählen einstuft.Was sagt uns Gerhard Meier? Ich glaube, dass er uns sagt, dass das Wesentliche, aber auch das Einzige, nahe liegt, vor unseren Augen liegt. Es ist ein grosse Absage an Hollywood, und dennoch erzählt es viele Dramen und Schicksale.Die Tetralogie besteht aus vier Büchern: „Toteninsel“, „Borodino“, wo immer mal wieder von Tolstois „Krieg und Frieden“ geredet wird, „Ballade vom Schneien, wo Bindschädler den Baur im Spital besucht, wo Bauer stirbt, während es draussen schneit, und zuletzt „Land der Winde“ mit einem Besuch Bindschädlers bei Baurs Witwe Katharina.Ich habe mit Gerhard Meier begonnen und ich konnte nicht mehr aufhören! Meiers Ton und Erzählform sind etwas ganz Spezielles.