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Love in the Big City | Roman | Sang Young Park | Taschenbuch | 251 S. | Deutsch | 2022
Bewertungen & Erfahrungen
4,4 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★3
4 ★1
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion15.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare und unterhaltsame Reise durch das Leben von Sang Young in Seoul und seine Beziehungen. Die Geschichte fesselt mich von Anfang bis Ende und ich kann es nur empfehlen.
Redaktion15.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist fantastisch und fängt die moderne Dynamik des Lebens in Seoul wunderbar ein. Die Geschichte von Young und Jaehee ist sehr fesselnd und ich bin sofort wieder am nächsten Kapitel interessiert.
Das Kultbuch aus Südkorea endlich bei uns!“Love in the big City” von Sang Young Park handelt vom lebensfrohen Young, einem partyfreudigen jungen Mann, ab dem Moment seiner ersten Zeit während des Studiums bis in seine 30er Jahre.Das Buch ist in 4 Teile geteilt, die uns durch verschiedene Lebensabschnitte von Young führen. Wir lernen Young kennen, als er mit seiner besten Freundin Jaehee zusammen wohnt. Sie haben die gleichen Interessen, wobei diese doch sehr verschieden sind.Die Geschichte ist urkomisch geschrieben und man spürt die Unbeschwertheit dieses Lebensabschnitts zwischen den Zeilen. Detailreich beschreibt er sein Leben, Hintergründe und seine Gefühlswelt.Er erzählt selbstironisch von seinem jugendlichen Leichtsinn, der ihm in seinem doch sehr verantwortungslosen Lebensstil immer wieder von anderen Personen vor Augen geführt wird und ihn in diverse Situationen manövriert, die andere Menschen für äußerst fragwürdig halten würden.So heiter und unbeschwert der Anfang war, so herzzerreißend geht es weiter. Ein nahes Familienmitglied ereilt eine schlimme Diagnose. Youngs Beziehungen werden weniger sprunghaft, in der Uni lernt er jemanden kennen, mit dem er von dort an regelmäßig essen geht. Doch auch diese Beziehung zeigt, wie schwer es selbst in der heutigen Zeit ist, nicht den allgemeinen Konventionen zu entsprechen.Später im Buch bekommt man den Eindruck, Young sei erwachsener geworden.Er findet jemanden, der ihm sehr wichtig wird und ihn trotz der von ihm ausgehenden und sehr kalt erscheinenden Trennung noch lange Zeit begleiten wird.Der letzte Teil wirkt nachdenklicher, selbstreflektierend, ein gelungener Abschluss, der die Geschichte abrundet.Das Buch war ein Auf und Ab an Gefühlen. Ich habe mich beim Lesen aufrichtig für Young gefreut, um keine 3 Zeilen später das Buch mit Tränen in den Augen in die Ecke werfen zu wollen. Doch Sang Young Parks herrlicher Schreibstil voller Selbstironie hat dafür gesorgt, dass ich das Buch immer wieder in die Hand genommen habe und weiter lesen musste.Ein wunderbares Buch über die Jugend und dem damit verbundenen Chaos, dem Suchen und Finden der Liebe in einer Welt, in der Young als queere Person auf allerlei Hindernisse stößt und immer wieder neue Begleiter trifft…eine davon begleitet ihn wohl für immer - und selbst hier findet er einen Weg, so optimistisch es geht damit umzugehen.Dieses Buch zeigt, dass die Liebe überall gleich kompliziert ist man immer wieder vor Hürden gestellt werden kann - die Frage ist nur, wie man damit umgeht.Das Buch ist meiner Meinung nach eine ganz klare Leseempfehlung.
Im Roman „Love in the big city“ von Sang Young Park verfolgen wir den Protagonisten Young auf einigen Stationen seines Lebenswegs in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul und lernen dabei seinen Lebensstil kennen, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass er frei ist von Verantwortung gegenüber anderen. Young lebt sein Leben ungehemmt, Spaß, (teils ungeschützter) Sex und Alkohol stehen für ihn im Vordergrund, er gibt sich der Leichtigkeit eines zügellosen Lebens hin. Jede Nacht zieht er durch Bars und Clubs. Dann trifft er auf seine große Liebe.Der Roman teilt sich in vier Abschnitte. Anfangs führt Young sein Partyleben nicht allein, wir lernen seine beste Freundin und Mitbewohnerin Jaehee kennen, die sich aber irgendwann für die Heirat und eine solide Lebensführung entscheidet. Im zweiten Abschnitt wird Youngs Beziehung zu seiner sehr gläubigen Mutter vertieft, die an Krebs leidet und um die er sich (teils wenig empathisch) kümmert. Sie lehnt ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung ab, die sie sogar als Krankheit empfindet. Auch lernen wir einen Partner Youngs genauer kennen, der seine eigene Homosexualität verleugnet. Im dritten und vierten Teil des Romans lernen wir dann die große Liebe von Young kennen: Gyu-ho.Was diesen Roman im Wesentlichen auszeichnet, ist ein facettenreiches Porträt des Jungseins des homosexuellen Studenten Young von Anfang 20 bis Ende 30 in Seoul zu zeichnen, der immer wieder neue Beziehungen zu Mitmenschen eingeht, zu denen die Verbindung dann aber auch abrupt und hart wieder abreißt. Teilweise verlaufen die Kontakte auch nur absolut oberflächlich. Young wirkt auf mich unheimlich einsam, weil er sich bei aller Lässigkeit und Leichtigkeit, die ihn auszeichnet, auf niemanden dauerhaft einlässt. Inwieweit dieses Beispiel aber stellvertretend für das Lebensgefühl einer ganzen Generation in Südkorea stehen kann, wie es der Klappentext verspricht, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich halte es aber für etwas hochgegriffen, hier von einem „Psychogramm eines faszinierenden Landes“ zu sprechen, wie es dem Leser/der Leserin reißerisch auf dem Buchrücken verkauft wird, zumal ein solches Lebensgefühl, wie es in diesem Buch beschrieben wird, auch vielen jungen Menschen in Deutschland oder in anderen Teilen auf der Welt nicht unbekannt sein dürfte. Schon gar nicht erkenne ich in dem Gelesenen „eine Heldengeschichte von gewaltiger Zärtlichkeit“, wie der Verlag es verspricht. Für mich ist es eher das Gegenteil, denn der Protagonist Young schafft es ja nicht einmal sich selbst vor dem Gefühl von Einsamkeit zu retten. Und auch wenn Young für seine Liebhaber viele Emotionen hegt, erhält er davon doch nur wenig zurück.Für mich war der Roman zwar interessant, aber auch kein Highlight. Die Handlung „plätschert“ so vor sich hin. Ich empfand die Schilderung des Partylebens und der zwischenmenschlichen Beziehungen von Young weder als sonderlich ereignis- und abwechslungsreich noch als spannend oder tiefsinnig. Besondere kulturelle Einblicke in das Land habe ich auch nicht erhalten. Es gab auch keine Textstelle, die ich jetzt als typisch „südkoreanisch“ einschätzen würde. Da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Dieses Buch kann man also lesen, man muss es aber auch nicht unbedingt.Fazit: Ein Roman, in dem am Beispiel von Young ein interessantes Lebensgefühl von Jungsein zum Ausdruck gebracht wird, der aber auch mit eindeutig zu vielen Superlativen vom Verlag beworben wird.
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Letzte Aktualisierung: 24.10.2026 14:15 Uhr.