Le Sacre du printemps - Alejo Carpentier Taschenbuch
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Le Sacre du printemps - Alejo Carpentier Taschenbuch

Hersteller: Suhrkamp  ·  MPN: ST 5211
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
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EAN
9783518472118
Hersteller-Artikelnr.
ST 5211
Kategorie
Bücher
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Farbe
Yellow
Gewicht
0.658 kg
Breite
9 mm
H├Âhe
217 mm
Länge
135 mm

Produktbeschreibung

Le Sacre du printemps | Roman | Alejo Carpentier | Taschenbuch | 528 S. | Deutsch | 2021 | Suhrkamp

Bewertungen & Erfahrungen

3,7 von 5,0
3 Bewertungen
5 ★ 1
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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Konrad Lehmann 16.03.2024 amazon.de
Normalerweise meide ich sogenannte "zeitgeschichtliche" Romane. Die Gegenwart ist unerquicklich genug, was soll ich sie mir noch literarisch antun? Aber nachdem ich schon recht viel von Carpentier mit Begeisterung genossen habe, habe ich mich an dieses dicke Buch (ca. 550 Seiten) endlich rangetraut. Und bin froh darüber.Der Roman erzählt von der Tänzerin Vera und dem Architekten Enrique, aber er erzählt durch sie auch von der europäischen und kubanischen Geschichte zwischen ca. 1930 und 1960, auch vom Reichtum der Künste, und von der Synthese Lateinamerikas und Europas in der kubanischen Kultur, und noch von diesem und jenem. Die vordergründig höchst unwahrscheinliche, tatsächlich aber durch die Familiengeschichte des Autors zu weiten Teilen vorgelebte Geschichte von Vera und Enrique führt durch die russische Revolution, die Kunstszene des Montmartre zwischen den Kriegen, den spanischen Bürgerkrieg, Nazideutschland, die USA der McCarthy-Ära und die kubanische Revolution, und stets sind die Hauptpersonen (v.a. Enrique) vorne mit dabei. Zum roten Faden wird dabei das titelgebende Ballettstück, das Vera in Havana mit kubanischen Tänzern in einer Synthese aus europäisch-russischer Musik und kubanischem Tanz aufführen will. Dieses Projekt wird zum vielfachen Symbol, und erst, als seine Realisierung endlich in Reichweite steht, endet der Roman.Wie immer bei Carpentier ist die Sprache üppig und barock, mit langen Sätzen und Seiten ohne einen einzigen Absatz. Aber der Roman liest sich dabei nicht schwergängig. Im Gegenteil. Er entfaltet einen Fluss und einen Sog, der den Leser immer weiterzieht. Überall gibt es sprachliche Schönheiten zu bestaunen, und Raffinesse in der Erzähltechnik, dann wieder philosophische Betrachtungen und weltpolitische Beobachtungen, die nichts an Aktualität eingebüßt haben. Außerdem durchzieht alles Carpentiers Wertschätzung der Künste; fast alle namhaften Künstler des letzten Jahrhunderts haben wenigstens mal einen Cameo-Auftritt. Ein wenig unreflektiert und zweidimensional erscheint aus heutiger Sicht vielleicht allenfalls das gelegentlich aufscheinende sozialistische Pathos. Aber auch das ist mir sympathisch.Kurz: "Le sacre du printemps" ist ein weltvoller und dabei wunderschön zu lesender Roman.
Code 16.03.2024 amazon.de
Große Romane lassen uns begreifen, dass die Welt nicht aus einem Moment besteht, dass ein Leben vieler anderer bedarf, um davon zu erzählen. Fasst man Le Sacre du printemps zusammen, muss man nicht nur viele Städte aufzählen, man springt auch von Kontinent zu Kontinent, um die Fäden zusammenzuhalten. Vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkriegs lernen sich eine russische Tänzerin und ein kubanischer Architekt kennen, lassen in ihren Geschichten ihre bewegte Vergangenheit zur Zeit der Oktoberrevolution wie das Leben der kubanischen oberen Zehntausend aufleben und zeichnen dabei zwei Gesichter einer Welt, die widersprüchlicher nicht sein kann. Im Verlauf des Romans läßt Carpentier die Tänzerin und den Architekten zusammenwachsen, führt sie nach dem Zusammenbruch der spanischen Republik ins Exil nach Kuba, wirft sie in die Spannungen einer untergehenden Gesellschaft, deren revolutionäre Utopie den Weg in die Zukunft weisen will. Carpentier war wie Marquez ein Vertreter des Magischen Realismus. Es verwundert deswegen nicht, dass die Kunst, der Entwurf eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. Nicht zuletzt Strawinsky und mit ihm die klassische Musik. Der Blick auf die Welt wird verfremdet, erscheint schärfer zu sein, die Zerrissenheit, das Aufbegehren immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Ein allem ein sprachlich gewaltiger Roman.
herediana 16.03.2024 amazon.de
Dieser Roman verpricht viel über Titel und Klappentext. Man bekommt auch viel, vielleicht auch zu viel.Der Autor läßt keinen Zweifel daran, daß er gut recherchiert hat und sich gut auskennt in Politik, Kunst, Architektur, Literatur, Musik und sonstigen Themen.Leider verfehlt er damit sein Ziel der Glaubwürdigkeit. Die Liebesgeschichte soll in das Zeitgeschehen einer umtriebigen Epoche eingestrickt sein und damit an Tiefe gewinnen, doch sie geht darin unter. Der Roman wird zur Taschenenzyklopädie, die die Zeit hier und da skizziert, ihr dabei aber die Charaktere unterordnet und nur oberflächlich agieren läßt.Vermutlich hat der Autor eine stärkere Bindung zu Ihnen. Die Verknüpfungen zu seiner eigenen Biographie sind kaum von der Hand zu weisen: die Mutter Russin, der Vater Architekt, dann Paris, Havanna, Spanien, Kommunisten, Nazis,... etc.Mich konnten Vera und Enrique weder von ihrer großen Liebe überzeugen, noch von der Ernsthaftigkeit ihrer Ideale, dazu habe ich zuwenig Zeit mit ihnen und zuviel mit Picasso und Eluard verbracht.Das Lesen war anstrengend, weil mir der Autor zu angestrengt wirkte, nur nichts auszulassen.Ich neige mein Haupt vor Carpentiers Wissen aber empfehle dieses Buch niemandem, der Wert auf ausgewogene Geschichtenlegt.
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