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Vom Wert des Alters | Hermann Hesse | Buch | 279 S. | Deutsch | 2012 | Suhrkamp Verlag
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★5
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion20.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare und tief bewegende Reise durch das Leben von Hermann Hesse, die mich sehr begeistert hat. Die Fotografien sind wunderschön und unterstreichen die Tiefe seiner Lebensgeschichte perfekt.
Redaktion20.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Die Fotografien des Dichters von Martin Hesse sind eine wunderschöne und tiefgründige Darstellung seiner Lebensreise, die mich sehr berührt. Obwohl ich die gesamte Sammlung sehr schätze, empfinde ich, dass die Darstellung in manchen Momenten noch etwas mehr Tiefe hätte erreichen können.
Eine sehr schöne Zusammenstellung mit vielen Fotos von Hermann Hesse. Die Texte rund um das Altwerden sind eine wahre Bereicherung und man liest diese immer wieder gerne.
In dem Band mit vielen mehr oder weniger bekannten Fotos von Hermann Hesse finden sich kristallklare Selbstbeobachtungen von ihm über das eigene Altern. Schon als Mitvierziger spürt Hermann Hesse das Heraufziehen des Herbstes, er begreift, dass die Jugend mit ihren vielfältigen Freuden, ihrem Leichtsinn endgültig dahin ist. Hesse war es vergönnt alt zu werden (er starb am 9.8. 1962 im 85. Lebensjahr), so dass uns viele Texte und Gedichte, manchmal launisch, manchmal weise und lebensgesättigt, zuweilen reflektiert oder auch aus einer Laune und Befindlichkeit des Tages entstanden, überliefert sind.Oft beschreibt er den Wandel, das Entstehen und Vergehen in der Natur. Besonders eindrücklich gelingt ihm dies etwa in dem Text: „Sommers Ende“ aus dem Jahre 1926:Hier beschreibt er die späten August-Gewitter in seiner Tessiner Heimat am Luganer See, die das Ende des Sommers einläuten. Der Sommer muss dann rasch, lodernd und zuckend erlöschen und sterben. Furchtbar kann ein solches Sommergewitter sein, das den Herbst einläutet, grauenvoll der Todeskampf des Sommers, sein wilder Widerwille gegen das Sterbenmüssen. Nach einigem Toben muss der Sommer freilich hilflos erlöschen. Dann gibt es wiederum die Sommer, die einen sanften und langsamen Alterstod sterben. Hesse beschwört in dieser Erzählung über das Ende des Sommers atmosphärisch dichte Bilder herauf, die eigentlich alles über das Altwerden sagen. Welcher Leser bleibt unberührt, wenn er beschreibt, wie sich die Wärme noch hier und da hält und sich gegen das Heraufkriechen der Kälte wehrt, wie sich auf der Abendseite des Waldes Wärmezentren halten, wie im Gebüsch noch die Wärme des Sommers sitzt, während sonst schon die herbstliche Kälte heraufzieht?Mich hat auch die kurze Erzählung „Wiedersehen mit Nina“ berührt. Hermann Hesse freut sich hier auf das Wiedersehen mit der 78-jährigen Nina, die im hintersten kleinen Dörfchen der Gegend in ärmsten und einfachsten Verhältnissen wohnt. Er beschreibt die hagere und knochige Gestalt mit der Adlernase, er ahnt noch etwas von der früheren Schönheit dieser alten Frau. Auch hier sind es nicht die Details oder Informationen über diese Begegnung, die entscheidend sind, sondern das atmosphärisch dichte Erlebnis der Wiederbegegnung mit ihr, was Hesse heraufbeschwört. Denn beide wechseln nicht viele Worte, sondern fühlen sich durch eine unsichtbare Anziehung zueinander hingezogen. Beide wissen sich abgeschieden von der Welt und dem Trubel der Menschen. Hesse vermag dieses unsichtbare, verborgene Einssein zwischen zwei Menschen wunderbar zu beschreiben.In vielen Texten scheint Hesses Lebensanschauung durch, dass man das Alter als wertvolle Perle des Lebens bejahen muss, dass man sich gelassen ins Schicksal fügen sollte. Trauer und Wehmut gehören dazu, Fühlen, dass es bald zu Ende sein kann, das ja, aber immer wieder auch das Einverstandensein mit den Gesetzen der Natur, mit dem ewigen Wandel, mit dem Glück, das man auch genießen durfte. Sehr schön kommt diese Haltung in dem bekannten Gedicht „Stufen“ oder „Welkes Blatt“ zum Ausdruck:Jede Blüte will zur Frucht,Jeder Morgen Abend werden,Ewiges ist nicht auf ErdenAls der Wandel, als die Flucht.Auch der schönste Sommer willEinmal Herbst und Welke spüren.Halte, Blatt, geduldig still,Wenn der wind dich will entführen.Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,Lass es still geschehen.Lass vom Winde, der dich bricht,Dich nach Hause wehen.
WegGedanken für alle Hesse Liebhaber, die auch in ...die Jahre kommen; mit wunderbaren bisher unveröffentlichten Fotografien seines Sohnes Martin Hesse.
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Letzte Aktualisierung: 17.10.2026 18:15 Uhr.