Vorlesungen über Ethik (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
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EAN 9783518287002

Vorlesungen über Ethik (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

Hersteller: Suhrkamp Verlag Ag  ·  MPN: 1635
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Vorlesungen über Ethik | Ernst Tugendhat | Taschenbuch | suhrkamp taschenbücher wissenschaft | 1993

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 19.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Taschenbuch bietet eine anspruchsvolle und fundierte Einführung in die Ethik, auch wenn die Darstellung des kantischen Konzepts der universellen und gleichen Achtung eine gewisse Plausibilisierung erfordert. Es ist eine wertvolle Ressource für Studierende und Interessierte.
Redaktion 19.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Perfekt!
Walter 08.05.2024 amazon.de
Die Vorlesungen über Ethik, die sich in Tugendhats Buch über 8 Einzelabhandlungen erstrecken, waren für mich als philosophisch interessiertem Laien eine bereichernde Verknüpfung bereits gelesener moralphilosophischer Grundlagenwerke. – Von hohem Wert empfand ich die Vergleiche zwischen Humes Moralkonzept der Nützlichkeit, der Moraltheorie der Schicklichkeit von Adam Smith, der Tugendlehre des Aristoteles oder der wechselseitigen Verpflichtungserklärung aus Kants Kategorischem Imperativ; Morallehren, die für sich alleingenommen unzureichende moralische Versicherungen darstellen, in ihren hervortretenden Gemeinsamkeiten jedoch sehr wohl ein universelles Moralkonzept der gegenseitigen intersubjektiven Haltungen (mit den daraus vorherzusehenden Handlungen) erzeugen können. (Z.B. die zwischenmenschlichen Affekte bei Smith oder die Kontrolle der Gefühlsexzesse durch die Tugenden bei Aristoteles. Oder: die Verankerung der Moral in der menschlichen Vernunft bei Kant und der damit verbundene Kontraktualismus bei anderen Theorien.) Diese Amalgamierung verschiedener Theorie-Bruchstücke in ein modernes Moralkonzept macht das Buch extrem wertvoll, eben auch deshalb, weil es sich von einer unnötig verstellten Sprache fernhält. Tugendhats verschmolzende Morallehre macht die Ankerpunkte neu aus. Einer Moral der Moderne, die es ihrem Sinn nach mit der objektiven Vorzüglichkeit des Menschen als kooperativem Wesen zu tun hat, seinem Gutsein: seinen Haltungen, seiner Bestimmung, seinem Verhalten, seinem Charakter, – und nicht nur seine Vorzüglichkeit auf bestimmte Funktionen, Rollen, Regeln, Gebräuche einfordert. – Im Gegenzug vollzieht sich der Bruch mit der allzu einseitig traditionalistisch-religiösen Moral, die als letzte Begründung immer eine maßgebende Autorität erfordert (Gott) und die ihre Schwäche in ihrer Transzendenz (nicht von dieser Welt) offenbart, dabei unverbindlich für nichtgläubige moralische Gemeinschaften bleibt. Die traditionalistische Morallehre möchte dogmatische Überlegenheit und Alleinvertretungsanspruch verkörpern, exkludiert fremde Kulturgemeinschaften und kann von daher kaum Bindeglied eines größeren modernen moralischen Gemeinwesens sein.Herrlich einleuchtend und befruchtend empfand ich den Bruch mit Alasdair MacIntyres Morallehre. Hierbei ist das Verständnis von Moral einer fortlaufenden Wandlung unterworfen; lässt sich nur aus dem Epochenabschnitt oder der Zeitgeschichte herleiten, entzieht sich damit einem fassbaren Verständnis oder einer universellen Theorie. Warum hierbei nichts Gescheites herauskommen kann, erklärt Tugendhat in seiner zerlegungsfreudigen Minimal-Rhetorik der einschneidenden, plausiblen Gedanken. (Ich hatte MacIntyres Buch zuvor gelesen, wusste aber einfach nicht, warum es mir so vehement widerstand.) Alles in allem sind Tugendhats klare Ausführungen einer modernen Moraltheorie ein großer Brückenbau, der zwar aus vielen Einzelteilen besteht, dafür aber umso beständiger Halt geben kann.Von Vorteil wäre es, die nachfolgenden Bücher gelesen zu haben:Aristoteles Nikomachische Ethik; Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten bzw. Kritik der Reinen Vernunft; Alasdair MacIntyres After Virtue; Adam Smiths Theorie der ethischen Gefühle.
a.volkers@web.de 08.05.2024 amazon.de
Ernst Tugendhat - Vorlesungen über EthikTugendhat knüpft mit diesem Buch an seinen früheren Überlegungen zum Problem der Ethik an. Anders als in der modernen Moralphilosophie üblich, möchte Tugendhat zuerst eingehend klären, was in unserer modernen Gesellschaft unter „Moral" und unter einer Begründung von Moral zu verstehen ist. Die modernen Moralphilosophen übergehen diese Schwierigkeiten, d.h. sie zeichnen entweder direkt ein Moralkonzept als das Richtige aus und versuchen dies zu begründen, oder sie reflektieren nur darauf, welches Moralkonzept in ihrer Gesellschaft vorhanden ist und verzichten auf eine Begründung. Tugendhat ist der Meinung, dass diese vermeintliche Alternative durch eine Verkennung des Problems entstehen: Das eigentliche ethische Problem liegt nicht der Auseinandersetzung zwischen dem amoralischen Egoisten und dem moralischen Altruisten, sondern darin, dass verschiedene Moralkonzepte nebeneinander existieren, die alle gleichermaßen einen universalen Geltungsanspruch erheben. Daraus folgt die moderne ethische Orientierungslosigkeit. In der ersten Person müssen wir ständig moralische Urteile fällen und erheben dafür immer einen universalen Geltungsanspruch. Gleichzeitig wissen wir aus der Perspektive der dritten Person, dass unsere Geltungsansprüche historisch und sozial relativ sind. Was in dieser Widersprüchlichkeit als ein „plausibles Moralkonzept" haltbar ist, ist das Thema dieses Buches. Tugendhat wählt hierfür ein weiteres Mal die literarische Form fiktiver Vorlesungen. Jede dieser achtzehn Vorlesungen ist in der für Tugendhat typischen, klaren und deutlichen Sprache verfasst. Kein philosophischer Fachbegriff wird eingeführt, nachdem er nicht eingehend in seiner Verwendungsweise untersucht wurde. Tugendhat entwickelt in Auseinandersetzung mit den verschiedensten moralphilosophischen Auffassungen ein zweistufiges Moralkonzept. Die untere Ebene besteht aus einem stark begründeten (amoralischen) Kontraktualismus, welcher die Motive für die Übernahme eines Moralkonzepts liefert. Die obere Ebene erweitert den instrumentalistischen Rahmen, kann dafür aber keine absolute Begründung mehr geben. Alle Versuche, ein nicht-instrumentelles Moralkonzept in unserer säkularisierten Welt absolut zu begründen, müssen als gescheitert angesehen werden. Das gilt auch für die diskursethische Neuformulierung des kategorischen Imperativs. Solche Versuche sind für Tugendhat nur psychologisch erklärbar: Wir alle wünschen uns einen kindlichen Zustand der Heteronomie zurück. Wir müssen uns der moralischen Autonomie stellen und die damit verbundenen Probleme akzeptieren. Tugendhat fordert uns auf, moralisch erwachsen zu werden.
Rolf Krämer 08.05.2024 amazon.de
Buch war im guten Zustand und zum Teil für eine Hausarbeit über das Thema "Mitleid" verwendbar.Relativ verständlich geschrieben gewesen
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